Ende

So, jetzt auch noch ein überraschender Film - in jeder Hinsicht. Eine deutsches Machwerk. Ja. Sehr ansprechend, vor allem, weil so viele gute Sätze zu hören, Bilder zu sehen waren. Aber am Ende, ja, am Ende war ich dann doch enttäuscht, weil offensichtlich wieder darüber nachgedacht wurde, was dem Zuschauer zugemutet werden kann. Oh, ich kann einiges ertragen, die blutrünstigen Streifen sicher nicht, das, was die Kinoschlampe an Horrorfilmen bevorzugt, ist auch nicht meine Welt und die Gedankenschwester hat da auch eine andere Sicht auf die Dinge. Aber am Ende, ja, am Ende möchte ich das Leben sehen. Nein, es gibt kein gutes Ende, nicht im Leben. Es endet alles in der Dunkelheit. Wenn ich die Dinge sehe. Vielleicht wird sich das mal ändern, diese Sichtweise. Ich weiß es nicht. Aber es ist schade, dass ein so famoser Film durch schlampige fünf Schlussminuten vollkommen aus dem Ruder läuft. Aber. Hm. Vermutlich wird er anderen gefallen, die Kinoschlampe war auch nicht so enttäuscht wie ich. Und für mich war das auch sicher deswegen so intensiv, weil ich mir ein anderes Ende gewünscht, erhofft hatte. Zu spät, ich werden den Film dennoch empfehlen - wenn auch mit Einschränkungen.

Und dann brachte mir die Kinoschlampe noch eine längst verschollene CD mit, die "ganz bestimmt Armin gehören muss". Ja, sie gehört mir auch und ich kann wieder "Schöne Isabella von Kastillien" hören. Wundervoll. Ich kann es nicht singen, vor allen Dingen nicht mehrstimmig, aber es ist wieder da. Einfach zauberhaft, diese Männer sind großartig. Oder sie waren es.

Vollmond. Ich kann ihn nicht sehen, aber ich weiß, dass er da ist. Ich werde nicht schlafen, heute Nacht muss ich es auch nicht. Ich fühle dem Mond beim Spaziergang zu, ich betrachte die Welt von oben. Vielleicht kann ich dann auch mich sehen.

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