Immer wieder dasselbe
Sagen wir es alle gemeinsam: Juchu. Ja, genau, ohne ein Ausrufungszeichen. Also noch einmal: Juchu. Schön, und weshalb wird hier gejubelt, gejuchut? Sie ist wieder da, die Depression. Schön, ich hatte schon befürchtet, ich werde ganz normal, gründe einen Verein für Frohsinn und werde Vater von Drillingen, kaufe ein Reihenhaus und eine Großraumlimousine, gehe einem geregelten Beruf nach und bin froh, so jung geheiratet zu haben. Nein, das alles wird nicht geschehen. Nicht? Nein, das ist nicht richtig: Es wird niemals geschehen. Immer wieder stoße ich an dieselben Grenzen, immer wieder glaube ich, ich könnte sie überschreiten. Nein. Mitnichten. Immer wieder dieselben Grenzen. Na, super, Ich habe es weit gebracht. Sehr weit. Und ich bleibe immer wieder an den selben Fußangeln hängen. Ich muss mich darüber nicht beklagen, ich muss es nicht. Ich muss mich auch nicht darüber beklagen, dass ich keinen Schlaf finde. Nein. Ich muss es nicht. Aber ich stelle mir Fragen, es sind immer wieder dieselben Fragen. Was suche ich eigentlich, warum bleibe ich nachts permanent wach, was fehlt mir? Jetzt kommen immer so schlaue Köpfe, die dann behaupten, ich sei auf der Suche nach mir selbst. Aha. Ich bin, ich war und ich werde mein ganzes Leben auf der Suche nach mir selbst sein. Humbug. Noch einmal: Was suche ich? Mir fällt darauf nichts ein, ich weiß aber, dass mir etwas fehlt. Irgendetwas. Hm. Irgendetwas. Sehr anstrengend. Ich drehe mich im Kreis, ich komme immer wieder an den selben Gedankenfelsen vorbei. Wie dumm. Schlaflos und dumm. Mitten in Asendorf. Na, herzlichen Glückwunsch, Armin.
Keine Grüße. Oder doch: An M., für die Marke, und AltA mit der Vorfreude auf die Schale. Und für die, die es interessiert: Ich bin zurzeit nicht zu Hause, mein Körper gehört mir momentan nicht.
Keine Grüße. Oder doch: An M., für die Marke, und AltA mit der Vorfreude auf die Schale. Und für die, die es interessiert: Ich bin zurzeit nicht zu Hause, mein Körper gehört mir momentan nicht.