Der Mann mit zwei linken Händen
Mit einem Lächeln sitze ich im Bett, warme Waden habe ich - und das gefällt mir. Zwar plagt mich aus unerfindlichen Gründen mal wieder die Allergie, aber das spüle ich gleich fort. Weg damit damit. Dazu umgibt mit Love & Money mit der endlosen Wiederholung vom "Hallelujah Man". Einfach wundervoll. Ich bliebe den ganzen Tag im Bett, wenn es nach mit und meinen Waden ginge, aber ich werde mich gleich an die Arbeit machen. Es gibt einige Fotos zu machen, ich habe tatsächlich noch Termine heute, es gibt noch ein paar Texte zu schreiben. Nur eine Handvoll, nicht viel mehr. Und dann habe ich auch schon wieder Ruhe. So wie gestern, als ich nahezu den ganzen Tag im Bett verbrachte, nachdem ich in der Nacht zuvor mit Frau H. zwölf Folgen Akte X sah. Mein Kopf ist noch voller Bilder, aber ich bin auch schon dabei, ein wenig aufzuräumen. Schwer im Magen liegen mir aber die zahlreichen und fast unendlichen Süßigkeiten, die Frau H. und ich vernichteten. Und das, was liegen blieb, das habe ich am gestrigen Tag nicht aus dem Bett, wohl aber in den Mund geschoben. Oh, nicht gefühllos, aber schlecht war mir am Abend dann doch. Im Grunde genommen schon am Nachmittag, aber da habe ich diesen Zustand noch ignoriert. Und so bin ich in der Dämmerung noch durch das Kornfeld gelaufen, habe mich hineingesetzt und nach oben geschaut, dem blau-grauen Himmel zugesehen und mit den Pferden gesprochen. Ich habe den Wald bewegt und mich, hatte vom feuchten Gras eine nasse Hose und einen Vogel, der mich lange Zeit begleitete. Warum das geschieht, kann ich immer noch nicht sagen. Oft genug verfolgen mich die Tiere, bleiben in meiner Nähe und lassen sich sogar berühren. Dieser Vogel nicht, aber er war gelb. Und klein. Und er flog immer ein Stück voraus, wartet an der nächsten Weggabelung auf meine Entscheidung, um dann zu folgen und mich zu überholen. Ich kann ihn dann spüren, ich kann das Gras unter meinen Schuhen fühlen, den Sand und die Steine. Der Tag gestern war gut, so einen tag mache ich mir in der kommenden Woche noch einmal.
Ehrlichkeit ist in diesen Tagen so dünn gesät wie Geschmack in den Fleischbrötchen der amerikanischen Schnellversorger. Allerdings macht es keinen Sinn, sich zu verstecken - weder psychisch noch physisch. Wer sich aber verstellen will, sollte vorher auch wissen, wer oder was er ist, damit er den Weg zurückfindet. Und am Ende sind sie alle auf der Suche - nicht nach einem anderen Menschen, sondern nach sich selbst.
Das fiel mir gerade beim Schreiben einer Nachricht aus den Fingern.
Ein seltsamer Traum. Ich habe noch lange darüber nachgedacht, mich gefragt, ob er aus der Bilderflut entsprang, in der ich mich in den Stunden zuvor befunden hatte. Nein. Es sind die eigenen Konstrukte, es sind meine Bilder, es sind Gedanken aus meinem Kopf. Ein Traum ohne wichtige, bedeutungsvolle Handlung, aber voller großartiger Bilder und vielen Menschen, häufig dunkelhäutig und darunter ein großer schlanker Mann, der mich um Haupteslänge überragte. Ernster Blick, aber nicht unfreundlich. Schon zuvor hatte ich die seltsame Haltung seines Armes bemerkt und als er sich verabschiedete, bemerkte ich den Grund für die Fehlstellung. Zwei linke Hände. Er verdrehte den rechten Arm, um mir die Hand zu geben, sein Gesicht blieb dabei unbeweglich und ernst. Aber da war auch Wärme. Seltsamer Traum, aber bleibt in meinem Kopf. Gut so.
