Schrumpelfinger
Dunkel. Draußen ist es schon lange dunkel und ich genieße diesen Zustand. Wirklich. Da gibt es Menschen, die mir einreden wollen, dass ich das Sonnenlicht brauche. Vielleicht ist das so, aber ich brauche nicht so viel. Ich bin ein Nachtschattengewächs. Glaube ich. Oder eben doch ein Vampir, dieser Gedanke verfolgt mich schon lange. Oder ich verfolge den Gedanken. Ich bin mir da nicht sicher. Ein Vampir, ja, das würde alles erklären. Alles. Nicht alles, aber das meiste. Die Dunkelheit und ich. Kaum ist der Herbst da, kaum werden die Tage kürzer, da kommt sie. Sie, meine Anti-Herbstdepression. Nein, anders: Meine Herbst-Anti-Depression. Wenn ich auf die Uhr sehe - so wie heute - und es ist gerade mal 16.30 Uhr oder halb fünf, dann ist es draußen dunkel und in mir wird es hell. Den ganzen Tag ist es so, weil ich das Gefühl habe, dass die Nacht stärker wird. Natürlich, so ist es ja auch, die Tage werden kürzer. Wunderbar. Und kaum jemand, nein, niemand versteht es. Wie schade. Ich fühle mich in diesen Tagen so kraftvoll, dass ich meine Energien gar nicht mehr verwalten kann: Was ich heute geschafft habe, ist schon wirklich großartig. Leider kann ich mir nicht die ganze Zeit auf die Schulter klopfen, davon bekomme ich Schmerzen. In der Hand und in der Schulter. Oh, und es gibt noch eine ganze Menge Dinge zu verbessern, keine Frage - aber in diesen Tagen bin ich mir sicher, dass ich alles schaffe. Wie fein. Ja.
Morgen kann ich alles noch weiter verbessern, morgen werde ich jemanden beraten, der meine Hilfe im Internet braucht. Oh, ich werde gefragt, allein das sollte meine Füße kitzeln und mich glücklich machen. Was mich ein wenig stört, ist jedoch die Tatsache, dass es zu wenig Sekunden am Tag gibt, dass die Zeit mir wie Wasser durch die Finger rinnt. Wasser. Ich weiß noch, wie ich früher, oh, sehr viel früher in der Badewanne saß und versuchte das Wasser in dem von meinen Händen geformten Trichter so lange wie möglich zu halten. Irgendwo tropfte es immer, mein Hände sind keine Tupperdose. Und ich säße gern mal wieder einen Abend in der Badewanne, erfreute mich an verschrumpelten Fingern und einem warmen Körper, den ich dann in mein Bett rolle. Ohne Badewanne findet das Szenario aber leider nicht statt. Schade. Schrumpelige Finger fand ich schon immer besonders interessant und das Quietschen, das entstand, wenn ich die überaus sauberen Finger aneinander rieb. Ich brauche eine Badewanne. Dringend. Und mehr Zeit. Noch dringender.
Ins Bett, ins Bett, dort ist dann alles. Anders. Und Niesen muss ich schon wieder. Gesundheit, Herr Sengbusch. Vielleicht habe ich mich bei meiner Katze angesteckt. Nein. Bestimmt nicht. Geh jetzt ins Bett, Armin! Ja, mache ich ja.
Grüße. Klar. Unbekannterweise zurück an M., ich kann auch positiv sein. Manchmal. An B., der Austausch gestern und auch heute war befruchtend und ich hoffe auf einer Fortsetzung, an die UKE-Benutzerin und an M., der heute so müde ist - immerhin habe ich Dir ein wenig Arbeit abgenommen. An V., weil ich einfach zu vergesslich bin und an C. - dauernd, immer wieder und jetzt. Allen wünsche ich die Nacht als Freund und so viel Kraft, wie ich zurzeit habe: Ich verschenke gern Pakete, melde sich, wer kann.
Morgen kann ich alles noch weiter verbessern, morgen werde ich jemanden beraten, der meine Hilfe im Internet braucht. Oh, ich werde gefragt, allein das sollte meine Füße kitzeln und mich glücklich machen. Was mich ein wenig stört, ist jedoch die Tatsache, dass es zu wenig Sekunden am Tag gibt, dass die Zeit mir wie Wasser durch die Finger rinnt. Wasser. Ich weiß noch, wie ich früher, oh, sehr viel früher in der Badewanne saß und versuchte das Wasser in dem von meinen Händen geformten Trichter so lange wie möglich zu halten. Irgendwo tropfte es immer, mein Hände sind keine Tupperdose. Und ich säße gern mal wieder einen Abend in der Badewanne, erfreute mich an verschrumpelten Fingern und einem warmen Körper, den ich dann in mein Bett rolle. Ohne Badewanne findet das Szenario aber leider nicht statt. Schade. Schrumpelige Finger fand ich schon immer besonders interessant und das Quietschen, das entstand, wenn ich die überaus sauberen Finger aneinander rieb. Ich brauche eine Badewanne. Dringend. Und mehr Zeit. Noch dringender.
Ins Bett, ins Bett, dort ist dann alles. Anders. Und Niesen muss ich schon wieder. Gesundheit, Herr Sengbusch. Vielleicht habe ich mich bei meiner Katze angesteckt. Nein. Bestimmt nicht. Geh jetzt ins Bett, Armin! Ja, mache ich ja.
Grüße. Klar. Unbekannterweise zurück an M., ich kann auch positiv sein. Manchmal. An B., der Austausch gestern und auch heute war befruchtend und ich hoffe auf einer Fortsetzung, an die UKE-Benutzerin und an M., der heute so müde ist - immerhin habe ich Dir ein wenig Arbeit abgenommen. An V., weil ich einfach zu vergesslich bin und an C. - dauernd, immer wieder und jetzt. Allen wünsche ich die Nacht als Freund und so viel Kraft, wie ich zurzeit habe: Ich verschenke gern Pakete, melde sich, wer kann.