Eine ganze Woche

Nein-nein, es ist wahrlich nicht so, dass nichts geschähe, dass es keine Erlebnisse gäbe, die es wert wären, festgehalten zu werden. Moment, ich halte sie eben fest, dann können sie nicht mehr weg. Nicht mehr weg. Nein, nicht mehr. Weg. Am Ende kann ich nicht mehr weg, es ist mal wieder alles viel zu viel. Arbeit. Ich komme nicht dagegen an, das Geld bleibt knapp und ich suche nach Ruhe, um wieder Kraft zu finden. Finden. Ich finde nicht viel, aber immer wieder Arbeit. Es ist so lästig, dieses Gefühl. Dieses Gefühl, niemals fertig zu werden, mich immer weiter von dem Weg zu entfernen, den ich eigentlich beschreiten will. Anstrengend. Zerrissen. Irgendwo dazwischen. Und ich stecke in den kleinen Fetzen, die ich nicht wieder zusammenfügen kann. Es erschlägt mich, es erdrückt mich. Der Urlaub im Dezember rückt mehr und mehr ins Reich der Utopie und das macht mich müde. Nein, es macht mich krank, es ist und es bleibt ein Fass ohne Boden. Unruhig bin ich und flüchte immer wieder, unruhig bin ich und ich suche immer wieder. Die Gleichgesinnte gibt mir, was mir sonst niemand geben kann, für den Rest muss ich selbst sorgen - und kann es nicht. Anstrengend. Keine Frage. Wohin, wohin? Nach Mexiko. Nein, da ist es mir zu warm. Ich weiß auch nicht, wohin. Es soll nur endlich mal alles funktionieren, ich will nicht immer ständig ein Loch neben dem anderen sehen, dass ich stopfen muss. Müde, so müde. Gar nicht groß, ganz sicher nicht artig. Einfach nur müde und erschöpft - und ich wünschte, dieser Zustand änderte sich irgendwann einmal. Am besten schon bald. Eine ganze Woche habe ich nichts geschrieben, selbst dafür fehlt mir momentan Kraft und Lust.

Zuletzt geschrieben

Newsletter

captcha