Das ist, was ich will...
...und das ist, was ich bekomme. Immer wieder zwei Seiten. Immer wieder. Manchmal drücke ich mich undeutlich aus, so scheint es mir. Stille als Störung misszuverstehen, muss daran liegen, wie ich es ausspreche. Vielleicht rede ich mit gespaltener Zunge, ich bin mir da wirklich nicht sicher. Funkstille oder Funkstörung? Das Wort sieht anders aus, es hört sich in meinem Kopf anders an und ich bin fest davon überzeugt, dass ich es auch anders ausspreche. Aber ich will nicht müde werden und auch in diesem Punkt hart an mir arbeiten. Hart. Sehr hart. Zu hart sei ich gegen mich selbst, erklärte mir kürzlich jemand. Hm. Ich denke, ich kann nicht hart genug gegen mich selbst sein, aber ich muss darauf acht geben, dass ich diese Einstellung nicht auf andere übertrage. Ich muss in diesen Tagen auf viele Dinge acht geben. Und am Ende achte ich dann immer wieder auf mich. Der Egoismus, diese von vielen so verhasste Eigenschaft, die wir aber alle in uns tragen, die uns alle bewegt. Alle bewegt. Was wir tun, ist begründet darin, dass es uns gut gehen soll. Uns selbst. Ich stosse mit dieser Ansicht in vielen Köpfen auf Unverständnis. Ja. Vielleicht liege ich auch vollkommen falsch, ich weiß es nicht. Ich habe lange, sehr lange darüber nachgedacht und festgestellt, dass alles im Leben sich darauf begründet, dass es einem jedem gut geht. Und darauf achtet jeder selbst. Egoismus. Gesund. Denke ich.
Ein erfolgreicher Tag. Auch wenn mein Kopf so beschäftigt ist und war, auch wenn ich heute permanent das Gefühl habe und hatte, viele Stunden zu spät zu sein. Zu spät. Zu viel Arbeit. Delegieren soll ich. Kann ich aber nicht. Es ist auch schwer Dinge zu delegieren, von denen ich weiß, dass nur ich sie machen kann. Aber viele Knoten lösen sich auf, immer mehr Zuversicht mischt sich unfreiwillig unter mein Gedankenvolk, das so skeptisch und schlaflos durch die Nacht treibt. Heute zollte ich der Schlaflosigkeit Tribut, konnte mich gegen die Müdigkeit nicht wehren, sackte traumlos in die Dunkelheit. Obwohl das beste Ypsilon von allen nur wenige Meter weiter an ihrem Rechner saß und arbeitete. Obwohl Musik und Rechnerrauschen mich hätten stören können. Müssen. Ich brauche Ruhe, keine Frage und ich suche nach den Stunden, in denen ich mir diese Auszeiten nehmen kann. "Morgen", denke ich dann immer, um dann fest zu stellen, dass der Tag vollkommen verplant ist, dass es Termine gibt, die mich fesseln und dass mehr Arbeit anliegt, als ich bewältigen kann. Und trotzdem schaffe ich es und das ist ein Grund, um stolz zu sein. Denke ich. Wenn S. heiratet und ich fast volle drei Tage in Kiel weilen werde, um Pflichten und dem Vergnügen nachzukommen, kann ich nicht anders als Abstand gewinnen, kann ich nicht anders als andere Gedanken in meinem Kopf zu lassen, ein wenig zur Ruhe zu kommen. Zwangsurlaub. Oh, und ich werde dem Alkohol zusprechen, ich werde mich nicht wehren. Mindestens ein Abend im Delirium. Gedanken wie im Rausch. Ein Anlass für ein Lächeln, weil ich kuriose Erinnerungen in meinem Kopf finde. Auf allen Vieren eine Treppe nach oben kriechend, mühsam eine Tür öffnend und am nächsten Tag nicht einmal wissen, wie ich den Weg in die Kissen fand. Das ist schon lange her. Sehr lange. An einem Tag im Mai. Und ich hatte einen Weihnachtsmann im Ohr, tanzte auf einem Tisch und sorgte für Erheiterung. Angeblich. Angeblich gab es auch nichts, was mir hätte peinlich sein müssen. Allein dieser Satz war mir damals peinlich. Lange her. Jahre. Schöne Gedankenkiste.
Ich bekomme gleich Besuch und werde einen entspannten Abend verbringen. Also doch. Noch. Etwas Ruhe. Neben mir meine Katze und seit Tagen immer dieselbe Musik aus den Lautsprechern. Etwas Konstanz. 17 Lieder, die sich wiederholen. Und am meisten freue ich mich immer über "Ärger" von Stoppok*. Seit gestern bin ich verliebt. In die Stimme von Thomas Dannenberg, der das Gedicht "Im Nebel" von Hermann Hesse spricht. Unglaublich schön. In diesen Momenten frage ich mich, warum es einen Grund zum Klagen gibt. Gibt es einen? Nein. Jetzt gerade nicht.
