Neue Perspektive

Der Rechner ist da. Die gute Nachricht vorweg - wobei es heute gar keine schlechten Neuigkeiten gibt. Außer der vielen Arbeit und der fehlenden Lust, irgendetwas zu tun. Ach, Armin, es ist doch Weihnachten, da musst Du nicht arbeiten. Doch. Ich muss schon. Oder ich müsste es. Ich sollte es. Aber ich weigere mich. Standhaft. Das bisschen, was ich dennoch erledigte, hat mich heute genug Zeit gekostet. Zudem war ich mehrere Stunden mit der Installation des Rechners beschäftigt, allerdings bin ich jetzt endlich zufrieden. Fast alles läuft perfekt, grandios wie sich die Geschwindigkeit zu meinen Gunsten wendet. Schön. So habe ich nebenbei wirklich eine Menge geschafft und morgen wird es weitergehen, morgen werde ich endlich den lang ersehnten Umzug in Angriff nehmen. Das Schwierigste wird das Ausräumen meines Kleiderschrankes sein und wird mich, wenn ich nicht meine Erinnerungen im Griff habe, sicher mehrere Stunden in Atem halten. Zu allem Überfluss liegen noch so viele Pullover und Hemden von Al in meinem Schrank, das sind heilige Textilien, die muss und will ich mit Vorsicht behandeln.

Das ist alles seltsam.

Ein Hoch auf die Technik: Während ich früher mühsam Kassetten bespielte, habe ich diesen Tonträger nun gar nicht mehr im Angebot. Dafür aber die wieder beschreibbaren CD's - und das ist wirklich ein Fest, das ist wirklich mehr als sinnvoll. Ich habe mir gerade meine drei Lieblingslieder auf so einen Silberling gebrannt und werde nun permanent in Frau Feenblau die Beschallung ebenso monoton wie in meinen vier Wänden gestalten. Nicht, dass ich ungern Auto fahre, aber mit dieser Musik macht es noch mehr Spaß. Und? Ich bin heute Abend schon wieder unterwegs, bin schon wieder nicht zu Hause. Hui Buh findet es mittlerweile ganz angenehm, wenn sie mal ihre Ruhe hat, holt aber den Bedarf an Streichelheiten intensiv nach und weicht mir nicht mehr von der Seite. Verwundert wird sie sein, wenn ich in den kommenden Tagen und Nächten mal wieder durchgängig in ihrer Nähe bin. Nun, sie wird es verkraften. So wie es auch verkraftet, dass die Wohnung komplett umstrukturiert wird. Mein Leben auch. Meine Haare kann ich ja nicht mehr strukturieren, aber das ist auch besser so.

Wohin, wohin? Keine Antwort, aber Grüße: An AltA, denn es ist alles großartig und dann noch meine Genesungswünsche an die "Kleine". An das beste Ypsilon von allen - Freitag klappt es wohl, aber das Telefon wird sicher noch einmal benutzt. An N., den wortkargen Schlumpf. Und an B., die Muppets und alle Heulsusen - alle haben einen Platz in mir gefunden. Oh. Na gut. Ich hoffe, ich muss niemanden daran erinnern, dass Weihnachten in diesem Jahr trotz aller Hasstiraden und trotz der vielen Abstinenzler trotzdem stattfindet. Ich habe mich damit abgefunden, so schlimm ist das alles wirklich nicht. Und dieser Satz darf zitiert werden.

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