Wer gehört zur Familie?

Wenn mich heute jemand gefragt hätte, wie die Welt denn zu retten sei, dann hätte ich es ihm in einer Gedankenpause erklären können. Der Fragesteller – sicher kein Politiker, die retten nicht – hätte dann aber die Augen verdreht und irgendeine lakonische Bemerkung gemacht. So etwas wie: »Ja, schon klar.« Am Ende habe ich aber doch recht, das weiß nur niemand, der den Kopf schüttelt. Und außerdem hat mich heute auch niemand nach der Rettung der Welt gefragt. Nichts ging verloren, nur ich selbst.

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Peters Wille

SechsneunnullsechsAls ich Peter nach langen Monaten wieder traf, da sah ich ihn am Elbstrand sitzen. Allein, auf der Betonbrüstung, der Regen fiel auf ihn und er starrte abwechselnd auf den Fluss vor ihm und auf die grauen Wolken über ihm. Die wenigen Menschen, die bei diesem tristen Wetter unterwegs waren, beachteten ihn kaum. Hin und wieder wurde er von einem Seitenblick gestreift, doch die meisten Passanten, die von ihren Hunden an die frische Luft gezwungen worden waren, hielten ihn vermutlich für irgendeinen Verrückten, der sich absichtlich eine Erkältung einfangen wollte. Und ich wusste, dass es Peter war, obwohl wir weder verabredet gewesen waren, noch ich sein Gesicht hatte sehen können, doch in meinen Augen gab es nur einen, der in dieser Haltung auf Beton sitzen konnte.

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Heute nicht!

Heute gibt es nichts. Der Tag war voll, ich bin es auch und ich habe immer noch zu tun. Außerdem wartet mein Ankerpunkt auf mich, die Kugeln bedeuten mir eine ganze Menge. Deswegen ist an dieser Stelle jetzt Schluss und morgen, ja, morgen gibt es etwas Neues von Peter. Das schreibe ich mir schön. Heute gibt es deswegen also nichts. Gar nichts. Diese Buchstaben zählen nicht!

 

Und irgendwann kommen sie und holen mich ab.  

Kennen Sie das?

SechsneunnullfünfKennen Sie das, wenn alles zu viel ist und es dabei an allen Ecken und Enden fehlt? Kennen Sie das, wenn alles richtig ist, aber doch komplett in die falsche Richtung läuft? Kennen Sie das, wenn Hunger und Völlegefühl sich die Hand geben? Kennen Sie das, wenn es grausam ist, dass keiner kommt, aber es schön wäre, wenn mal alle Ruhe geben würden? Kennen Sie das? Haben Sie das auch manchmal? Haben Sie sich auch gewünscht, wiedergeboren zu werden und dann in einer besseren Welt zu leben, in einem besseren Körper und mit einem anderen Kopf, der nicht zwischen Extremen pendeln muss, um wach zu bleiben? Was tun Sie, was denken Sie, was Sie tun können und was können Sie tun, wenn Sie darüber nachdenken? Sie wissen es auch nicht? Dann sind Sie nicht allein.

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    Das Tagebuch zum Umzug aus dem beschaulichen Provinznest Asendorf in die Großstadt Hamburg. Eine wahre Geschichte über den Kampf mit dem Kopf und der Veränderung und über Suche nach einer Nische das eigene Leben.

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