Jetzt ist es passiert

Ach, herrje! Jetzt ist es passiert, ich habe gute Laune. Himmel, ich wusste, dass es irgendwann einmal so weit kommen würde, dass ich so ende. Ein Montag und ich habe gute Laune. Argwöhnisch bin ich jetzt in diesem Moment, irgendein Haken muss daran sein. Aber ich finde ihn nicht, ich bin entspannt und guter Dinge. Enstspannt, ach, das ist untertrieben. Ich habe heute mehr gelacht und gekichert, mehr gelächelt und gegrinst, als ich es in den vergangen zwei Wochen aus mir herausquetschen konnte. Unglaublich, was für ein Tag. Was fange ich denn nur mit mir an? So kichernd und lachend? Ich könnte Erbsen säen und Möwen züchten. Zum Beispiel. Am Ende gibt es dann Kichermöwen und Erbsengelächter. Oder etwas in der Art. Heute kann ich einen Berg von Mundwinkeln zum Hüpfen bringen und wenn es alle gleichzeitig tun, dann gibt es vielleicht ein kleines Erdbeben. Oh, was für ein Fest der Gedanken. Gute Laune, gute Laune - und ich bin mittendrin.

Dabei hat der Tag wirklich hektisch begonnen, weil ich verschlafen habe. Eine halbe Stunde. Und dann blieb kaum Zeit für die Dusche und die Diskussionen mit Hui Buh, arbeiten konnte ich auch nicht mehr, sondern musste mich hastig mit Frau Feenblau auf den Weg machen. Hastig. Ich war eilig. Sehr eilig. Kein Stau auf der Autobahn und ich habe es rechtzeitig geschafft. Dafür kam die Gleichgesinnte - wie für Löwen typisch - unpünktlich. Hrmpf. Wenn ich mich schon mal nicht verspäte, dann eben ein anderer Löwe. Nicht so schlimm. Wäre da nicht die Unsicherheit gewesen, ob ich am richtigen Terminal bin. Zwei Stahlvögel kamen zur selben Zeit an - und ich hatte natürlich keine Flugnummer. Aber meinen Instinkt, dem ich allerdings nicht so recht trauen wollte. Nicht so recht. Am Ende war die Gleichgesinnte ähnlich konfus wie ich, nur eben auf der anderen Seite der Mauer. Und am Ende trafen wir uns dann doch noch. Alles ist gut. So. Die Fahrt vom Flughafen mit Tausenden von Worten und Bildern in meinem Kopf, heute Abend gibt es noch mehr, vermutlich werde ich vor Erschöpfung einschlafen, aber dafür habe ich in meinem Kopf dann auch die Welt gesehen. So ist es mir recht. Fein.

Anschließend zu AltA - ein improvisiertes Frühstück mit dem kleinen A. und, äh, dem anderen A. - die Sache mit den Abkürzungen ist in dieser Familie wirklich kompliziert. Himmel. Aber ich habe seit Jahren mal wieder gefrühstückt, ich habe ein Brötchen gegessen und ich habe gekichert und gelacht. Viel. Und so entspannt. War ich. Bin ich jetzt ja immer noch. Für das kleine A. habe ich dann noch ein Buch signiert, was mich zusätzlich aufgewühlt hat. Hei, wenn es immer so ein emotionaler Augenblick wird, dann werde ich beim Signieren nicht weit kommen, schaffe dann maximal zwei Bücher am Tag. Wenn es mir gut geht. Heute wäre also noch ein Buch frei. Hm. Na, mal sehen. Dazu noch die Gedanken, Ängste und Vorfreude auf die erste Lesung - das wird wirklich viel, das wird wirklich aufregend. Und ich fühle mich bei all dem auch gut. Großartig, finde ich.

Hm. Und schließlich bin ich irgendwann nach Hause gekommen, habe eine fast endlose Diskussion mit der Pelztochter geführt, weil sie der Meinung war, dass ich mich heute Morgen nicht vernünftigt verabschiedet hätte. Beweisen konnte ich es nicht, aber ich konnte sie überzeugen - vom Gegenteil. Ich weiß, dass ich sie heute zum Abschied küsste und sogar erklärte, wohin ich ginge. Fahre. Aber sie war eben auch noch nicht so recht wach - das ist ja nun nicht mein Problem, finde ich. So viel noch gearbeitet, ein wenig hektisch und hastig Texte geschrieben und schließlich dafür gesorgt, dass die Fußballer genug zum Lesen haben. Und nun bin ich fertig. Fertig.

Ich bin immer noch voller Energie, werde aber am Abend irgendwann wie ein Taschenmesser zusammenklappen. Irgendwann, der Abend ist noch lang. Noch lang. Und jetzt knipse ich hier mal das Licht aus. Klick.

Grüße. An Alta, das kleine A. und das andere A. - so viele auf einmal und die Unterseite war auch lecker. An die Gleichgesinnte: Entspannt und aufregend, so viele Bilder. Außerdem an die frankophile A. - ohne Entschuldigung - und schließlich noch an Frau H.: Getrennte Abende aber dennoch genießen. Na, das kann ja lustig werden - und das Logo? So, jetzt lache ich mich auf den Weg, wer mitkichern will, bringt schon mal die Mundwinkel in Stellung. Da fallen mir doch glatt die Fangesänge ein: "Wir wollen hüpfen, hüpfen, hüpfen..." Hm. Heute bin ich wirklich gefährlich.

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