Geh doch ins Bett

Müde? Nein. Ehrlich gesagt, brennen meine Augen, aber müde bin ich nicht. Oh, und ich lag bereits im Bett, doch dann packte mich noch die Arbeitswut. Nein, ich habe nicht geschrieben, ich setze die letzen Energien frei, um meine Zeitung vielleicht doch noch am Leben zu halten. Vielleicht. Obschon ich mich im Inneren bereits mit dem Niedergang angefreundet habe. Es ist ein Zeichen. Es ist das Signal, das nun etwas Neues beginnt. Und es wird etwas Neues beginnen, die Sicht auf die Welt wird sich wandeln. Entweder finanzielle Ruhe oder die Ruhe zum Schreiben. Und ich bin ehrlich: Ich bevorzuge mehr und mehr die Ruhe zum Schreiben, ich muss, ich will weiterkommen. Ich bin zu oft zu müde, mag nicht einmal mehr E-Mails beantworten. Oh, und: Ich habe in den vergangenen zwei Tagen drei entzückende Nachrichten über das Kontaktformular bekommen, in denen die E-Mail-Adresse fehlte - so kann ich schlecht auf Anfragen antworten. Aber ich bedanke mich daher auf diesem Weg für das Lob. Mit einem Lächeln. Virtuell.

Das Montagsbild folgt später. Oder. Nein, ich mache es schon jetzt. Zum einen ist bereits Montag, zum anderen habe ich mich schon die ganze Zeit auf diesen Moment gefreut. Auf welcehn Moment? Auf diesen Pullover. So. Nun ist es vollbracht. Ausschlafen kann ich deswegen dennoch nicht, auf mich wartet ein kniffliger Tag. Aber ich trage das Lächeln und die Gewissheit in mir, dass es bald anders sein wird. Ja. Anders. Es ist alles da, ich brauche nur ein wenig Ruhe - wie auch immer das geschehen wird. Gelassen kann ich die kommenden Wochen angehen, der Weg liegt vor mir.

"Geh doch endlich ins Bett!"
Ich mag nicht. Ich bin auch nicht müde.
"Aber morgen wirst Du müde sein..."
Und? Morgen kann ich dann ja auch schlafen.
"Vergisst Du da nicht etwas? Die Arbeit?"
Das schaffe ich immer. Und dann kann ich mich ja hinterher immer noch hinlegen.

Und genau so werde ich es machen. Schlaf gut und ich wünsche allen einen entspannten Start in die Woche.

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