Seelenleben
Den Tag heute nutze ich, die Frage ist nur: wozu? Oder wofür. Oder wie auch immer. Vielleicht für ein wenig Ruhe. Ja, das ist es. was für eine glorreiche Idee. Früh habe ich heute Morgen begonnen, habe ich mich durch einige zähe, nervige Dinge gequält und bin nicht wirklich zufrieden. Aber es gibt einen Lichtblick, es sieht tatsächlich so aus, als ob ich meine Zeitung am Leben halten könnte - und das wäre nun wirklich eine großartige Sache. Ja, im Ernst. In den vergangenen Tagen habe ich so viel nachgedacht, hatte überlegt, das Projekt einfach sterben zu lassen, weil mir die Arbeit so viel Kraft und Kreativität raubt. Aber das ist Unsinn. Kraft koste ich mich selbst - so einfach ist das. Zugegeben: Ich brauche eine Pause, aber das erfordert nicht zwingend das Ableben meiner Zeitung. Alles Humbug! Anstrengen und Flagge zeigen, am besten die mit dem Totenkopf, dann werde ich es allen zeigen. Mein erstes Buch wird in diesem Jahr veröffentlicht und die Zeitung bleibt wo sie ist: Im Internet und am Leben. So. Und jetzt sollen sie kommen. Wer auch immer.
Ach. Vor einigen sprach mich jemand doch tatsächlich auf diese Internetseite an. Toll? Naja. Angeblich bin ich ganz anders, als mich diese Seite zeigt. Sieh an. Und darüber habe ich erst einmal nachgedacht, bevor ich mich umfassend ärgere. Ganz anders. Ich bin ganz anders? Ich glaube, dass viele Menschen in mir das sehen, was sie sehen wollen, was sie sich wünschen. Und wenn ich dann kichernd vor irgendeinem illustren Objekt sitze und nicht aufhören kann, mit dem Finger darauf zu zeigen und mir immer wieder auf die Schenkel klopfe, dann fragen sie nach meiner Ernsthaftigkeit. Oh, und ich sie ja gar nicht so tiefgründig. Ach, Himmel, niemand ist nur tiefgründig, tiefsinnig und nachdenklich, es wäre ja eine mittlere Katastrophe, wenn ich mit durchgängig ernster Miene durch das Leben schritte und in allem einen Sinn suchte. Quatsch. Wie kommen die Menschen nur darauf? Nur weil mir jemand einen Witz erzählt, halte ich ihn doch nicht für einen Komiker. Wenngleich sich mittlerweile jeder für einen Komiker hält, der einen Witz erzählen kann. Klar, ich denke gern und viel, aber muss ich deswegen unentwegt ernst sein? Wie bitte? Hm, wenn ich mir selbst antworte, dann höre ich immer dasselbe Wort. Hm. Und ich denke noch einmal darüber nach. Ganz anders soll ich sein, anders, als ich auf dieser Internetseite wirke. Hm. Ich denke, da höre ich immer noch das "Nö" - mehr kommt da von mir nicht. Vielleicht ist mein Humor einfach unverständlich. Oder ich bin tatsächlich tiefgründig und habe es nur noch nicht bemerkt. Macht ja nicht, ich kann ja nicht alles merken. Wenn die Sonne untergeht, dann kriege ich das auch nicht immer mit. Und ein Sonnenuntergang ist weitaus offensichtlicher als mein Seelenleben. Glaube ich.
Ach, und Hunger habe ich. Immer diese amerikanischen Brötchen mit gegrilltem Huhn darin sind auf die Dauer sicher auch nicht gesund. Na, was ist schon gesund? Die Körner, die ich vor ein paar Jahren immer kaute, haben mich auch nicht unsterblich werden lassen. Dieser Wahn, dass dieses oder jenes für den Körper nicht gut sein soll, nervt mich. Hauptsache es schmeckt, was soll denn daran so grausam sein. Oder ungesund. Meine englischen Weingummis sind voller Chemie - na und? Diese Pampe, aus denen die Gummibären jetzt "natürlich und ohne Farbstoffe" gemacht werden, schmeckt farblos. Die Dinger sind auch blasser geworden. Und überhaupt: Wer regt sich über die blauen M&M's auf? Niemand. Seltsam, denn diese Farbe ist sicher nicht vom Apfel oder der Birne extrahiert worden. Also ungesund. Aber lecker. Zurzeit höre ich, wenn ich mit Frau Feenblau unterwegs bin, vornehmlich Hanns-Dieter Hüsch: "...und er bewundere die, die sich von Körnern ernähren und nie krank würden..." - oder so ähnlich. Mensch. Und ich lasse mich schon davon anstecken. Ich esse gleich so ein Papp-Brötchen mit Huhn und lasse es mir schmecken. So.
