Schädelbrummen

Puh. Wo fange ich an? Am Anfang. Nein, lieber ganz hinten, das ist einfacher. Der Tag heute war einfach, problemlos. Zum Glück sind heute fast alle Spiele ausgefallen, so dass ich ein wenig durchatmen konnte. Warum? Ich meine, warum ich atmen wollte? Hm. Ich bin mit dem Verlauf der vergangenen Tage noch nicht ganz sicher, aber ich denke, diese Tage haben mir mächtig zugesetzt. Zum einen habe ich wirklich viel gearbeitet. Ich meine: wirklich viel. So viel, dass ich an nichts anderes mehr denken konnte und kann, dass ich nachts wachliege und überlege, was ich noch tun kann. Ich habe in der kommenden Woche noch einiges vor und vielleicht wird dann doch noch alles gut. Vielleicht. Ich bin mir nicht sicher, ob das alles klappt, ob die hastigen Zusagen auch eingehalten werden. Die kommenden Tage werden es zeigen. Ja.

Und dann auch noch das: Am Freitag bekomme ich das Referenz-Exemplar meines Buches, haltes mit zittrigen Fingern fest, um dann herauszufinden, dass die Rückseite nicht korrekt gedruckt ist. Oder: Sie ist gar nicht bedruckt worden, ein lästiger, ärgerlicher Fehler, der alles noch weiter hinauszögert. AltA meint, ich solle mich nicht beklagen, schließlich sei es schon großartig, dass das Buch schon so weit sei - letztlich hatte ich ja auch erst im Februar drucken lassen wollen. Naja. Trotzdem. Es ärgert mich, dass ich mich nun auch noch darum kümmern muss. Ja. Das hätte ich mir gern erspart. Wirklich.

Ah. Und diese Kopfschmerzen nerven, wenn ich das noch einmal erwähnen darf. Darf ich? Ja? Danke. Oh, bitte, gern geschehen.

Ja, und dann der Abend gestern. Zickiger hätte ich mich nicht verhalten können, ganz gleich wie schlecht es mir ging. Und ich weiß immer noch nicht, wie ich in dieses Loch gefallen bin. Vielleicht bin ich ausgerutscht, vielleicht ist das auch alles zu viel für mich. Eine Pause, oh ja. Statt im Bett zu bleiben, mich mit tumben Starren auf den Fernseher in Einsamkeit zu baden, hat B. mich überzeugt, unter Menschen zu gehen. Oh. In dieser Stimmung? Ja, und das war auch gut so. Absolut. Wie ich üebrredet wurde, kann ich allerdings nicht sagen, das ist auch mir unerklärlich. B. hat letztlich auch nichts getan, was mich hätte umstimmen können, die Einsicht kam plötzlich und unerwartet. Und dann war alles gut, so eine Nacht hätte ich gern häufiger, nur mit einem anderen Start. Ja, so ungefähr.

Und jetzt will ich mich beeilen, ich will noch lesen und, und, und noch irgendetwas anderes, das ich jetzt vergessen habe. Diesmal gibt es auch keine Grüße, ich bin froh, wenn ich mich selbst mal grüßen kann. Am besten winke ich mir gleich unter der Dusche zu. Genau.

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