Kurze Pause
Ich weiß genau, wann ich die Rechner heute Morgen eingeschaltet habe. Ganz genau. Um 8.21 Uhr habe ich mit der Arbeit begonnen, oh, das bedeutet, dass ich die denkenden Freunde schon ein paar Minuten früher gerufen habe. Wie dem auch sei, ich sitze seit über 14 Stunden an den Rechnern und habe noch keine nennenswerte Pause gemacht, fast bin ich wenig stolz auf mich, wenn ich das Mitleid irgendwie übertönen kann. Ich arbeite ja freiwillig und will mich nicht beklagen. Aber. Es ist viel. Und heute ist es viel zu viel. So viel, dass mir immer noch etwas einfällt, was getan werden muss. Morgen stehe ich mit der Kamera an einem Standesamt und fotografiere. Die selben Menschen wie am Mittwoch, nur in anderem Gewand. Naja. Wem das Heiraten Spaß macht, der soll es genießen. Es ist nur immer ein wenig anstrengend, wenn die Menschen dort stehen und mich freudig zulächeln und erklären: "Das ist doch schön, nicht?" Hm. Was soll ich dann sagen? Ich soll gar nichts, ich sage auch nichts, sondern lächle zurück und deute ein Nicken an. Ich deute es an. Es könnte auch ein vertikales Kopfschütteln sein, aber das ist meine eigene Definition der Verneinung. Meine Möglichkeit, der Norm ein "Ja" zu reichen und mir ein "Nein" zu geben. Es gibt wirklich wenig Menschen, bei denen ich ein gutes Gefühl habe, wenn sie diesen Schritt vor den Standesbeamten, von den Altar machen. Ich habe lediglich ein schlechtes Gefühl, halte aber meinen Mund. Besonders dann, wenn ich die Menschen kaum kenne. Oder gar nicht, wie in diesem Fall. Ich kann erahnen, was geschehen wird, ich kann es fühlen, aber ich mag nicht hinsehen. Ich muss es aber dennoch, durch die Linse, vergrößert, ganz deutlich, die Tiefenschärfe einstellen und abdrücken. Puh. Dann kommen sie die Fragen. Warum denn ich noch nicht. Verheiratet? Nein, bitte. Keine Frauen, keine Kinder - das sind die Regeln. Zumindest fällt dieser Satz bei "Leon, der Profi" - da ist er anders gemeint, ich weiß. Schon gut.
Ich will wieder an die Arbeit, es gibt noch so viel zu tun und ich sehe die Zeitspanne für den Schlaf weiter schrumpfen. Zwei lange Texte noch, dann habe ich es fast geschafft. Fast. Es gibt noch so viele Kleinigkeiten. Und der Samstag schwebt eine Gewitterwolke über mir. Ich bin froh, dass es den Freitagabend gibt, der für Entspannung sorgen wird.
Ja, ich gehe schon wieder. Grüße noch. An D. aus München - das kann schon mal passieren. Und an das beste Ypsilon von allen. Von allen. Von wirklich allen. Und an C., weil es so ist. An die Menschen, die täglich hierher kommen und mir ein gutes Gefühl geben und an all diejenigen, die mir in diesen Tagen so viel Hass entgegen schleudern, aber die Kommunikation verweigern. Oh, ganz wichtig: An T., die einen neuen Arbeitsplatz gefunden hat - ich habe schon lange nicht mehr so gequiekt. Ihr, die ihr lest, genießt diesen Atemzug und lächelt. Danke.
Ich will wieder an die Arbeit, es gibt noch so viel zu tun und ich sehe die Zeitspanne für den Schlaf weiter schrumpfen. Zwei lange Texte noch, dann habe ich es fast geschafft. Fast. Es gibt noch so viele Kleinigkeiten. Und der Samstag schwebt eine Gewitterwolke über mir. Ich bin froh, dass es den Freitagabend gibt, der für Entspannung sorgen wird.
Ja, ich gehe schon wieder. Grüße noch. An D. aus München - das kann schon mal passieren. Und an das beste Ypsilon von allen. Von allen. Von wirklich allen. Und an C., weil es so ist. An die Menschen, die täglich hierher kommen und mir ein gutes Gefühl geben und an all diejenigen, die mir in diesen Tagen so viel Hass entgegen schleudern, aber die Kommunikation verweigern. Oh, ganz wichtig: An T., die einen neuen Arbeitsplatz gefunden hat - ich habe schon lange nicht mehr so gequiekt. Ihr, die ihr lest, genießt diesen Atemzug und lächelt. Danke.