Kein Feiertag
Spät, erst sehr spät fiel ich gestern, nein, heute Morgen ins Bett, lag noch lange wach und grübelte. Dennoch schlief ich gut und wohl, doch nach getaner Arbeit habe ich das Gefühl, dass ich krank werde. Nicht im Kopf, nicht im Herz, sondern im Körper. Eine Erkältung, irgendein Virus - ich kann ihn fühlen. Ich bin schon jetzt müde, immer wieder jagen Hitzewellen durch meinen Körper und meine Augenlider sind bleischwer. Müde. Nein, das ist es nicht. Ich bin mir sicher, dass ich krank werde. Oder ich bilde es mir nur ein, weil das beste Ypsilon von allen zurzeit an einer Erkältung leidet. Ich habe ihr aufgetragen, dass sie in den kommenden Tagen zu Hause bleiben soll, ich schaffe die Arbeit schon allein. Denke ich. Selbst wenn ich es nicht schaffe, so ist die Gesundheit immer wichtiger. Vielleicht bleibe ich deshalb morgen auch den ganzen Tag im Bett, um mich auszukurieren oder den Viren zu zeigen: Bei mir könnt ihr euch nicht ausruhen, eher ruhe ich mich selbst aus.
Eine Jagdspinne habe ich heute gefangen, eine dieser großen, hektischen, schwarzen Krabblerinnen. Sie saß an der Wand am unteren Ende der Treppe und grinste mich vorwitzig an - sie wusste, dass ich ihr nichts tun würde, aber ich habe sie in einem großen Glas gefangen und mit zum Schreibtisch genommen, damit sie mir - unfreiwillig, ich gebe es zu - Gesellschaft leistet. Und sie hat das getan, hat den ganzen Abend nahezu regungslos zugesehen, wie ich meine Arbeit verrichtete, während ich mir nebenbei wieder Gedanken darüber machte, wie es wäre, so eine Spinne als Haustier zu haben. Sicherlich unsinnig, auf eine seltsame Art faszinieren mich Spinnen. Oh, ich möchte mich nicht in ihnen baden, aber ich sehe ihnen gern zu, sie sind so berechenbar unberechenbar. Ich fasse sie nicht gern an, aber ich sehe ihnen zu. So ähnlich verhielte es sich mit dem Chamäleon, dass ich gern in einem Terrarium hielte. Nein, das werde ich nicht, weil ich es nicht mag, wenn Tiere ihr Leben hinter Glas verbringen müssen - auch wenn das Chamäleon vielleicht denkt, dass ich mein Leben hinter Glas verbringe. Nein. Aber ich sehe diese Tiere einfach gern, ich mag sie. Ein Terrarium mit Spinnen und Chamäleonen. Ach, und das ist zwar falsch geschrieben, aber ich weigere mich "Chamäleons" zu tippen. An dieser Stelle Grüße an A., die immer noch im Tessin weilt.
Was mich an den Wochenenden wirklich ärgert, ist, dass ich keine freien Tage habe. Gut, ich kann entscheiden, wann ich arbeite, aber die Wochenenden unterliegen nicht meiner Planung, da muss ich mich dem fügen, was die Spielpläne bieten. Während alle anderen ausschlafen, sich zu wundervollen gemeinschaftlichen Essen treffen oder einfach willenlos durch einen Park laufen, sitze ich irgendwo und arbeite. Hm. Nein, ich will nicht in einen Park und diese Treffen, bei denen so viel gegessen und geredet wird, will ich auch nicht genießen. Aber ich hätte gern die Option. Und einmal zwei Tage Ruhe. Ich meine zwei Tage hintereinander Ruhe. Was für ein Fest. Und ich bitte noch einmal darum, dass keine Feiertage mehr anstehen, denn an diesen Tagen ist es mit der Arbeit dann immer ganz arg. Puh. Ich quengle. Das ist kein Zeichen für eine Krankheit, denn das tue ich ja immer, aber ich bin davon genervt. Deswegen muss ich krank sein. Ich sollte ins Bett gehen. Schnell.
