Diagnosen
Ach, was ist das heute für ein Tag, was kann denn nun noch kommen? ich sollte mal in mein Horoskop sehen, vorher aber noch daran denken, dass ich auch daran glauben will, was mir die Sterne sagen. Bah. Das ist ja alles furchtbar, furchtbar anstrengend, furchtbar enervierend und furchtbar furchtbar. Ich werde einen Mülleimer erfinden, in den ich kaputte Tage, Stunden oder ganze Wochen werfen kann. Fort damit, fort mit diesem Tag. Hrmpf. Nicht nur, dass es Absagen von zahlreichen, nein, zahllosen Anzeigenkunden hagelte, nein, dann kommt auch noch das beste Ypsilon von allen und ruiniert mir den Rest des Tages. Ja, das war wirklich eine gelungene Aktion, ein herrliches Beispiel für das perfekte Aneinander-vorbei-reden, -denken und -fühlen. Immer wieder betone ich es, aber kaum jemand kann damit umgehen: klare Ansagen. Wenn mir etwas nicht passt, dann sage ich es - und das erwarte ich auch von den Menschen, die sich mit mir befassen und mit denen ich mich befasse. Leuchtendes Beispiel bleibt S., die mir schon während der Zeit in Lüneburg den Kopf gewaschen hat, wenn sie mit mir unzufrieden war. Das ist Freundschaft und nicht zurückziehen und darauf warten, dass ich ein Zeichen finde, das an irgendeiner Stelle im Feenwald liegt. An irgendeiner Stelle. Vermutlich auch noch vergraben. Tja. Und. Tja, und nun bin ich wirklich genervt vom Ypsilon, deutlicher hätte ich es heute Nachmittag am Telefon auch nicht ausdrücken können. Oh, und ich mag mich in dieser Stimmung nicht, finde es auf der anderen Seite aber auch grässlich, wenn sich dann jemand vor mir noch kleiner macht. Noch kleiner. Und noch kleiner. Bitte nähern sie sich dem König rückwärts und in geduckter Haltung, stoßen sie dabei nichts um und erhängen sie sich nach der Audienz umgehend. Bah. Wenn ich eines nicht mag, dann ist es Unterwürfigkeit. Ich glaube, deswegen mag ich auch Hunde nicht so gern: Sie tun das, was ich ihnen sage - wobei ich mit Hunden gar nicht rede, sie verstehen mich ohnehin nicht. Meine Katze hingegen versteht mich, tut deswegen aber noch längst nicht immer das, worum ich sie bitte. Na, das führt jetzt zu weit: Ich ziehe die Krallen und das Fauchen dem Sabbern und Hecheln vor. Zweifellos.
So, und nun trete ich diesen Tag. Irgendwo hin. Ich trete dabei so fest, dass ich mir den Fuß brechen werde und anschließend so lange jammern kann, wie ich will. Berechtigt. Natürlich. Alles ist schlimm in diesen Tagen und ich lasse mich nun zur zentralen Meldestelle der Hiobsbotschaften ernennen. Vielleicht geht das, wenn in den kommenden Tagen der Gerichtsvollzieher vorbeischaut, vermutlich kenne ich den dann auch noch, weil er zufällig Fußballspieler oder -trainer ist. Möglich ist das, Gnade kennen die Kerle aber dann dennoch nicht, wie ich aus Erzählungen weiß. Das beste wird sein, ich nehme mir das Leben und versuche dann, mit der Lebensversicherung durchzubrennen. Oder so ähnlich. Das Leben stinkt momentan und ich weiß warum, denn ich verstopfe den Abfluss. Ich habe eine Persönlichkeitsstörung, hat mir B. heute diagnostiziert. Na, was soll ich auch sonst haben, eine Persönlichkeitsstörung ist das einzige, was ich mir in diesen Tagen leisten kann, ohne das mein Konto belastet wird. Oder werden könnte. Vielleicht kann ich meine Störung an den Gerichtsvollzieher meistbietend abtreten. Womit ich wieder beim Treten bin. Bah. Ich gehe jetzt duschen.
Grüße. An A. auf der Insel - schon wieder - und an AltA mit dem Dank für den Versuch der guten Laune: Ich glaube, ich bin zurzeit dagegen geimpft. An den kleinen König, den ich nicht abhole und an meine Katze, die jetzt so genervt guckt wie ich mich fühle - und das ist wohl Seelenverwandtschaft. An B. und die Kopfschmerzen und den richtigen Stil beim Schluss-machen, an meine Mutter und die Negerküsse in meinem Bauch. Ich glaube, mir ist schlecht. Wem nun auch schlecht ist, der ist zumindest nicht allein. Und ich dann auch nicht. Prima.
So, und nun trete ich diesen Tag. Irgendwo hin. Ich trete dabei so fest, dass ich mir den Fuß brechen werde und anschließend so lange jammern kann, wie ich will. Berechtigt. Natürlich. Alles ist schlimm in diesen Tagen und ich lasse mich nun zur zentralen Meldestelle der Hiobsbotschaften ernennen. Vielleicht geht das, wenn in den kommenden Tagen der Gerichtsvollzieher vorbeischaut, vermutlich kenne ich den dann auch noch, weil er zufällig Fußballspieler oder -trainer ist. Möglich ist das, Gnade kennen die Kerle aber dann dennoch nicht, wie ich aus Erzählungen weiß. Das beste wird sein, ich nehme mir das Leben und versuche dann, mit der Lebensversicherung durchzubrennen. Oder so ähnlich. Das Leben stinkt momentan und ich weiß warum, denn ich verstopfe den Abfluss. Ich habe eine Persönlichkeitsstörung, hat mir B. heute diagnostiziert. Na, was soll ich auch sonst haben, eine Persönlichkeitsstörung ist das einzige, was ich mir in diesen Tagen leisten kann, ohne das mein Konto belastet wird. Oder werden könnte. Vielleicht kann ich meine Störung an den Gerichtsvollzieher meistbietend abtreten. Womit ich wieder beim Treten bin. Bah. Ich gehe jetzt duschen.
Grüße. An A. auf der Insel - schon wieder - und an AltA mit dem Dank für den Versuch der guten Laune: Ich glaube, ich bin zurzeit dagegen geimpft. An den kleinen König, den ich nicht abhole und an meine Katze, die jetzt so genervt guckt wie ich mich fühle - und das ist wohl Seelenverwandtschaft. An B. und die Kopfschmerzen und den richtigen Stil beim Schluss-machen, an meine Mutter und die Negerküsse in meinem Bauch. Ich glaube, mir ist schlecht. Wem nun auch schlecht ist, der ist zumindest nicht allein. Und ich dann auch nicht. Prima.