Die dunkle Seite
"Die dunkle Seite der Macht ist..."
Eine Mischung aus Hysterie, Panik, grenzenlos guter Laune und Gelächter umgibt mich. Ein seltsamer Start in den Tag, ich fühle mich schwebend zwischen, schwebend über allem. Oder in allem. Ganz schlüssig kann ich das für mich nicht beantworten. Aber ich lebe, ich habe das Tief vom Wochenende überstanden, ich habe auch diese Stunden hinter mich gebracht. Hinter mich. Ich habe sie begraben, irgendwo im Garten, dort, wo sie niemand findet. Hätte ich eine Sekunde länger gewartet, nun, vielleicht drei Sekunden länger, dann wäre das Bild heute Morgen ganz anders ausgefallen. Ganz anders. Mit einem Strahlen in den Augen, mit einem verzückten Ausdruck um den Mund, die quiekenden Schreie hätte meine Kamera gar nicht einfangen können. Aber sie waren da. Keine Frage. Sie waren da. Der verzückte Ausdruck ist noch immer da, aber ich mache jetzt kein neues Foto mehr. Und warum? Ich meine, warum ist der verzückte Ausdruck... Ganz einfach: Amazon hat mir das geschickt, das ich schon vor Monaten bestellte. Star Wars. Die Triologie. Die alten Filme aus meiner Jugend, nach denen das Röcheln von Darth Vader mich nächtelang begleitete und ich mir wünschte, so zu sein. Nein, ich wollte nie Luke Skywalker sein, nicht einmal der wundervolle Han Solo konnte mich so sehr in den Bann ziehen, wie es die dunkle Seite der Macht vermochte. Die dunkle Seite. Schon damals war ich enttäuscht, dass das Gute am Ende siegt, dass die stärkeren, rücksichtslosen Bösen die Waffen strecken müssen. Ich sei zu negativ, warf mir kürzlich jemand vor, ich solle positiver durch das Leben gehen, dann würde ich im ewigen Licht lächeln. Entschuldigung, aber das ist nun wirklich kompletter Blödsinn: ewiges Licht durch positives Denken. Seltsam genug, dass die Menschen von mir immer denken, ich sei so negativ, aber es ist noch seltsamer, dass so viele immer noch in der Unendlichkeit denken. Um beim "ewigen Licht" packt mich eine unsichtbare Hand und drückt mir die Kehle zu. Vermutlich ist es Darth Vader, ich weiß es nicht. Ich denke, dass ich das Leben so sehe, wie es ist. Nicht verklärt, nicht als buntes Spiel voller Freude und friedvoller Zeitgenossen. Die Menschen sind nicht gut, aber sie können es sein. Tiere. Ein Tiger kann auch sehr gut sein, sehr friedlich, sehr anschmiegsam. Aber ich würde ihm nicht den Rücken zuwenden. Ewiges Licht. Nein, dazu kann ich wirklich nicht viel sagen.
Ach, und am Samstag beglückte mich etwas, dass ich erst später fand - ich sollte häufiger in den Briefkasten sehen, wenn ich schon bei Amazon so viel bestelle. "Vegas" von The Crystal Method läuft in der Endlosschleife, sorgt für Kraft und immer wieder Anfälle, in denen ich mich wild hüpfend und zuckend durch die Wohnung bewege. Oder auch durch Frau Feenblau gleite, während ich mit ihr über die Straßen rolle. Wie diese Musik bezeichnet wird, kann ich nicht sagen. Aber meine Füße kann ich nicht still halten. Nicht still halten. Eine gute Ablenkung von all dem Unbill, von all dem Tristen, was mich umgibt. Soeben habe ich wieder einen Abonnenten gewonnen, 30 Minuten später habe ich wieder einen verloren. Es ist schon seltsam, aber eben auch kein Grund für mich, mir meinen Kopf von den Schultern zu treten. Nein. Und es ist schon seltsam, dass ich mich heute für das Licht entscheide und extrem positiv denke. In welchen Bahnen auch immer.
Der Rest des Tages gehört mir und ich werde sehen, was ich noch anfange. Neben der Arbeit. Irgendetwas wird mir schon einfallen. Und am Abend sehe mir Darth Vader an, freue mich schon jetzt auf diese Maske. Wundervoll.