I am the Hallelujah man
Break all the rules, I'm the king of fools
I'm the renegeade in this grey town
And I'll do anything to bring a government down
I am the Hallelujah man
Yes, my friends, I've been born again
I'm the black sheep, while the shepherds sleep
I'll do anything to bring a government down
(Love & Money - Hallelujah Man)
Hm. Ich muss mich nun doch ein wenig beeilen, wenn ich alles schaffen will. Zwei Termine, ich muss sie beide wahrnehmen. Äh, ja. Am liebsten bliebe ich zu Hause, aber das geht nicht. Aufstehen, Herr Sengbusch, unter die Dusche und dann arbeiten. Ja, das mache ich auch jetzt.
Vorher noch rasch Grüße: An AltA und an meine Katze - hey, es geht ja doch! An die Gleichgesinnte - morgen - und an Frau H. ohne Adams und Eves, an L. aus dem Nachbarland und an T.: Das mit dem Paket ist wirklich sehr ärgerlich, ich kümmere mich darum. Versprochen. Und jetzt starte ich in den Tag. Wer einen dunkelhäutigen Mann mit zwei linken Händen kennt, schickt ihn schnellstens hier vorbei, ich habe da noch ein paar Fragen.
Ehrlichkeit ist in diesen Tagen so dünn gesät wie Geschmack in den Fleischbrötchen der amerikanischen Schnellversorger. Allerdings macht es keinen Sinn, sich zu verstecken - weder psychisch noch physisch. Wer sich aber verstellen will, sollte vorher auch wissen, wer oder was er ist, damit er den Weg zurückfindet. Und am Ende sind sie alle auf der Suche - nicht nach einem anderen Menschen, sondern nach sich selbst.
Das fiel mir gerade beim Schreiben einer Nachricht aus den Fingern.
Ein seltsamer Traum. Ich habe noch lange darüber nachgedacht, mich gefragt, ob er aus der Bilderflut entsprang, in der ich mich in den Stunden zuvor befunden hatte. Nein. Es sind die eigenen Konstrukte, es sind meine Bilder, es sind Gedanken aus meinem Kopf. Ein Traum ohne wichtige, bedeutungsvolle Handlung, aber voller großartiger Bilder und vielen Menschen, häufig dunkelhäutig und darunter ein großer schlanker Mann, der mich um Haupteslänge überragte. Ernster Blick, aber nicht unfreundlich. Schon zuvor hatte ich die seltsame Haltung seines Armes bemerkt und als er sich verabschiedete, bemerkte ich den Grund für die Fehlstellung. Zwei linke Hände. Er verdrehte den rechten Arm, um mir die Hand zu geben, sein Gesicht blieb dabei unbeweglich und ernst. Aber da war auch Wärme. Seltsamer Traum, aber bleibt in meinem Kopf. Gut so.
I am the Hallelujah man
Break all the rules, I'm the king of fools
I'm the renegeade in this grey town
And I'll do anything to bring a government down
I am the Hallelujah man
Yes, my friends, I've been born again
I'm the black sheep, while the shepherds sleep
I'll do anything to bring a government down
(Love & Money - Hallelujah Man)
Hm. Ich muss mich nun doch ein wenig beeilen, wenn ich alles schaffen will. Zwei Termine, ich muss sie beide wahrnehmen. Äh, ja. Am liebsten bliebe ich zu Hause, aber das geht nicht. Aufstehen, Herr Sengbusch, unter die Dusche und dann arbeiten. Ja, das mache ich auch jetzt.
Vorher noch rasch Grüße: An AltA und an meine Katze - hey, es geht ja doch! An die Gleichgesinnte - morgen - und an Frau H. ohne Adams und Eves, an L. aus dem Nachbarland und an T.: Das mit dem Paket ist wirklich sehr ärgerlich, ich kümmere mich darum. Versprochen. Und jetzt starte ich in den Tag. Wer einen dunkelhäutigen Mann mit zwei linken Händen kennt, schickt ihn schnellstens hier vorbei, ich habe da noch ein paar Fragen.