Verschleuderte Gedanken
Ich will nicht undankbar sein, dieser Tag war gut - wenn auch ein wenig seltsam. Ich habe wirklich viel gearbeitet und ich habe zum ersten Mal wieder gute Vorschau-Berichte geschrieben. Zum ersten Mal seit langer Zeit. Es fällt mir schwer, die Kraft dafür aufzubringen und dass es heute funktionierte, liegt vermutlich an der Aussicht, im November drei Tage Urlaub zu haben. Drei Tage. Ein verlängertes Wochenende für die meisten Menschen, für mich sollte es erst einmal reichen. Hrmpf. Es sollte, denn es ist mir definitiv zu wenig. Zu wenig. Und ich will diese drei Tage nutzen, ich will schreiben, will meinen Kopf leeren und am Ende des Abends glücklich sein, so viel geschrieben zu haben. Richtig schreiben, keine Texte für die Zeitung, richtig schreiben, meine Gedanken mit meinem Herz vermischen lassen und mich selbst durch den Kopf, durch innere Welt schicken, nicht wieder zurückkommen und doch irgendwann ankommen. Ja. Das alles in drei Tage gepresst, allein sein und die Ruhe genießen, wieder durstig sein, andere Menschen zu sehen, mich mit ihnen auszutauschen. Ich habe am vergangenen Sonntag mitgezählt: Es waren 47 Menschen, mit denen ich innerhalb von 150 Minuten telefoniert habe. Eine Überdosis. So ähnlich wie der Besuch in diesem gigantischen Supermarkt, in dem die Gleichgesinnte und ich "nur rasch eine Kleinigkeit" einkaufen wollten. Furchtbar. Diese Massen. Vollkommen benebelt meine Augen, meine Ohren, meine Nase. Meine Sinne betäubt und ich planlos und hektisch. Hu. Ruhe. Alles so schnell und hektisch in diesen Tagen, bald bin ich hier, bald bin ich da, dann ist der Schreibtisch immer voll und mein Kopf auch. Unzufrieden bin ich, weil sich nicht immer alles so entwickelt, wie ich es will. Hm. Will. Smith. Independence Day. Und ich will wieder eine Geschichte schreiben, am Buch weiter arbeiten. Vor wenigen Minuten haben die Gleichgesinnte und ich "8 Mile" gesehen, eine Stärkung des Selbstbewusstseins. Jeder von uns wird es schaffen, gleichwohl der Weg noch lang ist. Noch lang? Hrmpf. Ich weiß gar nicht, wo mein Weg begonnen hat, wie soll ich dann wissen, wann er endet? Es ist ein wenig wie früher beim Aufblasen der Luftballons, bei denen ich immer dachte, dass sie platzen müssten, aber es ging doch immer noch Luft hinein. Wann ist er prall und rund, fliegt beim leichten Berühren federleicht weich durch das Zimmer? Wann bin ich wieder federleicht, liege auf dem Rücken im Bett und kann mit geschlossenen Augen durch das Zimmer schweben. Ja, ich denke, das ist das Ziel, dorthin will ich wieder kommen. In Ruhe. Nicht mehr nörgeln, nicht mehr quengeln. Aber ich weiß deswegen immer noch nicht, wo ich stehe, wie weit ich bin. Die Übersicht verloren. Mist. Und morgen betäube ich mich wieder mit Arbeit und dem Zwang, mich aufrecht zu halten. Na, prima.
Das Wochenende wird lang und garstig, dieser Feiertag am Montag nervt mich schon jetzt. Sollte mich irgendjemand fragen, wie ich denn diese freie Zeit verbringe, lege ich entweder einfach auf und springe mit geschliffenen Fingernägeln diesem Menschen in den Rücken. Alle haben frei, ich arbeite. Und ich quengle und ich nörgle. Mit einem von beidem muss Schluss sein, am besten mit beidem.
So. Mal wieder eine Handvoll Grüße. An AltA und das kleine A. im Nachbarland, Kongruenz im Sehen von Filmen ist eine feine Sache. An meine Lieblingskatze, die so widerlich stinken kann und an die, die daran glauben, dass meine Zeitung gut ist. Genau, Grüße. Und an die Gleichgesinnte, weil es sonst in diesen Tagen gar kein Glück gäbe - und so gibt es immer genug. Für mich. Verschiedene Schuhe. So. Und jetzt ist Ruhe, jetzt grüße ich noch mein Bett, die große Decke, die schon großartig warm ist und den Schlaf, den ich nun finde. Gute Nacht, Armin.
Das Wochenende wird lang und garstig, dieser Feiertag am Montag nervt mich schon jetzt. Sollte mich irgendjemand fragen, wie ich denn diese freie Zeit verbringe, lege ich entweder einfach auf und springe mit geschliffenen Fingernägeln diesem Menschen in den Rücken. Alle haben frei, ich arbeite. Und ich quengle und ich nörgle. Mit einem von beidem muss Schluss sein, am besten mit beidem.
So. Mal wieder eine Handvoll Grüße. An AltA und das kleine A. im Nachbarland, Kongruenz im Sehen von Filmen ist eine feine Sache. An meine Lieblingskatze, die so widerlich stinken kann und an die, die daran glauben, dass meine Zeitung gut ist. Genau, Grüße. Und an die Gleichgesinnte, weil es sonst in diesen Tagen gar kein Glück gäbe - und so gibt es immer genug. Für mich. Verschiedene Schuhe. So. Und jetzt ist Ruhe, jetzt grüße ich noch mein Bett, die große Decke, die schon großartig warm ist und den Schlaf, den ich nun finde. Gute Nacht, Armin.