Wenn alles immer

Wenn es immer alles leicht wäre, dann trügen wir die Welt auf Händen, schwebten über die Gipfel der Traurigkeit hinweg und lächelten überall hin, wo wir auf das Leben träfen. Wir schwiegen, weil das mehr sagen würde, als jede Satz, den wir in unserer Perfektion zu formen wüssten, wir sähen nicht einmal mehr hin, was wir tun, weil wir uns sicher wären, dass immer alles und jederzeit gelänge. Liebe wäre niemals ein Problem, sondern immer eine Lösung, kein Mensch gäbe Erklärungen ab, jeder wüsste, was gemeint ist und es herrschte nichts und niemand nur die Stille. Alles was da wäre, wäre einfach und da, alles wäre einfach und da, wo es hingehört. Wenn alles immer leicht wäre, dann fiele uns nichts mehr schwer, dann fiele gar nichts und gar nichts wäre bedrückend und alles wäre gut. Wenn alles leicht wäre, dann wäre nichts zu kurz oder zu lang, es gäbe keine Langeweile und eine lange Weile wäre eine gute Zeit. Wenn alles immer leicht wäre, dann ginge es mir nicht gut, aber das ist eine andere Geschichte.  

Seltsames Gefühl

Ich fühle mich seltsam, aber ich kann es auch nicht ändern. Es ist ja gut, etwas zu fühlen, es ist ja auch gut, dort zu sein, wo ich bin, aber das seltsame Gefühl ist anstrengend. Ich kenne das schon, es wirft mich nicht in die Verwirrung, aber es ist eben da. Das seltsame Gefühl. Ich mag nichts essen. Ich habe Hunger, aber ich mag nichts essen. Nicht schlimm, es gibt andere Probleme. Aber ich hätte gern ein gutes Körpergefühl, nicht dieses indifferente Etwas, das mir vorgaukelt, alles wäre katastrophal, obwohl ich doch weiß, dass das gar nicht stimmt. Es schneit jetzt ja auch nicht, das kann mir deswegen auch niemand erzählen. Ich war gerade draußen und es ist warm. Ich habe immer noch Hunger, mag aber nichts essen, weil es nichts gibt, was ich essen will. Wie dumm. Das nimmt kein Ende. Schlafen muss ich, das werde ich jetzt auch tun. Und dann geht es morgen weiter. Das ist in Ordnung, morgen werde ich mehr trinken. Ich muss mehr trinken, dann geht es mir auch besser. Glaube ich. Ganz sicher kann ich mir nie sein, denn ich bin seltsam. Andere behaupten, ich sei krank, ich denke, ich bin der Normale unter den ganzen anderen, die krank sind und das essen, was ich nicht einmal anfassen möchte. Aber ich kann es nicht ändern, will ich auch nicht. Und auch das ist gut. Fast schon positiv.

 

Und irgendwann kommen sie und holen mich ab.

Klick und Ende

6766Irgendwie ist das alles Mist. Vielleicht nicht alles, aber doch der Großteil dessen, was gerade passiert. Gut, es ist nur ein geringer Teil, aber der nervt mehr, als alles andere. Und momentan nervt mich alles. Fast alles. Zumindest das meiste, aber so genau weiß ich das auch nicht, weil ich den Überblick verloren habe. Ungefähr. Ja, ich glaube, ich habe den Überblick verloren. Ich hätte kein einen Hügel, von dem ich das Chaos überblicken kann, aber ich stehe irgendwo und weiß nicht einmal, welche Richtung gerade wichtig ist.

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Anders geplant

Der ganze Tag war anders geplant, jetzt ist er gelaufen und gut. Nein, es ist schlecht, mir ist schlecht, aber jetzt ist auch mal gut. Punkt. Mehr gibt es heute nicht. 

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  • Die Dunkelheit in dir
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    Das Tagebuch zum Umzug aus dem beschaulichen Provinznest Asendorf in die Großstadt Hamburg. Eine wahre Geschichte über den Kampf mit dem Kopf und der Veränderung und über Suche nach einer Nische das eigene Leben.

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