Jetzt Franz

Nicht nur Franz, sondern auch Ferdinand. Genau genommen Franz Ferdinand. Einige Dinge brauchen eben etwas länger: Die CD liegt schon seit über einem Jahr bei mir herum, Frau Fee hatte sie mir einst geschenkt. Und dann, so ganz plötzlich, habe ich diese Textzeile im Kopf. "...burn this city, burn this city..." - ja, genau. Und ich suche und suche. Zweimal hatte ich die CD gehört. Oder dreimal. Vielleicht waren es auch sieben Durchläufe. Aber ich konnte mich noch an diese Zeile erinnern. "This fire" heißt es und jetzt läuft es in der Endloschleife, einfach wundervoll. Ich muss immer lächeln, wenn es anfängt, mittendrin auch und am Ende freue ich mich, dass es gleich wieder von vorn beginnt. Eine Hymne, um mit meiner digitalen Freundin Miss McBeal gleichzuziehen. Zumindest für diesen Tag. Und ich habe diesen Tag zu einem guten gemacht, nachdem ich mich gestern entschied, die Zeitung nicht mehr so sehr in den Vordergrund zu stellen. Ich arbeite viel, ich arbeite hart - aber alles hat Grenzen. Alles. Und auch ich. Ich könnte jetzt wieder über das Alter lamentieren oder darüber, dass ich zu dick bin. Oder werde. Alles Unsinn, ich werde meine Energien aber besser verteilen und vor allem so, dass ich damit zufrieden bin. Permanent mache ich mir Gedanken darüber, wie ich die Leser zufrieden stellen kann, noch mehr Abonnenten gewinnen könnte - nein. Das ist nicht mein Leben, ich habe ganz andere Dinge im Kopf. Und vor allem im Herzen.

Sie kann übers Wasser geh'n
Küsst die Möwen federweiß
Schenkt den Herzen Mondlichtlächeln
Und ein Stück Erinnerung

Eine schöne Harmoniefolge habe ich gefunden: Mal sehen, was ich daraus machen kann. In der kommenden Woche werden die Gleichgesinnte und ich viel Zeit miteinander verbringen, viel Proben und sicher noch ein ganzes Stück weiter kommen. Die eigenen Lieder haben wir bislang vernachlässigt, aber ich glaube, dass das der kompliziertere Teil der Vorbereitung wird. Hm. Keine Frage, wir werden es schaffen und es wird gut. Wirklich, das ist keine Frage. Ja, und ich freue mich mit jedem Tag mehr auf diese beiden Abende im September. Wie spannend. Ja. Wie spannend. Und es wird eine gute Woche, vielleicht langt es zwischendurch ja auch zu einer neuen Aufnahme, im Grunde genommen haben wir schon genug Lieder für einen Tonträger zusammen und von allen bin ich überzeugt. Ja. Ach, das wird wirklich gut und alle anderen Entscheidungen verschiebe ich auch auf den September, denn dann bin ich schlauer. Oder zumindest um einen Sack mit Erfahrungen reicher. Oder nur ein Glas. Was auch immer.

Äh, ja. Grüße. An Frau Fee, der Genuss kommt erst spät, aber jetzt ist er da. An AltA in der Ferne nebst D. und X. - wie fein, Hamburg kommt dann auch noch. An das beste Ypsilon von allen, Du wirst Deinen Spaß haben - und komm doch in dieser Woche schon vorbei. Oh, und ganz sicher an die Gleichgesinnte, das wird eine schöne, hörreiche Woche. Und auch sonst. An meine Katze, bitte keine Vögel mehr - Danke. Und schließlich an Frau Feenblau, deren Dienste einfach famos sind. Heute ist alles gut und ich verschenke Besserung. Wer mag, schneidet sich eine Scheibe ab.

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