The Monday Troop - Part I

Geteilter Meinung zu sein, ist jetzt auch nicht so ein Desaster, wie viele immer annehmen. Geteilte Leben zu führen, obwohl es doch so viele Verbindungen gibt, das ist wirklich schlimm. Diese Einleitung hat im Übrigen nichts mit diesem Text zu tun, aber alle Eltern sollten sich diese Sätze mal zu Herzen nehmen. Da gehören sie nämlich hin, so wie auch die Sorge um das Wohl der Kinder. Doch das führt nun wirklich zu weit, schließlich ist Montag und da gibt es ganz andere Probleme. Ach, bitte, jetzt keine Zwischenrufe, dass noch gar nicht Montag sei oder er bereits längst in Land gegangen ist. Wer einen Fernseher hat, der muss auch Fantasie haben, anders ist der Konsum ja gar nicht zu erklären. Außerdem ist heute Montag, weil ich den Titel einfach mag. »The Monday Troop« ist zwar nicht mein Lieblingslied von meinem musikalischen Gott, aber der Titel verspricht Dramatik, Gewalt und einen Hauch Endzeitstimmung. Viel mehr gibt es an einem Montag eben nicht. Also ist heute Montag und damit Ruhe.

Weiterlesen: The Monday Troop - Part I

Wie der Darmwind eines Kleinkindes

Ich muss gestehen, dass ich nicht mitreden kann. Vom Tempo her schon, das ist nicht das Problem, nein, ich bin nicht im Thema. So gar nicht. Mein fehlender Fernsehkonsum ächtet mich in sozialer Hinsicht vollkommen, ich habe vom Tatort seit Jahrzehnten nichts mitbekommen, die Millionärsauswahl kenne ich nicht, das Dschungel-Camp und DSDS sind an mir vorbeigetrieben wie der Darmwind eines Kleinkindes: nahezu geruchlos und geräuscharm. Ohne Fernseher bin ich natürlich ein Held und ernte viele »Ja-das-will-ich-auch-schon-lange-machen-aber-irgendwo-muss-man-sich-ja-informieren« oder »Ich-hatte-auch-mal-keinen-Fernseher-aber-meine-neue-Freundin-besteht-darauf«. Meine Gegenargumente, dass andere Mütter auch Töchter ohne Fernseher haben und die BILD-Zeitung eine gute Alternative zum Fernseher ist, werden oft nicht ernst genommen.

Weiterlesen: Wie der Darmwind eines Kleinkindes

Unbezahlbare Anrufe, Teil 1052

Mein Telefon klingelt. Genau genommen ist es lautlos und ich sehe, dass das Display blinkt. Irgendeine Nummer, die ich nicht kenne, aber immerhin niemand, der anonym bleiben will. Ich melde mich wie üblich mit einem genervten »Ja?«, weil ich in Ruhe weiterarbeiten möchte und ich hoffe, dass der Unbekannte mit der angezeigten Nummer mich dann schnell wieder in Ruhe lässt.

»Guten Morgen, wir rufen wegen Ihrer Bewerbung an.«

Weiterlesen: Unbezahlbare Anrufe, Teil 1052

Es ist immer zu wenig

Mir ist das immer alles zu wenig. Zu wenig von allem. Natürlich bin ich ungerecht, ich kann das am besten und ausgiebig. Ich kann alles ganz gut, insbesondere extrem sein, aber das ist allgemein bekannt. Selbst mir ist das bekannt, obwohl ich mich an den meisten Tagen gar nicht kennen will. Euphorie ist auch gar nicht so wunderbar, wenn man sie erst einmal hinter sich hat. Und Rassismus ist eine feine Sache, wenn man ihn mal außer Acht lässt. Enttäuschung hingegen ist allgegenwärtig, weil gerade die Menschen, die wir doch ganz anders einschätzen, sie in der Westentasche mit sich herumtragen und sie wie Schlemihl in der Sesamstraße großartig anpreisen. Anfangen kann ich damit nichts, bis auf die Tatsache, dass sie mich nach unten zieht. Irgendeinen Ausgleich für die Euphorie muss es ja geben. Gerechtigkeit ist als Schimpfwort nur in der Rechtsprechung zu gebrauchen, aber das will ich nicht zu sehr betonen, sonst geht es wieder unter.

Weiterlesen: Es ist immer zu wenig

Unterkategorien

  • Die Dunkelheit in dir
    Beitragsanzahl:
    15
  • Aus dem Wald in die Stadt

    Das Tagebuch zum Umzug aus dem beschaulichen Provinznest Asendorf in die Großstadt Hamburg. Eine wahre Geschichte über den Kampf mit dem Kopf und der Veränderung und über Suche nach einer Nische das eigene Leben.

    Beitragsanzahl:
    8

Suchen

Auftritte

Twitter

Letzte Kommentare