Verleugnet, verloren
Ach. Ich mag Ally McBeal wirklich, die Serie ist einfach großartig. Manchmal finde ich auch Teile von mir darin wieder und über einiges kann ich nicht lachen, weil ich es gar nicht verrückt, sondern vollkommen normal empfinde. Ich wollte gestern Nacht noch schreiben, aber irgendetwas war dagegen. Mein Rechner, das Internet, was auch immer. Vielleicht sollte ich auch noch einmal darüber nachdenke, bevor ich mich im Tagebuch darüber auslasse. Wie auch immer, ich hatte genug Zeit, um darüber nachzudenken. Fast die ganze Nacht. Am Ende steht dann ohnehin immer, dass ich seltsam bin, dass die Unterschiede zwischen mir und den Menschen unüberbrückbar sind. Ja, ich gebe zu, dass ich damit manchmal auch zufrieden bin, aber es macht mich in einigen Momenten auch einsam. Und dann sind da so krude Gedanken wie zum Beispiel: "Wie soll mich jemand verstehen, wenn ich mich selbst nicht verstehe?" Ja, gute Frage. Und die ganzen Neunmalklugen, die mir dann einzureden versuchen, es sei ja alles eine große, bunte Show von mir und ich sei ja in Wirklichkeit ganz anders. Sehr witzig, wirklich. In "Wirklichkeit" bin ich noch schlimmer, ich nehme mich nur ein wenig zusammen, um nicht noch mehr aus dem Rahmen zu fallen. Vielleicht tun das aber alle anderen auch und können es nur besser als ich. Achselzucken. Ich weiß es nicht. Fühle mich verloren in diesen Tagen und dann auch noch Miss McBeal - das war definitiv eine Nummer zu groß für mich, das ar zu viel. Datenüberschuss im Kopf, Gefühlsexplosionen im ganzen Körper, genug Tränen für Gedichte. Super. Ein Stachel im Kopf, im Herzen und an einer Stelle, die ich nicht kratzen, nicht berühren kann. Es schmerzt.
Die Arbeit raubt mir den letzten Rest Verstand, zwingt mich zur Selbstkontrolle. Tapfer werde ich heute Fotos machen, Konversation über das runde Leder und die, die ihm nachjagen betreiben. Nichts anmerken lassen. "Und sonst? Alles in Ordnung?" Klar, was soll nicht in Ordnung sein? Alles bestens. Morgen Abend bei M., ein kleiner Anker. Der Tag zwischen den Tagen und vielleicht geht es mir danach besser.
Grüße. An Ally, der Abend war trotzdem gut, nach Deinem Urlaub geht es weiter. An AltA, Du hast sicher Recht, aber es ist ein wenig einsam hier drinnen - steuern kann ich das nicht immer. Und an... weiß ich nicht. Fühlt euch umarmt, wenn ihr wisst, wie sich das bei mir anfühlt.
Die Arbeit raubt mir den letzten Rest Verstand, zwingt mich zur Selbstkontrolle. Tapfer werde ich heute Fotos machen, Konversation über das runde Leder und die, die ihm nachjagen betreiben. Nichts anmerken lassen. "Und sonst? Alles in Ordnung?" Klar, was soll nicht in Ordnung sein? Alles bestens. Morgen Abend bei M., ein kleiner Anker. Der Tag zwischen den Tagen und vielleicht geht es mir danach besser.
Grüße. An Ally, der Abend war trotzdem gut, nach Deinem Urlaub geht es weiter. An AltA, Du hast sicher Recht, aber es ist ein wenig einsam hier drinnen - steuern kann ich das nicht immer. Und an... weiß ich nicht. Fühlt euch umarmt, wenn ihr wisst, wie sich das bei mir anfühlt.