Eine Mischung aus Hysterie, Panik, grenzenlos guter Laune und Gelächter umgibt mich. Ein seltsamer Start in den Tag, ich fühle mich schwebend zwischen, schwebend über allem. Oder in allem. Ganz schlüssig kann ich das für mich nicht beantworten. Aber ich lebe, ich habe das Tief vom Wochenende überstanden, ich habe auch diese Stunden hinter mich gebracht. Hinter mich. Ich habe sie begraben, irgendwo im Garten, dort, wo sie niemand findet. Hätte ich eine Sekunde länger gewartet, nun, vielleicht drei Sekunden länger, dann wäre das Bild heute Morgen ganz anders ausgefallen. Ganz anders. Mit einem Strahlen in den Augen, mit einem verzückten Ausdruck um den Mund, die quiekenden Schreie hätte meine Kamera gar nicht einfangen können. Aber sie waren da. Keine Frage. Sie waren da. Der verzückte Ausdruck ist noch immer da, aber ich mache jetzt kein neues Foto mehr. Und warum? Ich meine, warum ist der verzückte Ausdruck... Ganz einfach: Amazon hat mir das geschickt, das ich schon vor Monaten bestellte. Star Wars. Die Triologie. Die alten Filme aus meiner Jugend, nach denen das Röcheln von Darth Vader mich nächtelang begleitete und ich mir wünschte, so zu sein. Nein, ich wollte nie Luke Skywalker sein, nicht einmal der wundervolle Han Solo konnte mich so sehr in den Bann ziehen, wie es die dunkle Seite der Macht vermochte. Die dunkle Seite. Schon damals war ich enttäuscht, dass das Gute am Ende siegt, dass die stärkeren, rücksichtslosen Bösen die Waffen strecken müssen. Ich sei zu negativ, warf mir kürzlich jemand vor, ich solle positiver durch das Leben gehen, dann würde ich im ewigen Licht lächeln. Entschuldigung, aber das ist nun wirklich kompletter Blödsinn: ewiges Licht durch positives Denken. Seltsam genug, dass die Menschen von mir immer denken, ich sei so negativ, aber es ist noch seltsamer, dass so viele immer noch in der Unendlichkeit denken. Um beim "ewigen Licht" packt mich eine unsichtbare Hand und drückt mir die Kehle zu. Vermutlich ist es Darth Vader, ich weiß es nicht. Ich denke, dass ich das Leben so sehe, wie es ist. Nicht verklärt, nicht als buntes Spiel voller Freude und friedvoller Zeitgenossen. Die Menschen sind nicht gut, aber sie können es sein. Tiere. Ein Tiger kann auch sehr gut sein, sehr friedlich, sehr anschmiegsam. Aber ich würde ihm nicht den Rücken zuwenden. Ewiges Licht. Nein, dazu kann ich wirklich nicht viel sagen.
Ach, und am Samstag beglückte mich etwas, dass ich erst später fand - ich sollte häufiger in den Briefkasten sehen, wenn ich schon bei Amazon so viel bestelle. "Vegas" von The Crystal Method läuft in der Endlosschleife, sorgt für Kraft und immer wieder Anfälle, in denen ich mich wild hüpfend und zuckend durch die Wohnung bewege. Oder auch durch Frau Feenblau gleite, während ich mit ihr über die Straßen rolle. Wie diese Musik bezeichnet wird, kann ich nicht sagen. Aber meine Füße kann ich nicht still halten. Nicht still halten. Eine gute Ablenkung von all dem Unbill, von all dem Tristen, was mich umgibt. Soeben habe ich wieder einen Abonnenten gewonnen, 30 Minuten später habe ich wieder einen verloren. Es ist schon seltsam, aber eben auch kein Grund für mich, mir meinen Kopf von den Schultern zu treten. Nein. Und es ist schon seltsam, dass ich mich heute für das Licht entscheide und extrem positiv denke. In welchen Bahnen auch immer.
Der Rest des Tages gehört mir und ich werde sehen, was ich noch anfange. Neben der Arbeit. Irgendetwas wird mir schon einfallen. Und am Abend sehe mir Darth Vader an, freue mich schon jetzt auf diese Maske. Wundervoll.