Mit Herz
Im Wartezimmer. Ich habe schon lange nicht mehr in einem Wartezimmer gesessen. Ein gutes Gefühl ist es diesmal dennoch, denn es geht gar nicht um mich: Der Gleichgesinnten geht es schlecht, ich mache mir wirklich Sorgen. Mein Gefühl ist da ein wenig seltsam, ich befürchte da Schlimmeres. Aber das tue ich ja immer. Schlimmeres befürchten. Seltsamerweise glauben die Menschen dann immer, ich sei ein Pessimist, weil ich mir die Katastrophen vorstelle und in allen Farben ausmale. Unsinn. Ich denke positiv, ich will mich nur nicht von den negativen Dingen überraschen lassen. Plötzlich im Licht zu stehen ist dann doch wesentlich entspannter, als wenn ich mich unverhofft in der Dunkelheit wieder finde. Pah, Pessimismus. Die angeblichen Optimisten sind oft nichts anderes als naiv, weil sie sich nicht mit dem kompletten Bild befassen ? und dann stecken sie plötzlich in der Trauer fest, dass nicht das Großartige eingetreten ist, dass sie sich so sehr erhofft hatten. Nein-nein, ich bin nicht glücklich, wenn die dunklen Bilder wahr werden, aber ich bin darauf vorbereitet, ich kann sie gelassen betrachten und fürchte mich nicht. Weder vorher noch währenddessen. Sich mit einer ernsten Situation vertraut zu machen, nimmt mir die Angst davor. Es könnte schlimmer sein, es könnte weit mehr als nur ein eingeklemmter Nerv sein, der die Gleichgesinnte derart lahm legt. So lahm, dass sie leidet. Ich weiß, wie das ist, ich kann ihre Schmerzen fühlen, wenn ich die Hand darauf lege. In diesem Moment glaube ich, dass es nicht bei diesem einen Arztbesuch bleiben wird, sondern dass wir noch wesentlich länger unterwegs sein werden. Dass wir noch nicht so schnell zu AltA fahren können, dass noch eine Weile brauchen werden, um die Wurzel des Übels zu finden. Letztlich liegt es vermutlich ohnehin am Sonntag, an der Aufführung, auf die sie keine Lust hat. Ich kann das so gut verstehen, ich weiß, was der Körper dann sagt, welche Zeichen er setzt. Vergangene Nacht waren wir schon im Krankenhaus, haben dort Tabletten, aber keine Hilfe bekommen. Immerhin. Der Arzt war verschlafen und zuckersüß, ehrlich und freundlich. Letztlich war das auch in Ordnung, auch wenn es der Lösung, der Heilung nicht zuträglich war. Hm. Vielleicht schreibe ich jetzt noch etwas anderes, vielleicht eine Geschichte, irgendetwas. In jedem Fall war es gut, den Tragbaren eingepackt zu haben. So kann ich die Zeit noch sinnvoll nutzen. Und vielleicht schreibe ich heute Nachmittag noch mehr, wenn ich dann wieder zu Hause bin. Oder eben heute Abend. Wie lange es auch immer dauert.
Nein, es ist ein kurzer Nachmittag geworden, was für ein Glück. Ein eingeklemmter Nerv, das falsche Schuhwerk und nun ist alles wieder gut, wieder entspannt. Ich habe meine Arbeit auch noch geschafft, so dass ich auch keinen Druck mehr verspüre. Es ist gut, es ist entspannt. In mir. Jetzt. Und dann sorgte AltA auch für Verzückung mit einem wundervollen Geschenk, dass den Dienstag vollkommen friedlich gestalten wird. So werden dann vier Menschen glücklich und zufrieden sein, ich bin eine Nacht auf einer kleinen Insel, kann ein wenig ausspannen und bin nach dem Kurzurlaub auch vermutlich für die Untiefen der Fußballsaison gerüstet. Ich fürchte mich ein wenig vor den kommenden zwölf Monaten - aber es ist eine überschaubare Zeit. Hm. Ich werde es schon schaffen.
So. Und nun ruft Miss Marple - ich mache mir den Abend schön mit Frau Rutherford.
Nein, es ist ein kurzer Nachmittag geworden, was für ein Glück. Ein eingeklemmter Nerv, das falsche Schuhwerk und nun ist alles wieder gut, wieder entspannt. Ich habe meine Arbeit auch noch geschafft, so dass ich auch keinen Druck mehr verspüre. Es ist gut, es ist entspannt. In mir. Jetzt. Und dann sorgte AltA auch für Verzückung mit einem wundervollen Geschenk, dass den Dienstag vollkommen friedlich gestalten wird. So werden dann vier Menschen glücklich und zufrieden sein, ich bin eine Nacht auf einer kleinen Insel, kann ein wenig ausspannen und bin nach dem Kurzurlaub auch vermutlich für die Untiefen der Fußballsaison gerüstet. Ich fürchte mich ein wenig vor den kommenden zwölf Monaten - aber es ist eine überschaubare Zeit. Hm. Ich werde es schon schaffen.
So. Und nun ruft Miss Marple - ich mache mir den Abend schön mit Frau Rutherford.