Partystimmung

Der Tag war gut, ich bin zufrieden. Gut, das Fußballspiel ging verloren, aber das dient auch nur meinem Körper, damit ich weiterhin dünn bleibe. Es gibt keine dicken Schriftsteller. Glaube ich. Viel geschafft und es mischt sich ein wenig Erleichterung in meine Gedanken. Ein wenig. Nicht zu viel. Der SMS-Dienst, den ich eingerichtet habe, funktioniert tadellos, ich bin sehr angetan. Auch wenn das zusätzlich Arbeit bedeutet, so weiß ich, dass diese Idee für Aufregung sorgen wird. Ich schiebe mich immer weiter in das Laufrad hinein, aber ich weiß es und ich will es auch. Ich habe mich entschieden, das kommende Jahr zu nutzen und zu sehen, wie weit ich die Zeitung nach vorn bringen kann. Wenn es nicht klappt, wenn es nicht gut geht, dann werde ich es sehen. Aber bis zum Juli kommenden Jahres werde ich versuchen, Großes zu vollbringen. Schon jetzt sind die Leser begeistert und ich habe noch nicht alles umgesetzt, was in meinem Kopf an Ideen geboren wurde. Und wenn alles klappt, dann denke ich, dass ich ein paar Sorgen weniger auf dem Konto haben werde. Ich bin gespannt. Und wenn alles klappt, dann werde ich mich spätestens dann wieder mehr dem Schreiben widmen können. So viele Ideen, so viele Geschichten in meinem Kopf, die mich krank machen, wenn sie dort verfaulen. Aber ich bekomme das schon in den Griff, keine Frage. Irgendwie bekomme ich alles in den Griff.

Stimmen und Gelächter. Die neuen Nachbarn feiern ihre Einweihungsparty. Ich bin eingeladen und ich habe keine Lust. Nein, ich fürchte mich. Es sind zu viele Menschen, mir macht das Angst. Ein paar Minuten werde ich mich dort aufhalten, nicht viel länger. Etwas trinken, vielleicht muss ich mich unterhalten über Dinge, die mich nicht interessieren. Ja, davor fürchte ich mich. Und ich werde mich nicht verstellen, ich bin kein Partymensch, gleichwohl ich es sein kann. Unter gewissen Umständen. Aber. Ach. Es sind Menschen in meinem Alter dort, vermutlich noch jünger, aber sie leben in einer anderen Welt. In einer mir fremden. Vielleicht befinde ich mich auch auf dem falschen Planeten, ich bin falsch hier. Das denke ich immer wieder. Und nun bekomme ich Kopfschmerzen, ein guter Grund, um zu Hause zu bleiben oder den Abend schnell zu beenden. Ich fühle mich nicht gut bei diesem Gedanken, bei dem Gedanken mich dort unter die Menschen zu mischen. Das ist mir zu viel, ich sträube mich schon jetzt dagegen. Immer wieder komme ich mir vor wie ein Außerirdischer, darauf kann ich verzichten. Anstrengend. Diese Gedanken sind vermutlich überflüssig, aber ich kann sie nicht bremsen. Immer mehr Stimmen. Ich möchte warten, bis es dunkel wird. Noch ein paar Minuten, dann ist die Sonne gegangen und ich gehe ein paar Schritte. Hm. Hm. Hm. Das strengt mich an, Wirklich.

Mit wundem Kopf. Grüße. Nach Kanada, viele Gedanken sind dort. Und ich grüße W., die mich beruhigt hat - was wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Nicht zu vergessen D., die ich nun endlich anrufen kann. Und meine Katze, die wie ich unter der Hitze leidet, M., der seinen Internetanschluss gerade in seine Einzelteile zerlegt hat. MIr platzt der Kopf, ich verlasse mich jetzt und gehe zu dieser Party. Genießt die Nacht, ich versuche es auch.

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