Tropfenkunst
Tage des Schreckens. Es ist zu viel, ich kann es spüren - und das ist nicht einmal schwer. Ich finde den Ausgang nicht, es ist zu viel. Ich soll mich nicht beklagen, ich weiß, auch andere Menschen ziehen Lose, die schwer wiegen. Keine Frage. Auch andere Menschen arbeiten. Das ist vollkommen richtig, sicher. Ich hätte nur mal gern wieder einen Tag frei. Einen Tag. Nicht viel mehr. Ein früher Start in den Tag, heute. Ich habe viel geschafft, sehe aber nicht, dass ich etwas bewirkt hätte, dass sich etwas bewegt hätte. Vielleicht hat sich etwas bewegt, vielleicht habe ich den Berg der Arbeit ein wenig verkleinert, aber ich kann es nicht sehen. Das ist furchtbar, das macht mich müde. Zu allem Überfluss muss ich heute auch noch das Haus verlassen, werde Fotos machen und J. bei seinem Rechner helfen. Toll, das kann ich also auch. Wahrscheinlich. Am liebsten wäre mir, wenn ich mir den Rechner ansehe und dann mit den Schultern zucke. Nein, damit kenne ich mich nicht aus. Irgendetwas in der Art. So. Ungefähr.
Der Regen ist wundervoll, ich höre die Tropfen in meinem Kopf, habe alle Fenster und Türen geöffnet, um mehr von diesem Rhythmus aufzusaugen. Wundervoll. Immer wieder, immer mehr. Und je mehr ich schreibe, desto lauter wird es draußen, desto mehr Wasser fällt tropfenweise zu Boden. Ich spiele mit dem Gedanken, schon jetzt ein paar Bilder zu machen, aber ich warte noch ein wenig. Später muss ich ohnehin nach draußen, da wird es sich nicht vermeiden lassen, da werde ich mich auch darüber freuen, ein paar Mal mehr auf den Auslöser zu drücken. Und noch lauter wird es jetzt, direkt in meinem Kopf platscht das Wasser an das Innere des Schädels. Ein Gefühl, das alles in mir und an mir vibieren lässt. So viele kleine Töne, die wiederkehren, sich ein wenig unterscheiden, und doch bleiben sie in einem Bereich der Skala. Kein Rhythmus, aber doch rhythmisch. Wundervoll. Ich weiß nicht, wie lange ich dieses Geräusch ertragen kann, aber jetzt wünsche ich mir, dass es niemals aufhört, dass alles so bleibt, wie es jetzt ist. Keine Arbeit, nur hier am Schreibtisch sitzen, nachdenken und schreiben, schreiben, schreiben. Ich fühle mich um ein paar Jahre zurückversetzt, als ich mein erstes Buch schrieb. Mein erstes Buch. Bislang ist es das einzige, ehe nicht nicht das zweite vollendet habe. Aber jetzt fühle ich mich so, wie ich mich damals fühlte. Ich könnte jetzt endlos schreiben und es fielen mir Szenen ein, ich kann mir alles vorstellen - mit diesen Geräuschen in meinem Kopf.
Oh, ich bin mal wieder zu spät, zu spät. Viel zu spät bin ich. Weg, raus hier. Aber doch noch grüßen. Den einen oder die andere. Zum Beispiel M., dem ich nur zurufen kann, das alles gut ist. Und K. in Kiel, die das gleiche Halsleiden wie ich hat - Gemeinsamkeiten machen stark. Manchmal. Oh, und an S., die mir einiges heimzahlen will und ich werde mich überraschen lassen. Und nun wünsche ich allseits eine gesunde Entwicklung und enteile. Schnell, rasch und hurtig.
Der Regen ist wundervoll, ich höre die Tropfen in meinem Kopf, habe alle Fenster und Türen geöffnet, um mehr von diesem Rhythmus aufzusaugen. Wundervoll. Immer wieder, immer mehr. Und je mehr ich schreibe, desto lauter wird es draußen, desto mehr Wasser fällt tropfenweise zu Boden. Ich spiele mit dem Gedanken, schon jetzt ein paar Bilder zu machen, aber ich warte noch ein wenig. Später muss ich ohnehin nach draußen, da wird es sich nicht vermeiden lassen, da werde ich mich auch darüber freuen, ein paar Mal mehr auf den Auslöser zu drücken. Und noch lauter wird es jetzt, direkt in meinem Kopf platscht das Wasser an das Innere des Schädels. Ein Gefühl, das alles in mir und an mir vibieren lässt. So viele kleine Töne, die wiederkehren, sich ein wenig unterscheiden, und doch bleiben sie in einem Bereich der Skala. Kein Rhythmus, aber doch rhythmisch. Wundervoll. Ich weiß nicht, wie lange ich dieses Geräusch ertragen kann, aber jetzt wünsche ich mir, dass es niemals aufhört, dass alles so bleibt, wie es jetzt ist. Keine Arbeit, nur hier am Schreibtisch sitzen, nachdenken und schreiben, schreiben, schreiben. Ich fühle mich um ein paar Jahre zurückversetzt, als ich mein erstes Buch schrieb. Mein erstes Buch. Bislang ist es das einzige, ehe nicht nicht das zweite vollendet habe. Aber jetzt fühle ich mich so, wie ich mich damals fühlte. Ich könnte jetzt endlos schreiben und es fielen mir Szenen ein, ich kann mir alles vorstellen - mit diesen Geräuschen in meinem Kopf.
Oh, ich bin mal wieder zu spät, zu spät. Viel zu spät bin ich. Weg, raus hier. Aber doch noch grüßen. Den einen oder die andere. Zum Beispiel M., dem ich nur zurufen kann, das alles gut ist. Und K. in Kiel, die das gleiche Halsleiden wie ich hat - Gemeinsamkeiten machen stark. Manchmal. Oh, und an S., die mir einiges heimzahlen will und ich werde mich überraschen lassen. Und nun wünsche ich allseits eine gesunde Entwicklung und enteile. Schnell, rasch und hurtig.