Nur ganz rasch

So. Da bin ich, der Tag war kurz und ich bin müde. Wirklich. Die Laune ist noch gut, aber ich bin müde. Ich gähne, halte mir aber die Hand vor den Mund. Natürlich. Und ich bin müde. Schrieb ich das schon? Ja, ich denke schon. So viel erledigt habe ich heute und doch ist noch so viel liegen geblieben. Der Rest folgt dann morgen, ich schaffe es dann auch noch, ganz sicher. Und am Samstag nehme ich mir dann am Abend gar nichts vor, werde nach getaner Arbeit meinen Kopf auf irgendetwas betten. Irgendetwas, es müssen nicht Rosen sein. Vielleicht ein Kopfkissen. Vielleicht bette ich mich schon heute, es kann ja nichts schaden. Müde. Duschen sollte ich noch einmal, dringend. Und ich muss mich beim nächsten Einkauf daran erinnern, dass ich mir wieder das Vanilla Musk besorge: Zum einen will ich den Geruch wieder in der Nase haben, zum anderen braucht meine Haut auch ein wenig Flüssigkeit, Balsam, was auch immer - aber eben mit Vanille-Duft.

Die Zeit, die Zeit, die Zeit - mir fehlen Minuten und Stunden und ich brauche noch mehr. Ärgerlich. Ich bin immer zu spät in diesen Tagen, bin selbst schuld und beklage mich auch nicht. Aber ich ärgere mich, dass der Tag zu wenig Stunden hat. Nein, mehr schlafen möchte ich nicht, aber ich möchte mehr schaffen, erschaffen, erreichen. Zeit. Mensch. Mann. Das passt mir heute nicht. Ach, und ich wollte ja noch duschen, die Zeit fehlt mir sonst morgen. Na, auf unter das Wasser.

Grüße. An das beste Ypsilon von allen, morgen wird gelacht. Ha. An Alta, denn meine Daumen sind ganz platt gedrückt. An B. und den Montag. Äh, ja. An V.: Ich hoffe, ich vergesse morgen nicht wieder alles. Oh, und dann noch an meinen Kopf, den ich zwar noch nicht wieder gefunden habe, der sich aber hin und wieder meldet. Hallo. Mein Lächeln ist wieder da, ein kleiner Freudenschrei und das Umarmen der Welt ist wieder möglich.

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