Modenschau

Was für ein seltsamer Tag. Na, ich habe ihn überlebt, so schlimm kann er nicht gewesen sein. Denke ich. Allerdings kein Vergleich zum Tag zuvor, nein, ganz sicher nicht. Der Freitag war großartig, wirklich. Wenn auch zunächst ein wenig hektisch, so blieb eine Menge Zeit für unbändige Freude. Unter anderem darüber, dass ich neue, außerordentlich passable Kleidungsstücke kaufte. Wundervoll und innovativ. Eine blaue Jeans. Ungewöhnlich, aber es sieht gut aus. Und mein Kaufrausch. Nein, das macht wirklich Spaß. Schade, dass ich an diesem Wochenende gar nicht dazu komme, alles anzuziehen. Schade, wirklich. Vielleicht sollte ich eine Modenschau organisieren. Ganz spontan. Es kommt ja ohnehin niemand vorbei, schließlich weiß niemand wo ich zu finden bin. Und die Modenschau halte ich dann ja auch an meinen Lieblingsort ab. Draußen, bei der kleinen Baumgruppe. Vielleicht stelle ich mein Stativ dort auf und mache ein paar Bilder, ja, das ist eine gute Idee. Denke ich. Eine Modenschau mit Armin. Ach, das hatten wir doch schon mal. Nein, ich will etwas Neues. Etwas Neues. Mensch. Mir fällt schon etwas ein, ich habe auch schon eine gute Idee für das nächste Montagsbild - passend zum 2. Advent. Fein, ich werde am Ende noch zu einem Verfechter der Weihnachtszeit. Nein, niemals. Aber ich habe ein paar Hemmungen abgebaut in den vergangenen Tagen. Und ich habe zugegeben, dass ich mich verstecke. Oh, was für ungeahnte Ehrlichkeit in mir. Ich bin entsetzt. Fast. Jetzt muss ich nur noch aus dem Versteck kommen, vielleicht wird dann alles besser. Noch besser? Hm. Vielleicht geht das.

Oh, und dann gab es gestern endlich wieder einen Ally-Abend mit B., inklusive Pizza und endlosen Quasseleien. Ja. Feine Sache, zweifellos. Davon wird es wieder mehr geben, die Fortsetzung folgt im Januar - hoffe ich. Und dann hat B. schon wieder Geburtstag. Ein schnelles Jahr oder mein Kopf ist zu langsam. Seltsam. Aber wichtig ist, dass es die Ally-Abende noch gibt. Singular, aber bald wieder Plural.

Was denn, was denn - noch mehr? Ja, ich teste wieder und ärgere mich gerade darüber, dass ich die grauenhaften Programme nicht installieren kann. Ärgerlich. Ich hatte wirklich Lust auf Testberichte, auf Lob und Kritik, darauf, mal wieder etwas Anderes zu schreiben. Und so wie es jetzt aussieht, wird es anstrengend. Sehr anstrengend. Ich mag diese komplizierten Installationen nicht, ich mag es nicht, wenn ich unzählige Dateien herunterladen muss, damit etwas funktioniert. Nein, das ist wirklich Unsinn. Na, nun habe ich mir die Arbeit aufgeladen, nun werde ich das auch leisten. Auch wenn es überflüssige Programme sind. Vollkommen. Mensch.

Ich bin gerade allein. In mir. Seltsames Gefühl. Leichte Kopfschmerzen, die Nacht wird lang - vermute ich. Ich habe noch einen Film auf dem Bett liegen: "Riddick - Chroniken eines Kriegers" wird mir die nächsten Minuten, Stunden leichter machen. Und vielleicht bin ich anschließend so müde, dass ich einfach einschlafen kann. Einfach. Ist schon ein wenig seltsam, dieser Abend. Und ich habe mal wieder keine Lust ins Bett zu gehen. Obwohl, ja, obwohl ich mittlerweile begonnen habe, mein Chaos zu lichten. Im Klartext heißt das, dass ich aufräume. Ich muss. Wirklich. Mein Zimmer ist mein Kopf. Und umgekehrt. Wir wissen das. Ich habe heute schon die lang vermisste und bereits verschollen gemeldete "a perfect circle"-CD wieder gefunden. Im alten CD-Spieler. Wo ich das Gerät gefunden habe, mag ich gar nicht sagen. Unter dem Altpapier. Immerhin war er gegen Stöße und gegen Staub geschützt. Sehr sinnvoll, diese Lagerung - wenn auch unbeabsichtigt. Noch mehr Ordnung und ich stimme mich positiv. Noch positiver? Ja, nach oben gibt es keine Grenze - nach unten aber auch nicht. Ungewöhnlich lange hält die Hochphase an, ungewöhnlich lange bin ich mit dem Lächeln nun schon durch die Tage gestreift. Ganz verlässt es mich auch heute nicht, vor allen Dingen jetzt nicht, da ich auf den grauen Kapuzenpullover sehe, den ich mir gestern kaufte. Schön. Wirklich. Ich bin eine graue Maus, nein, ein Mäuserich. Oder wie es heißt, ich bin kein Biologe.

Ich werde weiter aufräumen und den Film nebenbei sehen, denke ich. Aber es gibt Grüße. An B. und Ally und die Einhörner, an M. und ich fürchte, es wird oberflächlich. Ärgerlich. Die erzwungene Trennung tut keinem gut. An B. auf der Party in Hannover, Du liest es ja wohl morgen und dann ist es zu spät. Pech. An AltA: Die Kerze verbreitet den Duft in wundervoller Behaglichkeit - Danke. Ich schicke mein Lächeln los: Mal sehen, wen es trifft. In jedem Fall riecht es nach Vanille.

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