Möchten sie noch jemanden grüßen? Ja, natürlich. Den hektischen Autofahrer mit Schurrbart, der es geschafft hat, mich zu überholen und dabei ein Schild zu übersehen, die beiden neuen Katzen der Nachbarn, die hoffentlich nicht der Kampflust meiner Pelztochter zum Opfer fallen und A., die in diesen Tagen dafür sorgt, dass ich genug zum Lächeln habe. Außerdem gehen Grüße an all die verhinderten Trainer und Experten, die mich mit Weisheiten über den Weltfußball bewerfen: Ich bin nicht beeindruckt.
Ein erfolgreicher Tag. Auch wenn mein Kopf so beschäftigt ist und war, auch wenn ich heute permanent das Gefühl habe und hatte, viele Stunden zu spät zu sein. Zu spät. Zu viel Arbeit. Delegieren soll ich. Kann ich aber nicht. Es ist auch schwer Dinge zu delegieren, von denen ich weiß, dass nur ich sie machen kann. Aber viele Knoten lösen sich auf, immer mehr Zuversicht mischt sich unfreiwillig unter mein Gedankenvolk, das so skeptisch und schlaflos durch die Nacht treibt. Heute zollte ich der Schlaflosigkeit Tribut, konnte mich gegen die Müdigkeit nicht wehren, sackte traumlos in die Dunkelheit. Obwohl das beste Ypsilon von allen nur wenige Meter weiter an ihrem Rechner saß und arbeitete. Obwohl Musik und Rechnerrauschen mich hätten stören können. Müssen. Ich brauche Ruhe, keine Frage und ich suche nach den Stunden, in denen ich mir diese Auszeiten nehmen kann. "Morgen", denke ich dann immer, um dann fest zu stellen, dass der Tag vollkommen verplant ist, dass es Termine gibt, die mich fesseln und dass mehr Arbeit anliegt, als ich bewältigen kann. Und trotzdem schaffe ich es und das ist ein Grund, um stolz zu sein. Denke ich. Wenn S. heiratet und ich fast volle drei Tage in Kiel weilen werde, um Pflichten und dem Vergnügen nachzukommen, kann ich nicht anders als Abstand gewinnen, kann ich nicht anders als andere Gedanken in meinem Kopf zu lassen, ein wenig zur Ruhe zu kommen. Zwangsurlaub. Oh, und ich werde dem Alkohol zusprechen, ich werde mich nicht wehren. Mindestens ein Abend im Delirium. Gedanken wie im Rausch. Ein Anlass für ein Lächeln, weil ich kuriose Erinnerungen in meinem Kopf finde. Auf allen Vieren eine Treppe nach oben kriechend, mühsam eine Tür öffnend und am nächsten Tag nicht einmal wissen, wie ich den Weg in die Kissen fand. Das ist schon lange her. Sehr lange. An einem Tag im Mai. Und ich hatte einen Weihnachtsmann im Ohr, tanzte auf einem Tisch und sorgte für Erheiterung. Angeblich. Angeblich gab es auch nichts, was mir hätte peinlich sein müssen. Allein dieser Satz war mir damals peinlich. Lange her. Jahre. Schöne Gedankenkiste.
Ich bekomme gleich Besuch und werde einen entspannten Abend verbringen. Also doch. Noch. Etwas Ruhe. Neben mir meine Katze und seit Tagen immer dieselbe Musik aus den Lautsprechern. Etwas Konstanz. 17 Lieder, die sich wiederholen. Und am meisten freue ich mich immer über "Ärger" von Stoppok*. Seit gestern bin ich verliebt. In die Stimme von Thomas Dannenberg, der das Gedicht "Im Nebel" von Hermann Hesse spricht. Unglaublich schön. In diesen Momenten frage ich mich, warum es einen Grund zum Klagen gibt. Gibt es einen? Nein. Jetzt gerade nicht.
Möchten sie noch jemanden grüßen? Ja, natürlich. Den hektischen Autofahrer mit Schurrbart, der es geschafft hat, mich zu überholen und dabei ein Schild zu übersehen, die beiden neuen Katzen der Nachbarn, die hoffentlich nicht der Kampflust meiner Pelztochter zum Opfer fallen und A., die in diesen Tagen dafür sorgt, dass ich genug zum Lächeln habe. Außerdem gehen Grüße an all die verhinderten Trainer und Experten, die mich mit Weisheiten über den Weltfußball bewerfen: Ich bin nicht beeindruckt.