Startschuss
Ein neues Jahr und alles ist wie vorher: Ich habe zwei Arme, zwei Beine und eine große Nase, zwei Augen, die eine Brille brauchen und ein loses, unsicheres Mundwerk. Oder ich bin unsicher. Oder ich mache unsicher. So ähnlich. Nachdem Weihnachten schon seinen Schrecken verloren hat, verbrachte ich den Jahreswechsel unter immens vielen Menschen. Trotz anfänglicher Panikattacken habe ich den Abend passabel überstanden, Gründe für Kritik bieten sich immer. Aber ich will nicht kleinlich sein und bezeichne den Abend als gelungen, wenngleich ich nach wie vor nicht verstehen kann, warum die Menschen ihr Geld verbrennen oder in den Himmel schießen. Nicht einmal das Zusehen hat mich sonderlich gereizt, ach, nicht einmal sonderlich, es war langweilig. Das Feuerwerk. Naja. Ein Feuer im Werk reizt sicher mehr zum Zuschauen, nur ist niemand auf die Idee gekommen, so etwas mal in der Silvesternacht umzusetzen. Vielleicht ein Projekt für dieses Jahr, ich werde mir etwas einfallen lassen. Denke ich.
Tatsächlich habe ich mir gestern Nacht noch ein paar Mal Gedanken darüber gemacht, was ich denn in den Jahren zuvor so erlebt habe. Hu. Grausame Stunden waren dabei. Unvergessen bleibt der Sturz vom Dach, als ich ganz oben rittlings eine Flasche Sekt in der Einsamkeit leeren wollte. Immerhin habe ich überlebt. Ich glaube, das war 1999. Ja, das kommt hin. Ein Jahr zuvor habe ich den Mond angeheult, daran kann ich mich gut erinnern. Eine schrille Nacht, allein mit dem Vollmond auf kalter, weiter Flur. Das war schön. In den Jahren davor bin ich mit dem Taxi unterwegs gewesen. Glaube ich. Das liegt schon so lange zurück. 2001 habe ich mit J, im Theater verbracht, das Jahr darauf war ich - oh, da waren auch mehrere Menschen im Spiel - mit W. auf einer kleinen Party und vergangenes Jahr habe ich bis morgens um vier Uhr gearbeitet, ehe ich dann das beste Ypsilon rettete. So, genug Vergangenheit, aber ich dachte, ich schreibe das mal auf, bevor ich es irgendwann aus meinem Kopf verdränge - das will ich nicht, ich brauche diese Erinnerungen als Kontrast zur vergangenen Nacht, denn die war tatsächlich gut. Blödsinn? Meinetwegen.
Müde ich bin ich, früh schon habe ich heute begonnen zu arbeiten. Na gut, na gut, so früh war es auch nicht, irgendwann gegen 12 Uhr saß ich an den Rechnern. Dafür habe ich schon wieder viel erledigt, morgen ist auch noch Zeit für mehr. Ganz sicher. Aber ich bin stolz auf mich, dass ich auch heute so fleissig war. Vielleicht, weil ich darauf vertraue, dass sich das irgendwann alles auszahlen wird. In Anerkennung - und auch in klingender Münze. Irgendwann muss das geschehen, irgendwann wird das geschehen. Und da ich in diesen Tagen so entspannt bin, das Lächeln wieder zurückkehrt und ich verborgene Kräfte wieder finde, glaube ich auch daran, dass das alles funktionieren wird. Glaube ich. Und daran. Ich spreche jetzt nicht davon, dass dieses kommende mein Jahr wird, denn das ist Unsinn - alles gehört mir. Vor allem aber das, was ich erreichen will.
