Ein bisschen zu spät

Ich habe schwere Finger und mein Kopf ist es auch. Kein Finger, er ist schwer. Mensch. Und müde. der Mensch und der Kopf. Ich denke, ich werde heute Nacht gut schlafen können, ich denke, ich habe einen guten Tag hinter mich gebracht. Viel gearbeitet habe ich und befand am späten Nachmittag, dass ich eine gute Zeitung gemacht habe. Heute. Ja. Fertig werde ich ja doch nie, das ist klar. So wie ich immer müde bin, werde ich nie fertig sein. Hm. Das ist gut, das gefällt mir. Und ich habe heute im Telefonat mit AltA entschlossen, dass die erste Lesung in ihrem Wohnzimmer stattfindet. Ein Hauch von Elbe während ich lese, geladene Gäste in stilvollen Ambiente - das macht meinem Kopf Spaß. Ein Test für den Ernstfall, der dann im Juli und August stattfinden soll. So ganz kann ich mich noch nicht damit abfinden. Die Bühne, das Podium sind mir vertraut, aber es ist kein Spaß so wie früher die Kabarett-Abende, es ist mein Innerstes, das ich präsentiere. Auge in Auge. Es ist gefährlich für mich, das Loch hinterher wird dunkel sein. Unheimlich. davor fürchte ich mich. Genauso, wie ich mich darauf freue, meine Gedanken zu zeigen. Eine Mischung aus Exhibitionismus und Furcht.

Ich versuche jetzt erst einmal zu schlafen, ich habe viel Gedanken in meinem Kopf, aber die pule ich erst nach dem Aufwachen aus meinem Kopf. Müde, ja, das bin ich. Müde.

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