Wie ungeschickt

Ja-ja, es ist schon spät und ich sollte längst im Bett sein. Aber erst einmal können. Da war dann der Tag doch ein wenig zu viel und die Nacht zu wenig. Für mich. Immer ich, aber manchmal habe ich ja auch andere Dinge im Kopf. Gespenster, Kirschwasser oder Wundcreme. Zum Beispiel. Etwas anderes fällt mir gerade nicht ein. So spät bin ich wieder in den Tag gestartet, habe aber dennoch alles geschafft. Na, fast alles, denn die Internetseiten liegen noch brach, doch ich werde mich morgen darum kümmern. Gut. Dann zwei nicht endende Telefonate, die schließlich doch endeten, die aber nach meinem Willen gern weitaus länger hätten dauern können. Sehr gern. Aber es geht nicht immer nach meinem Willen. Und dann. Noch mit T. im Kino - aber "The Machinist" war bereits gestrichen und das ärgert mich. Ziemlich. Wirklich. Keine zwei Wochen lief der Film, und ich bin wirklich enttäuscht. Und dann die Alternativen: drei Weihnachtsfilme und drei Filme, sie sowohl T. als auch ich schon kannten oder einfach schlecht sind. Blieb nur noch die Flucht nach vor, der neue "Alien"-Film. Kein Urteil, ich habe meinen Kopf vorwiegend hinter den Händen, den Knien oder hinter dem vorderen Kinosessel versteckt. Aber ich lebe noch. Schön. Aber statt direkt nach Hause zu fahren, werde ich dann noch von der Polizei angehalten - sehe ich so aus, als ob ich Drogen nehme? Ist mein Lächeln gefährlich? Für den Straßenverkehr? Immerhin haben sie mich ziehen lassen, aber ich bin auch immer ein wenig angegriffen. Aufgeregt. Wenn so ein Mann mit grüner Mütze an die Scheibe klopft und hektisch in Frau Feenblau herum leuchtet. Höflich ist das nicht, aber sie arbeiten ja auch nur. Trotzdem. Ach, und dann bin ich endlich wieder zu Hause, steige aus dem Wagen und bemerke die Helligkeit. Oh, Vollmond. Wie ungeschickt, ich werde nicht schlafen können. Selbst Schuld, an solche Dinge sollte ich einfach denken., aber ich lerne ja noch dazu. Glaube ich.

Grüße. An T., die tapfer durchgehalten hat und den anderen Film sehen wir in der kommenden Woche. An das beste Ypsilon von allen - mir war es jetzt einfach zu spät zum Reden, es ist noch genug Zeit da. An meine Katze: Du bist dran mit dem Einkaufen, vergiss das nicht. An B. in Hannover und an AltA. Ich versuche jetzt doch noch zu schlafen. Wer die Nacht genießen will, soll es tun: Ich bin heute nicht mit dabei.

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