Kennen Sie das?

SechsneunnullfünfKennen Sie das, wenn alles zu viel ist und es dabei an allen Ecken und Enden fehlt? Kennen Sie das, wenn alles richtig ist, aber doch komplett in die falsche Richtung läuft? Kennen Sie das, wenn Hunger und Völlegefühl sich die Hand geben? Kennen Sie das, wenn es grausam ist, dass keiner kommt, aber es schön wäre, wenn mal alle Ruhe geben würden? Kennen Sie das? Haben Sie das auch manchmal? Haben Sie sich auch gewünscht, wiedergeboren zu werden und dann in einer besseren Welt zu leben, in einem besseren Körper und mit einem anderen Kopf, der nicht zwischen Extremen pendeln muss, um wach zu bleiben? Was tun Sie, was denken Sie, was Sie tun können und was können Sie tun, wenn Sie darüber nachdenken? Sie wissen es auch nicht? Dann sind Sie nicht allein.

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Das Übliche

Nach stundenlangen Denken und Schreiben alles wieder zu verwerfen, ist keine perfekte Lösung. Jetzt ist es doch passiert, weil ich unzufrieden bin. Und jetzt ist es auch schon wieder spät geworden, vieles ist auf der Strecke geblieben, am Ende immer ich selbst und die Zeit, die verstreicht, ohne Farbe zu hinterlassen. Ich könnte klagen, ich könnte schlafen, aber ich sitze einfach nur da und lösche. Für einen Feuerwehrmann eine gute Sache, für mich ist das nicht die richtige Arbeit, aber es ist heute Nacht die einzige. Ich erinnere mich an die Zeit, als ich noch dachte, dass ich mich irgendwann mal an sie erinnern würde und jetzt will ich es nicht. Das alles ist nicht schlimm, es ist das übliche Drama und ich halte mich selbst auf. Nein, das ist wirklich nicht schlimm, ich nerve mich nur selbst. Ich bin wach, würde gern schlafen, um morgen in Ruhe arbeiten zu können, weil ich jetzt zu müde bin. Hin und her, auf und ab, das Übliche eben. Nicht zu ändern, irgendwie gehört es ja auch zu mir. Dumme Sache.

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Alles automatisch

6880Wie sich so ein kleines Kind fühlt, wenn die Erwachsenen mit seltsamen Grimassen auf es zulaufen, ein Lächeln einfordern oder auch direkt nach ihm greifen. Ich kann den Impuls verstehen, manchmal fühlte ich ähnlich, aber ob nun Kind oder Erwachsener, ich wahre eine Grenze, die unsichtbar ist. Ich mache das automatisch, ich kann gar nichts dafür und ich finde das ganz normal. Andere Menschen empfinden ihr Eindringen in andere ganz normal, das machen sie ebenfalls ganz automatisch. Wir stoßen aufeinander und prallen voneinander ab. Schade, aber nicht zu ändern. Zumindest, was mich anbelangt. Kinder, die sich noch nicht artikulieren können, haben es da schwer. Ich kann schlecht für meinen Sohn sprechen und er spricht noch nicht für sich selbst.

Moderation. Ich mag das. Etwas vermitteln, etwas präsentieren und dabei nicht im Vordergrund stehen. Dabei sein, ohne dabei zu sein und auch ohne gänzlich zu verschwinden. Mittlerweile ist das auch ein Automatismus, die anderen stehen im Vordergrund, ich bin nur die Plattform, die das alles bereitet. Und die Bühne, klar, aber die sagt ja nichts. Die kann auch nichts sagen. Ich habe keine Ahnung, wie sich Tornesch heute Abend verhalten wird, aber ich mache es mir schön, so viel steht fest. Und meistens färbt das ab. Entspannung und Euphorie. Schön. Und das nach all den Tagen der Anstrengung. Ha. Aber ich muss los, jetzt. Es holt mich niemand ab, ich muss selbst fahren.



Und irgendwann kommen sie und holen mich ab.

Wieder kein Anschluss

6878Ich könnte eine höhere Leistung erzielen, wenn ich Anschluss hätte. So ungefähr. Aber ich habe oder finde nie Anschluss, ich bemühe mich auch gar nicht, ich bin wireless, Reichweite unbegrenzt, was auch für die Kapazität meiner Festplatte zutrifft. Ich habe einen zukunftssicheren Prozessor, ein etwas veraltetes Gehäuse, aber das Betriebssystem läuft jetzt schon lange nahezu fehlerfrei – gelegentliche Aussetzer bei Überlastungen sind Bauart bedingt. Und trotzdem könnte ich eine höhere Leistung erzielen, wenn ich einen Anschluss hätte. Einen anderen Anschluss. Unter meiner Nummer gibt es heute keinen Anschluss, ich habe alle Leitungen gekappt, mein Bildschirm ist mit Streichhölzern zur Offenheit verdammt worden und ich denke ganz ungeniert über etwas Stationäres nach. Es muss ja nicht immer eine Raketenabschussbasis sein. Es könnte beispielsweise ein Bett, ein eigenes Haus oder eine Klinik gemeint sein. Interpretationen mag ich ja am liebsten, was vermutlich daran liegt, dass ich davon keine Ahnung habe. Der Reiz des Mysteriums. Und so, wie es aussieht, werde ich mir wohl eines meiner grundsätzlichen Geheimnisse rauben. Oder rauben lassen. So ist es nun mal, wenn ich beginne, aufzuräumen. Defragmentierung nennt sich das wohl, aber ich bin mir nicht sicher.

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    Das Tagebuch zum Umzug aus dem beschaulichen Provinznest Asendorf in die Großstadt Hamburg. Eine wahre Geschichte über den Kampf mit dem Kopf und der Veränderung und über Suche nach einer Nische das eigene Leben.

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