So, bevor ich wieder den Absprung verpasse gibt es noch Grüße: An S. mit einem Schlag in den Nacken, an M. zum ersten Mal und an Frau W. auch zum ersten Mal - so. An das beste Ypsilon von allen, dem ich hin und wieder mal erklären werde, was "sich entspannen" bedeutet" und an den kleinen König. Ach, und an den Ponyhof, ich muss zum Glück nirgendwo sauber machen. An die gekachelten Räumlichkeiten und ganz neue Ereignisse, an die süß duftende Kuschelecke, an die Wolldeckenbesorgerin - einfach grandios - und an die Cola-Trinker. Außerdem an B. und an die kleckernde, orange Soße. Und an meine Panikattacken: Ich trickse euch langsam aus - ätsch. Es hat sich nichts verändert, seit fast sechs Wochen geht es mir gut - das ist ein Grund zum Feiern...
Tatsächlich habe ich mir gestern Nacht noch ein paar Mal Gedanken darüber gemacht, was ich denn in den Jahren zuvor so erlebt habe. Hu. Grausame Stunden waren dabei. Unvergessen bleibt der Sturz vom Dach, als ich ganz oben rittlings eine Flasche Sekt in der Einsamkeit leeren wollte. Immerhin habe ich überlebt. Ich glaube, das war 1999. Ja, das kommt hin. Ein Jahr zuvor habe ich den Mond angeheult, daran kann ich mich gut erinnern. Eine schrille Nacht, allein mit dem Vollmond auf kalter, weiter Flur. Das war schön. In den Jahren davor bin ich mit dem Taxi unterwegs gewesen. Glaube ich. Das liegt schon so lange zurück. 2001 habe ich mit J, im Theater verbracht, das Jahr darauf war ich - oh, da waren auch mehrere Menschen im Spiel - mit W. auf einer kleinen Party und vergangenes Jahr habe ich bis morgens um vier Uhr gearbeitet, ehe ich dann das beste Ypsilon rettete. So, genug Vergangenheit, aber ich dachte, ich schreibe das mal auf, bevor ich es irgendwann aus meinem Kopf verdränge - das will ich nicht, ich brauche diese Erinnerungen als Kontrast zur vergangenen Nacht, denn die war tatsächlich gut. Blödsinn? Meinetwegen.
Müde ich bin ich, früh schon habe ich heute begonnen zu arbeiten. Na gut, na gut, so früh war es auch nicht, irgendwann gegen 12 Uhr saß ich an den Rechnern. Dafür habe ich schon wieder viel erledigt, morgen ist auch noch Zeit für mehr. Ganz sicher. Aber ich bin stolz auf mich, dass ich auch heute so fleissig war. Vielleicht, weil ich darauf vertraue, dass sich das irgendwann alles auszahlen wird. In Anerkennung - und auch in klingender Münze. Irgendwann muss das geschehen, irgendwann wird das geschehen. Und da ich in diesen Tagen so entspannt bin, das Lächeln wieder zurückkehrt und ich verborgene Kräfte wieder finde, glaube ich auch daran, dass das alles funktionieren wird. Glaube ich. Und daran. Ich spreche jetzt nicht davon, dass dieses kommende mein Jahr wird, denn das ist Unsinn - alles gehört mir. Vor allem aber das, was ich erreichen will.
So, bevor ich wieder den Absprung verpasse gibt es noch Grüße: An S. mit einem Schlag in den Nacken, an M. zum ersten Mal und an Frau W. auch zum ersten Mal - so. An das beste Ypsilon von allen, dem ich hin und wieder mal erklären werde, was "sich entspannen" bedeutet" und an den kleinen König. Ach, und an den Ponyhof, ich muss zum Glück nirgendwo sauber machen. An die gekachelten Räumlichkeiten und ganz neue Ereignisse, an die süß duftende Kuschelecke, an die Wolldeckenbesorgerin - einfach grandios - und an die Cola-Trinker. Außerdem an B. und an die kleckernde, orange Soße. Und an meine Panikattacken: Ich trickse euch langsam aus - ätsch. Es hat sich nichts verändert, seit fast sechs Wochen geht es mir gut - das ist ein Grund zum Feiern...