Höhere Gewalt
So. Jetzt ist endgültig Schluss, es reicht, es reicht, es reicht. Wirklich: Es reicht mir. Mit letzter Kraft verfasse ich gestern eine zähen Wortfluss des Leidens, weil mich die vergangenen Tage, Stunden vollkommen lahm legen und mir die Lust an allem nehmen. Und dann? Dann geht dieser Eintrag durch meine eigene Dummheit verloren. Erschießen sollte ich mich, aber ich stehe momentan so weit neben mir, dass ich mich nicht treffen würde, ich kann mich ja nicht einmal sehen. Mann, ich bin wirklich großartig, ich bin so großartig, dass ich nicht nur wichtige Zettel mit Telefonnummern verliere, sondern auch noch meine Tagebucheinträge im Internet. Klasse. Herr Sengbusch, darf ich ihnen zu diesem gelungenen Schachzug gratulieren? Einzigartig, wirklich. Ich bin derartig begeistert, dass ich mir spontan ein Denkmal setzen möchte. Aber ich vergesse bestimmt wie ich so aussehe. B. behauptete heute Morgen, dass sei höhere Gewalt. Pah. Das ist Altersdemenz und vergleichbar mit dem schleichenden Verlust meines Augenlichts. Ein Vorgang, der mir gestern Abend wieder eindrucksvoll ins Gedächtnis gerufen wurde, als ich beim späten Kiosk-Besuch nicht mehr erkennen konnte, was auf diesen Münzen für Zahlen stehen. Eine Null. Hinten. Aber was ist das da vorn? Tasten hätte ich können, aber das fiel mir erst mitten in der Nacht ein. Dummer Junge. Ein Intelligenzquotient ist nur so gut wie die Brille - oder umgekehrt. Vielleicht gibt es auch einen Zusammenhang zwischen der Altersweitsichtigkeit und der Fähigkeit, auf der eigenen Internetseite den richtigen Knopf zu drücken. Und wenn mich morgen jemand darauf anspricht und behauptet, es hieße "Button", dann soll er sich ein anderes "Weblog" - oder wie die Dinger heißen - suchen, ich führe ein Tagebuch und habe Knöpfe. Bäh. Ich glaube, ich bin nicht nur dumm, ich bin auch noch extrem genervt.
Mist. Nach dem leidvollen Eintrag gestern habe ich heute gar keine Lust, wieder mein Leiden hier festzuhalten. Zumindest will ich nicht die tragischen Sätze wiederholen, das ermüdet mich nur noch mehr. Genervt bin ich, genervt. Jawohl. Ein Kampf gegen Windmühlen ist es, den ich zurzeit führe. Überall tun sich Probleme auf, überall werfen sie mir Steine, Knüppel und Wattebäuschen in den Weg. Letztgenannte sind am schlimmsten, denn denen kann ich nicht ausweichen, sie kleben an mir und an der Kleidung und an den Stoppeln auf meinem Kopf, so dass ich aussehe wie ein gerupfter Schneemann. Oder ein genervter Schneemann. Ach, ich schreibe schon wieder Unsinn, die Stimme in meinem Kopf ruft das immer wieder. Ganz ehrlich? Ich schreibe lieber Unsinn, ich mache mich lieber lustig, als die Dinge ernst zu nehmen. Im Ernst. Und momentan, ja, momentan bin ich deshalb wohl am meisten von mir selbst genervt. Herzlichen Glückwunsch, Herr Sengbusch, die Selbsterkenntnis wurde heute wohl durch den Wasserstrahl der Dusche geschickt - hoffentlich war es nicht zu viel des Guten.
Puh. Ich verschwinde lieber in mir, mache mich dünn oder nehme ab. Grüße gibt es noch. An AltA und an die kleine A. auf der Insel, an den kleinen König und an meine Katze, die mir wenigstens warme Beine beschert. An S., das Telefonat gestern tat gut und an B., weil ich noch mehr von diesen Nachtplaudereien will. An meine Mutter und an meine Weisheitsdusche. So, war noch etwas? Nein, ich bin zu spät und muss los - hoffentlich drücke ich heute den richtigen Knopf.
Mist. Nach dem leidvollen Eintrag gestern habe ich heute gar keine Lust, wieder mein Leiden hier festzuhalten. Zumindest will ich nicht die tragischen Sätze wiederholen, das ermüdet mich nur noch mehr. Genervt bin ich, genervt. Jawohl. Ein Kampf gegen Windmühlen ist es, den ich zurzeit führe. Überall tun sich Probleme auf, überall werfen sie mir Steine, Knüppel und Wattebäuschen in den Weg. Letztgenannte sind am schlimmsten, denn denen kann ich nicht ausweichen, sie kleben an mir und an der Kleidung und an den Stoppeln auf meinem Kopf, so dass ich aussehe wie ein gerupfter Schneemann. Oder ein genervter Schneemann. Ach, ich schreibe schon wieder Unsinn, die Stimme in meinem Kopf ruft das immer wieder. Ganz ehrlich? Ich schreibe lieber Unsinn, ich mache mich lieber lustig, als die Dinge ernst zu nehmen. Im Ernst. Und momentan, ja, momentan bin ich deshalb wohl am meisten von mir selbst genervt. Herzlichen Glückwunsch, Herr Sengbusch, die Selbsterkenntnis wurde heute wohl durch den Wasserstrahl der Dusche geschickt - hoffentlich war es nicht zu viel des Guten.
Puh. Ich verschwinde lieber in mir, mache mich dünn oder nehme ab. Grüße gibt es noch. An AltA und an die kleine A. auf der Insel, an den kleinen König und an meine Katze, die mir wenigstens warme Beine beschert. An S., das Telefonat gestern tat gut und an B., weil ich noch mehr von diesen Nachtplaudereien will. An meine Mutter und an meine Weisheitsdusche. So, war noch etwas? Nein, ich bin zu spät und muss los - hoffentlich drücke ich heute den richtigen Knopf.