Geh doch ins Licht

Geh doch ins LichtGeh doch ins Licht

 

"Geh doch ins Licht" vom "Schriftstehler" (Armin Sengbusch) umfasst die besten Texte aus der aktuellen Saison des erfolgreichen Slam Poeten.


Ein schwarzer Einband. Auf der Vorderseite sieht man den schattenhaften Umriss eines Menschen, der eine Tür öffnet. Durch den Spalt dringt Helligkeit. „Geh doch ins Licht“, steht darüber in weißen Buchstaben. So heißt das Buch von Armin Sengbusch. Die Unterzeile: Slam-Texte.Das ist tief gestapelt für Kurzprosa, die nicht nur Literatur, sondern Kunst ist. Kostprobe: „Wir knien vor der Totgeburt unserer Liebe und denken an Reklamation, dann, aus der Not heraus, bemühen wir uns und versuchen die Reanimation.“ Dieser Text heißt „Kommunikationsstörungen“. Auf 120 Seiten entfaltet der Schriftstehler nachdenkliche Texte. Manchmal sind sie auch federleicht: „Er bat sie darum, endlich den Müll rauszubringen. Also setzte sie ihn vor die Tür.“ Lässt man sich auf die 30 Texte ein – und das erfordert Geduld – kann man mit undan ihnen wachsen. „GehdochinsLicht“ istimLektora-Verlag erschienen und kostet 9.90 Euro. (Neue Westfälische, 12. Oktober 2010)

"Geh doch ins Licht" vom "Schriftstehler" (Armin Sengbusch) umfasst die besten Texte aus der aktuellen Saison des erfolgreichen Slam Poeten.
Die gut durchdachten Texte regen auf ernste und doch unterhaltsame Weise zum Nachdenken an. Der "Schriftstehler" sinniert sehr gefühlvoll über das Leben, die Liebe und diskutiert über Gott und den Teufel. "Geh doch ins Licht" beinhaltet sowohl gedankenvolle Texte, die unter die Haut gehen, als auch gefühlsbetonte und intelligent verfasste Langgedichte.

Kurzer Auszug aus dem Buch:
Ein Stadttext. Es beginnt im Stillen, in einer Stadt, die mich ganz gegen meinen Willen in sich aufgenommen hat. Es beginnt im Kleinen, wo es niemand vermutet, dass ich all die Hektik um mich lautlos verfluche.
Es beginnt in der Stadt, in der man meinen Namen nur dann kennt, wenn ich ihn an Hauswände spraye und daneben ein Container brennt. Und das alles in der Stadt, die sich nur für eine Jahreszeit entscheidet, die ich mittlerweile als „beschäftigt“ bezeichne.
Überall stehen Menschen herum, sie tragen Steingesichter und bleiben stumm, treiben durch Busse und Bahnen, sie schieben sich durch Straßen in Wagen, in denen sie sich über das Leben beklagen und allein bleiben, selbst wenn sie zu zweit über den Asphalt treiben.
Es sind die Menschen, die sich täglich begegnen und nichts weiter haben als hirnlose Reden und dabei ihren Mund nicht bewegen – und du fragst dich, was du hier tust zwischen all den Leichen, die leben und sich ungestraft frei bewegen. (Kultur Report Extra, 7. Oktober 2010)


Schriftstehler hat mit seinem gereimten Männertagebuch eine neue literarische Gattung begründet. Gedanken zur Bekenntnisliteratur eines Aufgeregten.
(Xóchil bespricht: „geh doch ins Licht“ von Schriftstehler)


Armin Sengbusch ist ein Künstler, der es versteht, mit seinem Handwerkszeug umzugehen, und seine Texte wirken deutlich länger nach, als sie beim Lesen Zeit in Anspruch nehmen. Für mich ist “Geh doch ins Licht” daher auf jeden Fall eine Bücherliebe fürs Leben.
(“Geh doch ins Licht” von Schriftstehler Armin Sengbusch)

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