Nach mir das Bett

Mittwoch, Mittwoch. Ich sollte arbeiten, aber ich bleibe ruhig. Im Bett. Musik im Ohr, alles läuft dort durcheinander, alles mischt sich dort oben. Die Bilder und die Sätze in meinem Kopf mit den Klängen. Ich mag mich nicht entscheiden, was ich hören will, ich lasse mich treiben. Am liebsten bliebe ich den ganzen Tag im Bett, aber ich muss um 18 Uhr bei SK sein, um dort zu helfen. "Doch hoffentlich nicht umsonst?", fragte mich T. gestern Abend, als wir den nächsten Kinotermin absprachen. Nicht umsonst. Nein. Oder besser: Ich weiß es nicht. Ich glaube, ich bekomme ein Stück Kuchen und einen festen, ehrlichen Händedruck. Ist das umsonst? Hm. Geld. Natürlich hat T. Recht, ich muss darauf achten, dass ich hin und wieder auch mal entlohnt werde, ich mache vieles einfach so, weil jemand Hilfe braucht und ich sie leisten kann. Vielleicht ist mein Glaube, dass ich das, was ich gebe, auch irgendwann einmal zurückbekomme, vollkommen irrsinnig. Ich weiß es nicht. Nicht. Nein. Nein, ich denke nicht, dass das so irrsinnig ist, ich bekomme auch viel zurück. Viel zurück. Aber der Abende heute stört mich dann doch, schließlich wollte ich heute die Gleichgesinnte fotografieren, aber das wird wieder nichts, ich kann es schon spüren. Bei SK dauert es länger und ich werde die Fotos auch heute nicht machen können. Dabei bliebe ich am liebsten im Bett. Schlafen, erholen. Und die Arbeit bleibt liegen.

Ich mache mich jetzt mal besser auf und davon. Aufstehen, der ruhige Tag ist vorbei. Und vielleicht fällt mir auf der Fahrt noch etwas ein, das sich nach einer Lösung anfühlt, eine Lösung für das Problem des Seins, der Zeitung. Mal sehen. Ich fühlen. Mist. Und ich bin so müde.

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