Weg damit
Kurioser Tag: Im Grunde genommen habe ich alles, was ich wollte - am Wochenende herrscht Ruhe, alle Spiele wurden abgesagt. Dennoch hatte ich den ganzen Tag Kopfschmerzen und bin sie erst vor wenigen Minuten losgeworden. Endlich. Ich könnte jetzt ins Bett gehen. Ich könnte. Aber Lust habe ich keine. Einkaufen ginge ich jetzt gern, vielleicht eingelegten Schafskäse besorgen oder getrocknete Tomaten. Hm. Da fällt mir ein, dass ich noch eine Flasche Wein habe, die werde ich jetzt mal öffnen und den Tag damit verabschieden. Genau. Wenn ich den Öffner finde. In der Schublade? Moment. Nein, nicht in der Schublade, er lag oben in meinem Chaos - aber dort finde ich alles wieder. Irgendwann, irgendwie und irgendwo. Dennoch stimmt mich das Desaster in der oberen Etage nachdenklich: Ich schaffe es einfach nicht, auch nur in irgendeinem Rahmen Ordnung zu wahren, geschweige denn zu schaffen. Nein, das geht gar nicht. Am liebsten wäre es mir, ich hätte nur noch diese Rechner und ein Bett, alles andere brauche ich nicht. Ein Bett und einen Rechner. Mehr nicht. Musik. Gut. Aber das war es dann auch schon. Vielleicht noch zwei Hosen, zwei Pullover und drei T-Shirts, sonst rümpft B. irgendwann die Nase. Tut sie ja ohnehin schon, aber ich habe auch noch Nachholbedarf.
Der Wein atmet leise vor sich hin und wenn er genug Luft im Hals hat, dann treffe ich mich mit ihm.
Doch, ich freue mich auf das Wochenende, ich freue mich auf das fast schon unbekannte Gefühl, nichts tun zu müssen. Ich könnte, wenn ich es wollte, ich finde sicher etwas, über das ich berichten kann. Vielleicht mache ich es auch, aber das ist dann freiwillig und vollkommen entspannt.
Nein, stop, halt: Ich bin in einer seltsamen Stimmung. Ich muss noch ein wenog darüber nachdenken, was ich eigentlich will und was in mir gerade für Unruhe sorgt. Seltsam. Ja. Und, heissa, die Kopfschmerzen sind zurück und haben Verstärkung mitgebracht. So ein zähes Heer hatte ich schon lange nicht mehr in meinem Kopf, das missfällt mir überaus. Vielleicht hilft der Wein, vielleicht muss ich einfach nur entspannen. Mit dem Wein. Zusammen. Eine Selbsthilfegruppe bestehend aus dem Wein, der Flasche, dem Korken, der Korkenzieher, dem Glas und mir. Es werden interessante Gespräche, da bin ich mir sicher. Aber zuhören will ich definitiv nicht.
Ins Bett, ins Bett? Nein, noch nicht, aber es gibt noch Grüße: An M., den fleißigen Mittelefoniere, an den kleinen König und die 111 - Julius muss ein Verwandter sein, er war schließlich der 111. König. Spannende Verbindung. An B., nicht aus Gewohnheit, sondern bewusst. Und an den Schnee, meinen Verbündeten. Schließlich noch an den Rotwein, der sich hoffentlich gut anfühlen wird. Auf meiner Zunge. Gute Nacht. Glaube ich.
Der Wein atmet leise vor sich hin und wenn er genug Luft im Hals hat, dann treffe ich mich mit ihm.
Doch, ich freue mich auf das Wochenende, ich freue mich auf das fast schon unbekannte Gefühl, nichts tun zu müssen. Ich könnte, wenn ich es wollte, ich finde sicher etwas, über das ich berichten kann. Vielleicht mache ich es auch, aber das ist dann freiwillig und vollkommen entspannt.
Nein, stop, halt: Ich bin in einer seltsamen Stimmung. Ich muss noch ein wenog darüber nachdenken, was ich eigentlich will und was in mir gerade für Unruhe sorgt. Seltsam. Ja. Und, heissa, die Kopfschmerzen sind zurück und haben Verstärkung mitgebracht. So ein zähes Heer hatte ich schon lange nicht mehr in meinem Kopf, das missfällt mir überaus. Vielleicht hilft der Wein, vielleicht muss ich einfach nur entspannen. Mit dem Wein. Zusammen. Eine Selbsthilfegruppe bestehend aus dem Wein, der Flasche, dem Korken, der Korkenzieher, dem Glas und mir. Es werden interessante Gespräche, da bin ich mir sicher. Aber zuhören will ich definitiv nicht.
Ins Bett, ins Bett? Nein, noch nicht, aber es gibt noch Grüße: An M., den fleißigen Mittelefoniere, an den kleinen König und die 111 - Julius muss ein Verwandter sein, er war schließlich der 111. König. Spannende Verbindung. An B., nicht aus Gewohnheit, sondern bewusst. Und an den Schnee, meinen Verbündeten. Schließlich noch an den Rotwein, der sich hoffentlich gut anfühlen wird. Auf meiner Zunge. Gute Nacht. Glaube ich.