Übermüde
Ein wenig seltsam ist es schon: Immer dann, wenn ich auf die Uhr sehe, ist es schon sehr spät. Oder eben auch sehr früh. Morgens. Vielleicht liegt es daran, dass ich vorher gar nicht auf die Uhr sehe, aber ich bin mir nicht sicher. Durch die Arbeit habe ich mich gekämpft, die Zeit verloren, dann vergessen und schließlich habe ich alles verbrannt. In meinem Kopf. Konfus. Ein wenig. Und übermüdet. Schlafen. Würde ich gern, aber daran kann ich noch nicht denken. Noch zu viel Bewegung in mir, um mich herum. Keine Ruhe finde ich. Und das ist sicher nicht neu, Herr Sengbusch. Nein, sicher nicht. Aber es ist dennoch anstrengend. Ich fühle mich wie Kaffee mit zu viel Milch: Kalt, nicht warm und der Geschmack gleicht eher der Milch als dem Kaffee. Ich würde jetzt gern schlafen. Bitte.