The Monday Troop - Part VII

Und dann ist schon wieder Montag und alle sind betrunken. Also nicht richtig mit Alkohol betrunken, sondern ironisch. Heute kann ja niemand mehr etwas ernst meinen, jeder meint alles ironisch – angefangen mit dem Schnurrbart bis hin zu politischen Äußerungen oder dem Eheversprechen. Deswegen sollte niemand auch ernst genommen werden, sondern nur von hinten. Ich darf das sagen, ich bin der Iron-Man, ich meine alles ironisch. Ungefähr. Ich war ja schon als Kind ironisch gemeint, meine Mutter lacht heute noch darüber, dass mein Vater nicht weiß, dass es mich gibt. Aber an einem Montag ist alles erlaubt, wenn man blau ist. Oder blau gemacht hat. Oder beides. Und Arbeit ist ohnehin ironisch. Wer weiß schon, was die alle an ihren Schreibtischen tun?

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The Monday Troop - Part III

Manchmal, wenn ich Smalltalk mache, um größer zu scheinen, schäme ich mich über die nichtssagenden Worte. Aber ich werfe sie dennoch raus. Es muss sein. Ohne Oberfläche, kein Kontakt und kein Tiefsinn. Schade, es könnte ja auch anders funktionieren, es wäre ja auch möglich, direkt mal dort einzusteigen, wo es wehtut. Bei sich selbst, zum Beispiel. Einfach mal ein paar Schwachstellen aufzählen und in den Raum und zur Diskussion stellen. Möglich wäre es, aber über allem stehen die Oberflächlichkeit, ein gebrauchter Witz und der langsame Aufbau von einem Vertrauensturm. Ich bin Metapher-Man, ich darf solche Bilder malen, damit es nebulöser wirkt, was ich sage oder schreibe. Ich kann alles bildlich machen, ohne dass es jemand sieht. Das ist ein Talent, das vollkommen unterschätzt wird. Ich zwinkere ein Lächeln und hoffe jetzt auf Vertrauen, das war meine Smalltalk-Einleitung, mehr habe ich nicht zu bieten.

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The Monday Troop - Part IX

Ich habe es schon immer gesagt. Aber ich will nicht mit denen in einen Topf geworfen werden, die immer behaupten, sie hätten es schon immer gesagt. Ich habe es aber tatsächlich schon immer gesagt, zumal heute Montag ist und es ist bekanntlich immer Montag. Und ich habe es schon immer gesagt, weil ich es belegen kann. Punktuell. Im Jahr 2005 und auch noch später, früher auch schon, aber dann wieder später. Definitiv. Und was den Montag anbelangt, bitte keine Widerrede. Ich bekomme schon genug Gegenwind, wenn es um die Zeitumstellung geht.

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The Monday Troop - Part IV

Und dann ist schon wieder Montag, ehrlich.
Niemals, wirklich niemals Witze über Raucher machen. Zumindest nicht, wenn sie neben einem stehen und noch eine Waffe in der Hand halten. Also eine glimmende Zigarette. Niemals. Die Asche, die runterfällt, ist dann ganz sicher meine. Darauf kann ich auch verzichten. Ich würde aber auch gern auf Raucher verzichten, sie stinken zum Himmel und vergiften mich. Oral. Und ich mag oral nicht, weder Oral A noch Oral B. Alles Mist. Erbrich dich und nimm dir ein Kitkat. Oder umgekehrt, aber keine Witze über Raucher. Das Beste ist, sie gar nicht zu erwähnen. Einfach ignorieren, wie die anderen Rechtsradikalen. Oder wie Veganer oder wie Schwule und Zahnärzte. Einfach nicht beachten. Hat meine Mutter früher schon zu mir gesagt, wenn sie mich in der Schule geärgert haben. Einfach nicht beachten. Es gab trotzdem Prügel, bis ich zu schnell war. Heute bin ich wieder langsam, der Qualm holt mich immer ein. Und wo zur Hölle ist mein Nagelknipser? Schnell noch einen Kaffee, fair geheizt natürlich. Sehen Sie? Jetzt ist es doch schon viel besser. Einfach nur ruhig atmen, der Tod kommt dann schon von ganz allein. Und stellen Sie sich das doch mal in Zeitlupe vor. Mit einem ertränkten Katzenbaby als Moderator. Na? Jetzt kommen Sie von allein drauf, nicht wahr? Ich sag‛s ja, es ist noch alles da, nur irgendwann kommt auch noch das Alter dazu.

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    Das Tagebuch zum Umzug aus dem beschaulichen Provinznest Asendorf in die Großstadt Hamburg. Eine wahre Geschichte über den Kampf mit dem Kopf und der Veränderung und über Suche nach einer Nische das eigene Leben.

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