Ein kleiner Tod
Hm. Wieder so ein seltsamer Tag. Seltsam, seltsam. Und wo ist überhaupt meine Brille, so kann ich nicht schreiben. Oben? Ja, ich glaube. Moment. Ja, wie fein - mein Kopf funktioniert noch. Wo war ich? Ach ja, ein seltsamer Tag. Abrupt begonnen, durch das Telefon und E. sanft, aber geweckt, ein früher Start in den hektischen Tag. Nicht einmal zum Laufen war noch Zeit, mit der Kamera unterwegs, viele und gute Fotos gemacht, wieder zu Hause, Bilder in den Rechner geschoben, die Akkus geladen, zum nächsten Spiel, viele und auch gute Bilder gemacht, unterwegs viel telefoniert, geschrieben und geredet, zugehört und viele Sätze im Kopf behalten, wieder nach Hause, Fotos in den Rechner, geschrieben, geschrieben, geschrieben - fertig. Ich und der Tag. Fertig. Und dann war endlich doch Zeit für die Laufschuhe, die Sandwege und die frische Luft. In der Dämmerung. So schnell. So fließend die Bewegungen. Fast wie früher. Fast. Am Ende war es anstrengend, da war es viel, da war es fast quälend. Aber gut. Sehr gut.
Hm. An diesem Punkt hätte alles gut sein können. Ein runder Tag, hektisch, aber doch mit einer Reihe von Höhepunkten, mit Lächeln und Lachen und auch guten Gefühlen. Es hätte. Nein. Ich habe mit meinem Lieblings-M telefoniert und ab Montag wird er nicht mehr für mich arbeiten. Klick. Eine Trennung. Ungewollt, aber unausweichlich. Ich habe mich entschieden, ich musste mich entscheiden. Fertig. Und traurig bin ich. Ein kleiner Tod, mir gefällt das nicht, die ganze Situation ist anstrengend. Ich kann M. gut leiden, sehr gut. Und er arbeitetet fantastisch. So gut, dass ich es selbst nicht besser machen könnte - oh, und das will wirklich etwas heißen. Hrmpf. Wie klingt denn das, wenn ich jetzt schreibe, dass ich ihn vermissen werde. Hm. Ist aber so. Ja, sicher, er lebt ja noch, wir werden sicher auch noch Kontakt halten, aber es ist schon etwas anderes. Hm. Nein, das ist eine unschöne Situation. Wirklich. Unschön und unabänderlich.Und für diesen Absatz habe ich Stunden gebraucht, weil meine Gedanken immer wieder wandern. Ich werde sie heute weglaufen lassen. Irgendwo hin, in die Wiesen, in die Felder. Als ich gestern Abend unterwegs war, standen überall Rehe auf den Felder, starrten mich mit diesen großen, dunklen Augen an, drehten ihre Köpfe, während ich vorbeilief. Ich habe ihnen zugewunken, sie haben sich nicht bewegt. Aber ich glaube, sie haben gelächelt. Ein wenig. Ich wundere mich immer, wie Tiere auf mich reagieren, dass sich mich nicht angreifen, dass sie nicht vor mir davonlaufen. Ich steige sicher nicht in den Löwenkäfig oder schwimme mit den Krokodilen um die Wette, aber die Eichhörnchen sitzen mitunter fast auf meiner Schulter, das Reh, das ich heute zuletzt sah, hätte ich fast berühren können. Manchmal. Ach, nein, das schreibe ich jetzt nicht, das denke ich mir.
Ich sollte schlafen, ich brauche noch ein wenig Ruhe, bevor ich mich morgen, heute wieder an die Arbeit mache. Und am Abend bin ich in Kiel, Grillen und Sushi - eine krude Mischung, eine wilde Party denke ich und Spaß wird es sicher machen. Keine Frage. Und ich sollte vorher noch schlafen. Oh, und S. wird sich hoffentlich melden. Hm. Ja. Und jetzt gehe ich wirklich ins Bett.
Ich grüße meinen Lieblings-M.
Hm. An diesem Punkt hätte alles gut sein können. Ein runder Tag, hektisch, aber doch mit einer Reihe von Höhepunkten, mit Lächeln und Lachen und auch guten Gefühlen. Es hätte. Nein. Ich habe mit meinem Lieblings-M telefoniert und ab Montag wird er nicht mehr für mich arbeiten. Klick. Eine Trennung. Ungewollt, aber unausweichlich. Ich habe mich entschieden, ich musste mich entscheiden. Fertig. Und traurig bin ich. Ein kleiner Tod, mir gefällt das nicht, die ganze Situation ist anstrengend. Ich kann M. gut leiden, sehr gut. Und er arbeitetet fantastisch. So gut, dass ich es selbst nicht besser machen könnte - oh, und das will wirklich etwas heißen. Hrmpf. Wie klingt denn das, wenn ich jetzt schreibe, dass ich ihn vermissen werde. Hm. Ist aber so. Ja, sicher, er lebt ja noch, wir werden sicher auch noch Kontakt halten, aber es ist schon etwas anderes. Hm. Nein, das ist eine unschöne Situation. Wirklich. Unschön und unabänderlich.Und für diesen Absatz habe ich Stunden gebraucht, weil meine Gedanken immer wieder wandern. Ich werde sie heute weglaufen lassen. Irgendwo hin, in die Wiesen, in die Felder. Als ich gestern Abend unterwegs war, standen überall Rehe auf den Felder, starrten mich mit diesen großen, dunklen Augen an, drehten ihre Köpfe, während ich vorbeilief. Ich habe ihnen zugewunken, sie haben sich nicht bewegt. Aber ich glaube, sie haben gelächelt. Ein wenig. Ich wundere mich immer, wie Tiere auf mich reagieren, dass sich mich nicht angreifen, dass sie nicht vor mir davonlaufen. Ich steige sicher nicht in den Löwenkäfig oder schwimme mit den Krokodilen um die Wette, aber die Eichhörnchen sitzen mitunter fast auf meiner Schulter, das Reh, das ich heute zuletzt sah, hätte ich fast berühren können. Manchmal. Ach, nein, das schreibe ich jetzt nicht, das denke ich mir.
Ich sollte schlafen, ich brauche noch ein wenig Ruhe, bevor ich mich morgen, heute wieder an die Arbeit mache. Und am Abend bin ich in Kiel, Grillen und Sushi - eine krude Mischung, eine wilde Party denke ich und Spaß wird es sicher machen. Keine Frage. Und ich sollte vorher noch schlafen. Oh, und S. wird sich hoffentlich melden. Hm. Ja. Und jetzt gehe ich wirklich ins Bett.
Ich grüße meinen Lieblings-M.