Noch eine
Das ist doch das Schöne im Leben: Es geschehen Dinge, die ich nicht beeinflussen kann. Ich kann sie initiieren, ich kann sie heraufbeschwören, ich kann darauf hoffen und ich kann sie mir wünschen - aber am Ende geschieht das, was geschehen muss. Denke ich. So. Und mit K. wollte ich telefonieren, das habe ich mit einer eMail auch ausgelöst. Und dann, gut fünfeinhalb Stunden später, bin ich um einen Menschen reicher. Ungefähr. Oder anders ausgedrückt: Ich habe keinen Baum gepflanzt und kein Haus gebaut, einen Sohn habe ich auch nicht gezeugt - aber eine Tochter. Die Erkenntnis kommt spät und dann auch noch über Nacht, aber es ist zweifellos so, dass meine Gene erhalten bleiben. Und ich lächle, auch wenn ich die fast Einjährige noch nicht gesehen habe - aber das hole ich morgen, nein, heute Abend nach. Hm. Es ist so, wie ich einmal in einem improvisierten Kabarettabend erklärt: Am Ende wiederholt sich alles, alles dreht sich im Kreis und ich kann selbst entscheiden, wann ich vom Karussellpferd springe. Jetzt. Hu, und ich habe nun noch eine Tochter, Hui Buh zeigt allerdings noch keine Spur von Eifersucht. Hm. Oh ja. Nachdenklich bin ich nun. Seltsam ist das, keine Frage. Aber ein gutes Gefühl, ganz sicher. Ganz plötzlich ist da etwas. Gespannt, gespannt, gespannt. Klar denken kann ich nicht, ich sollte jetzt schlafen gehen.
Grüße. Klar, die können jetzt nur an jemanden gehen, den ich nicht kenne, aber direkt von mir abstammt. Seltsamer Mann grüßt junge Frau. Und jetzt schalte ich aus.
Grüße. Klar, die können jetzt nur an jemanden gehen, den ich nicht kenne, aber direkt von mir abstammt. Seltsamer Mann grüßt junge Frau. Und jetzt schalte ich aus.