Es ist immer zu wenig

Mir ist das immer alles zu wenig. Zu wenig von allem. Natürlich bin ich ungerecht, ich kann das am besten und ausgiebig. Ich kann alles ganz gut, insbesondere extrem sein, aber das ist allgemein bekannt. Selbst mir ist das bekannt, obwohl ich mich an den meisten Tagen gar nicht kennen will. Euphorie ist auch gar nicht so wunderbar, wenn man sie erst einmal hinter sich hat. Und Rassismus ist eine feine Sache, wenn man ihn mal außer Acht lässt. Enttäuschung hingegen ist allgegenwärtig, weil gerade die Menschen, die wir doch ganz anders einschätzen, sie in der Westentasche mit sich herumtragen und sie wie Schlemihl in der Sesamstraße großartig anpreisen. Anfangen kann ich damit nichts, bis auf die Tatsache, dass sie mich nach unten zieht. Irgendeinen Ausgleich für die Euphorie muss es ja geben. Gerechtigkeit ist als Schimpfwort nur in der Rechtsprechung zu gebrauchen, aber das will ich nicht zu sehr betonen, sonst geht es wieder unter.

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Fick dich, Rückblick

Es gibt Zeiten im Jahr, da bin ich permanent genervt. Immer in der Nähe von Feiertagen zum Beispiel. Oder dann, wenn Prominente sterben und plötzlich wildfremde Menschen Anteil nehmen. Oder an Geburtstagen. Und ganz sicher ab Mitte Dezember, da wird es ganz schlimm, denn dann beginnt die liebste Beschäftigung des Menschen: der Blick zurück. Kein Wunder, dass so viele Personen immer wieder auf die Nase fallen, weil sie in die falsche Richtung gucken.

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Sie mischen es ins Trinkwasser

Nach Nächten wie der vergangenen denke ich immer: »Die mischen uns das Zeug ins Trinkwasser, sie mischen es uns ins Trinkwasser!« Vielleicht ist das Unsinn, meine gedankliche Aussage lässt sich nur schwer widerlegen oder gar überprüfen, denn schließlich könnte es ja auch am Mond liegen. Dann, so sagen viele Menschen, dann sei es aber wahrscheinlicher, dass man uns etwas ins Trinkwasser mische. Ja, Ebbe und Flut, das kann der Mond, aber beim Menschen die Gedanken verdrehen und ihn aus dem Gleichgewicht bringen? Das ist esoterischer Mist. Sagen viele Menschen, die im Übrigen meistens zu 80 Prozent aus Wasser bestehen. Aber jede hat eben so seine eigenen Theorien, warum seltsame Träume entstehen.

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Technisch gesehen, Herr Hildebrandt

Hätten wir das alles gewusst, dann wären wir uns erspart geblieben. Denke ich mir manchmal. So ganz heimlich, wie viele andere Dinge, die mir so durch den Kopf strömen. Heimlichkeit kennt keine Grenzen. Sparen ist ja wichtig, denke ich mir dann, und an der Menschheit hätte man einiges sparen können. Im Grunde genommen ist der gesamte Ameisenbau der Zivilisation ein Fehler, aber niemand will es zugeben, weil der technologische Fortschritt immens ist. Stimmt, technisch gesehen ist das gar nicht schlecht, was wir auf dem Planeten erreicht haben. Aber ich kannte auch tolle Techniker beim Fußball, das Spiel hatten sie aber dennoch nicht verstanden.

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    Das Tagebuch zum Umzug aus dem beschaulichen Provinznest Asendorf in die Großstadt Hamburg. Eine wahre Geschichte über den Kampf mit dem Kopf und der Veränderung und über Suche nach einer Nische das eigene Leben.

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