Mit latentem Brechreiz

Hm. Der erste Schritt ist getan, im Forum der Zeitung habe ich meine Bankrotterklärung abgegeben. So. Mir ist übel, es ist alles falsch und alles richtig, was ich nun mache. Keine Frage, ich kann die Zeitung nicht weiter aufrecht erhalten, nicht unter diesen Bedingungen, nicht, wenn ich jeden Monat dafür bezahle, dass andere ihren Spaß haben, dass andere lesen können. Nein. "Wenn Du schon kein Geld bekommst, dann ist es auch egal, woher es kommt" - Danke AltA, für diesen Satz. Leicht fällt mir das alles aber dennoch nicht, es ist und bleibt mein Baby, das ich groß gezogen habe, dass durch mich und mit mir erwachsen wurde, ein "Tempel" und eine "Institution" - sagen einige Leser. Wie auch immer, es schmerzt, diese Zeitung aufgeben zu müssen. Einsam und verlassen fühle ich mich, vielleicht auch ein wenig verachtet, nein, missachtet - und vermutlich habe ich die Situation einfach falsch eingeschätzt. Oder ich bin der falsche Mann am richtigen Platz. Irgendjemand wird es ganz sicher wissen, ich nicht. Puh, mir ist wirklich übel und ich werde das Bett bis morgen Mittag nicht mehr verlassen. Ganz sicher. Ich kann nicht gehen, mir fehlt die Kraft. Aber der Wind, der beim Zuschlagen einer Tür entsteht, wird auch eine neue öffnen. Glaube ich. Und vielleicht geht es mir ab Januar dann auch grundsätzlich etwas besser, ein wenig mehr Freiraum für meinen Kopf. Was dann kommt, das weiß ich noch nicht. Ich arbeite an meiner Zukunft. Klingt erwachsen. Schlecht ist mir aber immer noch.

Keine Grüße.

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