Eine Rede an die Nation

Es gibt nicht viele Filme, die ich wirklich mag. Wenn ich sage, welche Filme ich gern sehe, dann schütteln die Menschen den Kopf. Bedauernd. Kopfschüttelnd. Hm. Als ob aufgrund der Filmauswahl mein Inneres litte. Oder was auch immer. Der heutige Abend gehört "Independence Day", ich genieße den Unsinn und den Bilderrausch. Unkompliziert. Entspannend. Und zwischen durch werde ich heute immer wieder Zitate einbinden, die ich einfach gern mag.

Ich habe heute genug gearbeitet, auch morgen wird es wieder anstrengend. Ermüdend. Ich bin maßlos erschöpft, habe heute alle Termine abgesagt, das Treffen mit der anderen Zeitung, selbst zu M.'s Geburtstag habe ich es nicht mehr geschafft, wollte einfach nur meine Ruhe. Will ich immer noch. Für Mittwoch hat K. abgesagt, nach Kiel hätte ich es letztlich auch kaum geschafft und es demnach auch besser so. Nur meine Ruhe will ich. Das Gute an der Woche ist der Freitag, wenn M. mich besuchen kommt. Das wird gut, das wird entspannend, darauf freue ich mich. Wie Urlaub.

"Oh, Kacke, Mann"


Einen Film sehen, durch den Wald laufen, ein wenig arbeiten und schließlich entspannt einschlafen. So soll es sein. So wird es sein. Das weiß ich schon jetzt. Gut. Die Tage zuvor werde ich auch noch umbringen, so dass ich überlebe. Irgendwie. Der Freitag. Hei, fast wie Wochenende.

"John Lennon. War ein schlauer Mann. Von hinten erschossen. Wirklich schade."


Ich habe das ganze Wochenende nachgedacht, über die Zukunft der Zeitung, über das, was ich erreichen will, über meinen Weg. Gut, ich weiß, wohin ich will, aber der Weg dahin ist beschwerlicher als ich zwischenzeitlich angenommen hatte. Ich habe ein wenig Angst, ich fürchte mich vor den Konsequenzen - um alles umzusetzen, um alles zu schaffen, muss ich vieles beenden. Das gefällt mir nicht, weil ich mich dadurch auch einer Verantwortung entziehe, die ich vor einigen Monaten, ja, Jahren eingegangen bin. Irgendeine Flucht findet immer statt, irgendetwas muss immer sterben, damit etwas Neues entsteht. Aber es schmerzt. Und es wird nicht nur mir weh tun, es wird auch anderen Schmerzen bereiten. Mir gefällt das alles nicht, ich bin vom Weg abgekommen. Fürchte ich. Vielleicht ist es nur ein Umweg, vielleicht aber auch eine Sackgasse.

"Mr. President, das ist so nicht ganz korrekt."


Hu, das passt. Immerhin. Der Film geht langsam in die entscheidende Phase und ich freue mich schon darauf, wenn Jeff Goldblum und Will Smith im gigantischen Raumschiff herumfliegen. Wunderbar. Die Entscheidung für den Film war definitiv richtig. Danach kann ich sicher auch nicht schlafen, aber ich entspanne. Und morgen werde ich laufen, das habe ich mir fest vorgenommen: Noch immer empfinde ich mich als zu dick, auch wenn AltA mich deshalb als "eitles Stück Scheiße" bezeichnet - entweder schlank oder nicht. Ich bin für richtig schlank, ein Kilo ist noch zu viel.

"Ich war Teil von etwas Besonderem."

Grüße. An AltA mit dem Dank für das Aussuchen - treffsicher, wie ich finde. An M. mit dem Dank für die Nachtrettung und an J.: Hier musst Du nichts abschließen. Dann noch an meine Katze, an alle die, die nachts so gut schlafen und an meine Mutter. Eben. Ich danke auch denen, die an mich glauben - das tut gut, wirklich.

Zuletzt geschrieben

Newsletter

captcha