Leicht entzündlich
Unzuverlässig. Nein. Nicht ich. Ich bin unpünktlich, manchmal. Aber auch nur in Situationen, wo es nicht um Sekunden oder Minuten geht. Ich weiß, dass sich die Menschen, die mir nahe stehen, auf mich verlassen können. Und deswegen ärgere ich mich darüber, wenn andere nicht verlässlich sind, wenn sie Termine nicht einhalten. Zwei Stunden. Das sind ungefähr 120 Minuten. Eine lange Zeit. Ich kam zu früh, aber die Veranstaltung war bereits beendet. Keine Fotos. Und ich muss mich darum kümmern, wie ich den Platz fülle. Es gibt Regeln, an die ich mich halten muss. An die muss sich jeder halten. Denke ich. So fahre ich auch nicht schneller als mir vom Gesetz erlaubt wird und ich töte keine Menschen. Und wenn ich zu spät komme, weil ich zu spät losgefahren bin, dann rufe ich an und erkläre mich. Keine Ausreden, ich bin mal wieder zu spät. Das erwarte ich auch von anderen. Vor allen Dingen dann, wenn es darum geht, dass eine Veranstaltung aus welchen Gründen auch immer zu früh endet. Wie ärgerlich. Und ich bin wirklich erbost. Auch, wenn ich heute hörte, dass es entzückend sei, wenn ich mich aufrege, kann ich mich gegen die negativen Energien nicht wehren. Das ist alles zu viel. Wirklich. Zu viel. Und dann kommen sie. Die eMails. Ich finde übrigens diese Schreibweise am schönsten. Die eMails, die mich fordern, die von mir Antworten verlangen, die so freundlich gemeint sind und gar nicht wissen, was sie anrichten. Ich kann niemandem deswegen böse sein. Nein. Kein aber. Ich kann nur nicht alles beantworten, weil mein Kopf geplatzt ist.
Interessante Theorie. Das "Burn-out-Syndrom". Furchtbar, das ein Gefühls-, Gemütszustand mit einem Anglizismus zu umschreiben. Leer. Ja, das stimmt. Ich bin leer und doch voller Gedanken. Aber ich kann das Leben genießen, ich kann lächeln und ich finde langsam meine Ruhe wieder. Das Gute an den vielen Gedanken, die sich in meinem Kopf formieren, ist, dass ich mittlerweile recht gut weiß, wie ich meinen geplatzten Kopf wieder zusammensetzen muss. Wie bei einem Puzzle, dass ich schon hunderte Male vor mir ausbreitete, bei dem ich die einzelnen Teile so gut kenne und weiß, wohin sie gehören. Dennoch braucht es Zeit, das Puzzle zu lösen. Und mein Kopf braucht auch Zeit. Aber manchmal. Manchmal wünsche ich mir, dass sich mein Kopf, mein Körper so verhält, wie es mein Rechner heute tat: Er verweigerte die Arbeit, glitzerte mich mit dem hübschen Erdbeerlächeln an. So wie es eben die zarten iMacs tun. Und ich lächle nun auch und verweigere einfach die Arbeit. Klick. Mal sehen, ob ich das Erdbeerlächeln auch auf meine Lippen zaubern kann. Am Ende wird es nur ein Erdbeben, Auf meinen Lippen.
Meine Gedanken gehören heute den Tankstellen, die das Mars-Eis verkaufen und den Supermärkten, die nicht müde werden, ihre Regale mit Vanille Cola zu füllen. Und wer mag, der trinkt heute Abend mit mir ein Glas Baileys: Ich bringe einen Toast aus auf die, die leicht zu entzünden sind, die ihre Gefühle nicht im Griff haben und bei denen Zorn und Lachen dicht beieinander liegen. So wie bei mir.
Interessante Theorie. Das "Burn-out-Syndrom". Furchtbar, das ein Gefühls-, Gemütszustand mit einem Anglizismus zu umschreiben. Leer. Ja, das stimmt. Ich bin leer und doch voller Gedanken. Aber ich kann das Leben genießen, ich kann lächeln und ich finde langsam meine Ruhe wieder. Das Gute an den vielen Gedanken, die sich in meinem Kopf formieren, ist, dass ich mittlerweile recht gut weiß, wie ich meinen geplatzten Kopf wieder zusammensetzen muss. Wie bei einem Puzzle, dass ich schon hunderte Male vor mir ausbreitete, bei dem ich die einzelnen Teile so gut kenne und weiß, wohin sie gehören. Dennoch braucht es Zeit, das Puzzle zu lösen. Und mein Kopf braucht auch Zeit. Aber manchmal. Manchmal wünsche ich mir, dass sich mein Kopf, mein Körper so verhält, wie es mein Rechner heute tat: Er verweigerte die Arbeit, glitzerte mich mit dem hübschen Erdbeerlächeln an. So wie es eben die zarten iMacs tun. Und ich lächle nun auch und verweigere einfach die Arbeit. Klick. Mal sehen, ob ich das Erdbeerlächeln auch auf meine Lippen zaubern kann. Am Ende wird es nur ein Erdbeben, Auf meinen Lippen.
Meine Gedanken gehören heute den Tankstellen, die das Mars-Eis verkaufen und den Supermärkten, die nicht müde werden, ihre Regale mit Vanille Cola zu füllen. Und wer mag, der trinkt heute Abend mit mir ein Glas Baileys: Ich bringe einen Toast aus auf die, die leicht zu entzünden sind, die ihre Gefühle nicht im Griff haben und bei denen Zorn und Lachen dicht beieinander liegen. So wie bei mir.