Grüße. Schnell. An das beste Ypsilon von allen, das hoffentlich bald wieder gesund ist, an P. in München, bei der ich mittlerweile ganz sicher bin, dass sie mich versteht und an C. - natürlich, ich brauche dringend Vitamin C, deswegen bin ich auch so kränkelnd. Und morgen gibt es ein positives Montagsbild, das verspreche ich mir und allen anderen Kranken, die sich lieber nicht zu den normalen, gesunden Menschen zählen möchten.
Eine Jagdspinne habe ich heute gefangen, eine dieser großen, hektischen, schwarzen Krabblerinnen. Sie saß an der Wand am unteren Ende der Treppe und grinste mich vorwitzig an - sie wusste, dass ich ihr nichts tun würde, aber ich habe sie in einem großen Glas gefangen und mit zum Schreibtisch genommen, damit sie mir - unfreiwillig, ich gebe es zu - Gesellschaft leistet. Und sie hat das getan, hat den ganzen Abend nahezu regungslos zugesehen, wie ich meine Arbeit verrichtete, während ich mir nebenbei wieder Gedanken darüber machte, wie es wäre, so eine Spinne als Haustier zu haben. Sicherlich unsinnig, auf eine seltsame Art faszinieren mich Spinnen. Oh, ich möchte mich nicht in ihnen baden, aber ich sehe ihnen gern zu, sie sind so berechenbar unberechenbar. Ich fasse sie nicht gern an, aber ich sehe ihnen zu. So ähnlich verhielte es sich mit dem Chamäleon, dass ich gern in einem Terrarium hielte. Nein, das werde ich nicht, weil ich es nicht mag, wenn Tiere ihr Leben hinter Glas verbringen müssen - auch wenn das Chamäleon vielleicht denkt, dass ich mein Leben hinter Glas verbringe. Nein. Aber ich sehe diese Tiere einfach gern, ich mag sie. Ein Terrarium mit Spinnen und Chamäleonen. Ach, und das ist zwar falsch geschrieben, aber ich weigere mich "Chamäleons" zu tippen. An dieser Stelle Grüße an A., die immer noch im Tessin weilt.
Was mich an den Wochenenden wirklich ärgert, ist, dass ich keine freien Tage habe. Gut, ich kann entscheiden, wann ich arbeite, aber die Wochenenden unterliegen nicht meiner Planung, da muss ich mich dem fügen, was die Spielpläne bieten. Während alle anderen ausschlafen, sich zu wundervollen gemeinschaftlichen Essen treffen oder einfach willenlos durch einen Park laufen, sitze ich irgendwo und arbeite. Hm. Nein, ich will nicht in einen Park und diese Treffen, bei denen so viel gegessen und geredet wird, will ich auch nicht genießen. Aber ich hätte gern die Option. Und einmal zwei Tage Ruhe. Ich meine zwei Tage hintereinander Ruhe. Was für ein Fest. Und ich bitte noch einmal darum, dass keine Feiertage mehr anstehen, denn an diesen Tagen ist es mit der Arbeit dann immer ganz arg. Puh. Ich quengle. Das ist kein Zeichen für eine Krankheit, denn das tue ich ja immer, aber ich bin davon genervt. Deswegen muss ich krank sein. Ich sollte ins Bett gehen. Schnell.
Grüße. Schnell. An das beste Ypsilon von allen, das hoffentlich bald wieder gesund ist, an P. in München, bei der ich mittlerweile ganz sicher bin, dass sie mich versteht und an C. - natürlich, ich brauche dringend Vitamin C, deswegen bin ich auch so kränkelnd. Und morgen gibt es ein positives Montagsbild, das verspreche ich mir und allen anderen Kranken, die sich lieber nicht zu den normalen, gesunden Menschen zählen möchten.