Irrungen

Was für ein kleines Desaster: Da suchte ich heute stundenlang einen Sportplatz, um schließlich unverrichteter Dinge wieder abzufahren. Oh, ein Sportplatz ist keine Stecknadel und selbst in einer Großstadt wie Hamburg sollte ich mit einem Straßennamen bewaffnet gut genug gerüstet sein, um alles zu finden. Nein. Ein klares, deutliches Nein. Kein Sportplatz an besagter Straße, aber zahlreiche Kleingärtner. Immerhin. In meinem Kopf dafür bunte Bilder und viel Gelächter, am meisten über mich und meine Dummheit, nicht einmal einen Sportplatz zu finden. Eine Telefonzelle, gut, die kann ich übersehen. Aber einen Sportplatz? Ich bitte Sie, Herr Sengbusch. Oh, ich verbitte mir das. Aber ich habe die Zeit sinnvoll genutzt und bin auf dem Rückweg noch rasch einkaufen gewesen, so dass ich nun auch genug Forellenfilets im Kühlschrank habe. Danach ist dann aber auch erst einmal Schluss mit diesen Filets, ich träume schon schuppig. Und meine Kontakte minimieren sich auf Fische. Glaube ich. Da wird es hoffentlich keinen Zusammenhang geben, denn ich möchte mich nicht pausenlos von Skorpionen ernähren. Aber vielleicht sterbe ich durch den Biss eines solchen.

Hm. So viel Arbeit, alles geschafft, aber ich habe noch ein schlechtes Gewissen wegen der Internetseiten, die ich immer noch nicht in Angriff genommen habe. Naja, noch nicht so richtig. Ein bisschen, aber sie sind eben noch nicht fertig. Morgen. Ich muss meinen Kopf ein wenig ausruhen, auch wenn ich nicht weiß. wo er überhaupt ist. Ja. Das wird auch der Grund sein, warum ich den Sportplatz heute nicht fand: Ohne Kopf, keine Navigation. Aber: Ohne Kopf auch keine Schmerzen, irgendwo muss er demnach noch sein. Blöd. Wirklich. Meinen Schlüssel suche ich auch permanent, zwei gleiche Socken finde ich nie, wie soll ich da meinen Kopf irgendwann wieder auf den Schultern tragen. Nun, ich werde die betreffende Person noch zu Verantwortung ziehen, aber das hat Zeit bis Montag. Oder bis Silvester. Ich muss mir erst einmal überlegen, ob ich am Ende für all das Zerstreute nicht selbst verantwortlich bin. Ja, sicher bin ich das, aber es ist ja auch mal recht ordentlich, wenn ich andere für den Unfug verantwortlich mache, der in meinem Leben geschieht. Es ist vor allen Dingen einfacher.

So, einen Rechner habe ich schon ausgeschaltet, bleiben nur noch drei.

Müde bin ich, schlafen kann ich wohl wieder nicht. Aber ich bin entspannt in diesen Tagen, auch wenn mir etwas fehlt. Etwas. Naja, wie unpersönlich ausgedrückt. Müde bin ich. Müde. Gern würde ich schlafen. Gern. Aber. Hm. Unzufrieden werde ich jetzt beim Formulieren der Gedanken. Dann noch der Sonntag in meinem Kopf, auf den ich wenig Lust habe. Das Buch. Das Buch ist in meinem Kopf, das will ich jetzt fertig stellen. Noch viel Arbeit, aber es wird sich lohnen. Nicht nur ich glaube daran und das gibt mir Kraft. Aber. Mensch. Müde bin ich dennoch.

Und ich will Kirschwasser an meinem Bett haben. Grüße: An das beste Ypsilon von allen - ich glaube, ich bin ein Rabenfreund in diesen Tagen, entschuldige. An AltA - egal wann, mein Dank ist Dir gewiss. Und an M., der heute endlich mal wieder quasselig am Telefon war. Prima. An Schweden, das Haushaltsgeld und an B., an die Finger meiner linken Hand - jetzt reicht es mit den Schmerzen! - und an meine Katze, die geliebte Zicke. Mein Lächeln habe ich heute wieder gefunden, es lag irgendwo zwischen den Parzellen der Kleingärtner. Ich schicke es durch die Kabel, es wird die Richtigen treffen.

Zuletzt geschrieben

Newsletter

captcha