Tagewerk
Ein guter Tag. Ja. Ich bin vermutlich anspruchslos geworden, aber ich empfinde diesen Tag als gut. Vieles habe geschafft, erledigt, war zwar nicht immer erfolgreich, aber ich habe etwas bewegt und ich bin stolz auf das, was ich sehe. In meiner kleinen Zeitung, die für manche wirklich wichtig ist. Für mich ja letztlich auch, schließlich versucht sie, mich zu ernähren. Oder ich versuche mich durch sie zu ernähren. Durch sie, mit ihr. Ich muss noch immer allem eine Seele geben, alles bekommt Namen und alles hat ein Gesicht. In meinem Kopf. "Nur Metall", sagen einige Menschen über meinen Wagen, für mich ist es Frau Feenblau, ist sie etwas Besonderes. Und so sehe ich auch meine Zeitung, auch wenn ich ihr keinen weiteren Namen gebe.
Weil ich es gelungen fand, lasse ich den Auszug aus einer Kurznachricht, die ich heute verschickte, hier erscheinen. Seltsam, wie langsam die Menschen begreifen.
"Ich suche keine Worte, ich habe selbst genug davon und erfinde immer wieder neue. Wenn ich es will. Aber ich finde es beschämend, dass immer weniger Menschen die Sprache des Landes beherrschen, in dem sie aufwachsen. Und diesen Menschen gäbe ich gern einen Wortkasten, so wie andere einen Farbkasten benutzen, um die Bilder in ihrem Kopf auf ein Stück Papier zu bringen, um zu üben, welche Farben zueinander passen, was geschieht, wenn sie Blau und Gelb miteinander mischen."
Ich bin müde, ich wollte schon lange im Bett sein und dem Röcheln von Darth Vader lauschen. Allein den Namen zu schreiben und ihn dann wieder zu lesen, jagt mir einen wohligen Schauer über den Rücken. Gut. Ich gehe ins Bett und lasse mich noch einmal berieseln, ich brauche für den morgigen Tag auch ein wenig Kraft, wenngleich ich weiß, dass ich am Abend meine Ruhe mit C. finden werde. Ein guter Lichtpunkt für den Tag.
Schluss. Aber: Grüße. Genau. An die Frau aus dem Nachbarort, an M. in London und an P. in München - jeder bekommt, was er verdient. An meine Katze, die das Handtuch nach dem Regen mittlerweile vehement einfordert und an C. - natürlich. Die Mitte der Woche und ich habe T. vergessen. Wie. Ärgerlich. Ich wünsche allen einen wachen Geist und ein wenig Gelassenheit.
Weil ich es gelungen fand, lasse ich den Auszug aus einer Kurznachricht, die ich heute verschickte, hier erscheinen. Seltsam, wie langsam die Menschen begreifen.
"Ich suche keine Worte, ich habe selbst genug davon und erfinde immer wieder neue. Wenn ich es will. Aber ich finde es beschämend, dass immer weniger Menschen die Sprache des Landes beherrschen, in dem sie aufwachsen. Und diesen Menschen gäbe ich gern einen Wortkasten, so wie andere einen Farbkasten benutzen, um die Bilder in ihrem Kopf auf ein Stück Papier zu bringen, um zu üben, welche Farben zueinander passen, was geschieht, wenn sie Blau und Gelb miteinander mischen."
Ich bin müde, ich wollte schon lange im Bett sein und dem Röcheln von Darth Vader lauschen. Allein den Namen zu schreiben und ihn dann wieder zu lesen, jagt mir einen wohligen Schauer über den Rücken. Gut. Ich gehe ins Bett und lasse mich noch einmal berieseln, ich brauche für den morgigen Tag auch ein wenig Kraft, wenngleich ich weiß, dass ich am Abend meine Ruhe mit C. finden werde. Ein guter Lichtpunkt für den Tag.
Schluss. Aber: Grüße. Genau. An die Frau aus dem Nachbarort, an M. in London und an P. in München - jeder bekommt, was er verdient. An meine Katze, die das Handtuch nach dem Regen mittlerweile vehement einfordert und an C. - natürlich. Die Mitte der Woche und ich habe T. vergessen. Wie. Ärgerlich. Ich wünsche allen einen wachen Geist und ein wenig Gelassenheit.