Noch nicht ganz

Gut, das war für den Anfang nicht schlecht: Die vergangenen Woche betrachte ich als arbeitsintensiv und erfolgreich. Noch so eine Ansammlung von Tagen und ich kann wieder ungehemmt lächeln - das wäre doch mal eine gute Sache. Finde ich. Und in der kommenden Woche stehen noch ein paar interessante Gespräche auf dem Speiseplan, ich muss mich nur immer wieder motivieren können. Zurzeit fällt es mir schwer, aber ich beiße die Zähne zusammen, auch wenn die Zunge mitunter noch dazwischen steckt. Eine Pause. Sie wird kommen, ich weiß es. Wenn ich noch ein paar Tage durchhalte, dann kann ich mal einen oder vielleicht auch zwei Tage pausieren.

Ah. Und wenn AltA mich heute nicht daran erinnert hätte, dann wäre der Jahrestag an mir vorbeigelaufen: So habe ich ihm ein Bein gestellt und mit die Käseglocke vor Augen gehalten. Erinnerungen. Manchmal sind sie auch sehr ordentlich. Finde. Wenngleich in den vergangenen Tagen oft an dusselige Dinge dachte, die ich am liebsten vergessen hätte. Am liebsten. Kindheitserinnerungen. Naja. Mir fällt dann immer die Szene aus "Blade Runner" ein, in der dieser Replikant ganz ruhig sagt: "Meine Mutter? Ich erzähl' ihnen was von meiner Mutter..." - und dann zieht er seine Pistole. Genau. Mein Vater? Ich erzähle mal was von meinem... ach, das ist er ja gar nicht. Nun, wie dem auch sei, ich kann ja nicht alles haben. Und wie meine Mutter immer so schön sagt: Er hat ja auch seine guten Seiten. Ihr Mann. Äh, wo war ich noch. Ach ja, die Erinnerungen. Ach nein, die lasse ich jetzt da wo sie sind, das wird mir hier zu anstrengend. Ich liege nicht auf der Couch, sondern sitze an meinem Schreibtisch.

Müde bin ich, der Tag war lang und morgen wird es nicht einfach. B. hat es gut und hat Semesterferien, ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass ich so etwas Mal gehabt habe. Ich habe schließlich auch nie richtig studiert. Nö. Schlimm genug war das in der Uni, wobei das Positive definitiv S. war, die ich damals kennen lernte. Damals. Hey, das sind schon wieder Erinnerungen: Finger weg!

Genau, ich mache jetzt die Rechner aus und gehe ins Bett.

Grüße. An Alta, den 13. und die Käseglocke, an meine nimmersatte Katze und an den Schnee. So viel und noch mehr will ich. An B. und das dumpfe Röcheln, an den kleinen König und die kleinen Löffel und an mich, weil ich finde, dass ich tapfer bin. In diesen Tagen. Na, warum auch nicht mal ein Lob für mich. Wer sich loben will, soll das bitte tun - ich halte es für eine gute Idee.

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