Zu viel

Wenn jetzt noch etwas ist, wird mir das zu viel. Es ist mir schon zu viel, aber wenn jetzt noch etwas kommt, dann ist es mir zu viel. Ruhe. Bitte. Einfach nur Ruhe. Der Kopf ist auch nicht mehr das, was er mal war. Ruhe.  

Vergangenheit als Dunst

Im Grunde genommen ist es doch egal, wer woher kommt, wohin er will und warum er tut, was er gerade tut, was er anschließend macht und ob er reinen Herzens ist oder ob er sich dabei etwas gedacht hat und ob seine Eltern stolz auf ihn sind oder vielleicht gar nicht mehr leben. Das ist alles egal, das interessiert längst nicht jeden oder alle und meistens keinen. Und doch wollen es die Menschen wissen, sie wollen alles über die Vergangenheit und die Zukunft erfahren, etwas über die Menschen darin und über die Gründe, die zu all dem geführt haben. Egal ist es, und trotzdem wollen es alle wissen. Besonders dann, wenn es sie selbst betrifft. Das ist wichtig.

Weiterlesen: Vergangenheit als Dunst

Wer gehört zur Familie?

Wenn mich heute jemand gefragt hätte, wie die Welt denn zu retten sei, dann hätte ich es ihm in einer Gedankenpause erklären können. Der Fragesteller – sicher kein Politiker, die retten nicht – hätte dann aber die Augen verdreht und irgendeine lakonische Bemerkung gemacht. So etwas wie: »Ja, schon klar.« Am Ende habe ich aber doch recht, das weiß nur niemand, der den Kopf schüttelt. Und außerdem hat mich heute auch niemand nach der Rettung der Welt gefragt. Nichts ging verloren, nur ich selbst.

Weiterlesen: Wer gehört zur Familie?

Peters Wille

SechsneunnullsechsAls ich Peter nach langen Monaten wieder traf, da sah ich ihn am Elbstrand sitzen. Allein, auf der Betonbrüstung, der Regen fiel auf ihn und er starrte abwechselnd auf den Fluss vor ihm und auf die grauen Wolken über ihm. Die wenigen Menschen, die bei diesem tristen Wetter unterwegs waren, beachteten ihn kaum. Hin und wieder wurde er von einem Seitenblick gestreift, doch die meisten Passanten, die von ihren Hunden an die frische Luft gezwungen worden waren, hielten ihn vermutlich für irgendeinen Verrückten, der sich absichtlich eine Erkältung einfangen wollte. Und ich wusste, dass es Peter war, obwohl wir weder verabredet gewesen waren, noch ich sein Gesicht hatte sehen können, doch in meinen Augen gab es nur einen, der in dieser Haltung auf Beton sitzen konnte.

Weiterlesen: Peters Wille

Unterkategorien

  • Die Dunkelheit in dir
    Beitragsanzahl:
    15
  • Aus dem Wald in die Stadt

    Das Tagebuch zum Umzug aus dem beschaulichen Provinznest Asendorf in die Großstadt Hamburg. Eine wahre Geschichte über den Kampf mit dem Kopf und der Veränderung und über Suche nach einer Nische das eigene Leben.

    Beitragsanzahl:
    10

Suchen

Auftritte

Twitter

Letzte Kommentare