Grüße. An die Badezimmer dieser Welt, in denen vermutlich die meisten Tränen fließen. Vermutlich. An den zickigen König und meine ebenso gestimmte Katze. Dabei fällt mir ein, dass ich meine Lieblingsgitarre mal wieder stimmen muss. An B., weil sich niemand so schön entscheidet. Und dann grüße ich alle, die wissen, dass ein Mensch aus mehr Schubladen als eine Schrankwand besteht. In eine einzelne passt ohnehin niemand hinein.
Ach. Vor einigen sprach mich jemand doch tatsächlich auf diese Internetseite an. Toll? Naja. Angeblich bin ich ganz anders, als mich diese Seite zeigt. Sieh an. Und darüber habe ich erst einmal nachgedacht, bevor ich mich umfassend ärgere. Ganz anders. Ich bin ganz anders? Ich glaube, dass viele Menschen in mir das sehen, was sie sehen wollen, was sie sich wünschen. Und wenn ich dann kichernd vor irgendeinem illustren Objekt sitze und nicht aufhören kann, mit dem Finger darauf zu zeigen und mir immer wieder auf die Schenkel klopfe, dann fragen sie nach meiner Ernsthaftigkeit. Oh, und ich sie ja gar nicht so tiefgründig. Ach, Himmel, niemand ist nur tiefgründig, tiefsinnig und nachdenklich, es wäre ja eine mittlere Katastrophe, wenn ich mit durchgängig ernster Miene durch das Leben schritte und in allem einen Sinn suchte. Quatsch. Wie kommen die Menschen nur darauf? Nur weil mir jemand einen Witz erzählt, halte ich ihn doch nicht für einen Komiker. Wenngleich sich mittlerweile jeder für einen Komiker hält, der einen Witz erzählen kann. Klar, ich denke gern und viel, aber muss ich deswegen unentwegt ernst sein? Wie bitte? Hm, wenn ich mir selbst antworte, dann höre ich immer dasselbe Wort. Hm. Und ich denke noch einmal darüber nach. Ganz anders soll ich sein, anders, als ich auf dieser Internetseite wirke. Hm. Ich denke, da höre ich immer noch das "Nö" - mehr kommt da von mir nicht. Vielleicht ist mein Humor einfach unverständlich. Oder ich bin tatsächlich tiefgründig und habe es nur noch nicht bemerkt. Macht ja nicht, ich kann ja nicht alles merken. Wenn die Sonne untergeht, dann kriege ich das auch nicht immer mit. Und ein Sonnenuntergang ist weitaus offensichtlicher als mein Seelenleben. Glaube ich.
Ach, und Hunger habe ich. Immer diese amerikanischen Brötchen mit gegrilltem Huhn darin sind auf die Dauer sicher auch nicht gesund. Na, was ist schon gesund? Die Körner, die ich vor ein paar Jahren immer kaute, haben mich auch nicht unsterblich werden lassen. Dieser Wahn, dass dieses oder jenes für den Körper nicht gut sein soll, nervt mich. Hauptsache es schmeckt, was soll denn daran so grausam sein. Oder ungesund. Meine englischen Weingummis sind voller Chemie - na und? Diese Pampe, aus denen die Gummibären jetzt "natürlich und ohne Farbstoffe" gemacht werden, schmeckt farblos. Die Dinger sind auch blasser geworden. Und überhaupt: Wer regt sich über die blauen M&M's auf? Niemand. Seltsam, denn diese Farbe ist sicher nicht vom Apfel oder der Birne extrahiert worden. Also ungesund. Aber lecker. Zurzeit höre ich, wenn ich mit Frau Feenblau unterwegs bin, vornehmlich Hanns-Dieter Hüsch: "...und er bewundere die, die sich von Körnern ernähren und nie krank würden..." - oder so ähnlich. Mensch. Und ich lasse mich schon davon anstecken. Ich esse gleich so ein Papp-Brötchen mit Huhn und lasse es mir schmecken. So.
Grüße. An die Badezimmer dieser Welt, in denen vermutlich die meisten Tränen fließen. Vermutlich. An den zickigen König und meine ebenso gestimmte Katze. Dabei fällt mir ein, dass ich meine Lieblingsgitarre mal wieder stimmen muss. An B., weil sich niemand so schön entscheidet. Und dann grüße ich alle, die wissen, dass ein Mensch aus mehr Schubladen als eine Schrankwand besteht. In eine einzelne passt ohnehin niemand hinein.