Mein Freund Gary

So. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und geballter Entscheidungsarmut habe ich auch diesen Tag hinter mich gebracht. Hinter mich geworfen. Es stehen noch ein paar Stunden an, die ich aber hoffentlich im Bett verbringen werde: Mittlerweile habe ich gelernt, einfach mal die Rechner auszuschalten und mich um mich selbst zu kümmern. Sehr richtig, rufe ich mir da aus der hinteren Ecke meines Kopfes zu. Genau, ich muss auch mal eine Pause machen, so geht es ja nun nicht weiter. So habe ich mich heute trotz des guten Wetters gegen die weite Fahrt nach Bodenteich entschieden, bin dafür dann aber ganz spontan ein paar Kilometer gefahren, um zumindest ein paar Bilder zu machen. Eine Handvoll Bilder, damit sich die Titelseite meiner Zeitung verändert. Gut gemacht, Armin, fein. Ich muss mich ein wenig loben, sonst weiß ich gar nicht, warum ich das tue. Och, das ist gelogen. Immerhin melden sich so langsam immer mehr Abonnenten an, auch wenn ich noch immer keinen Programmierer gefunden habe, der das Skript optimiert und die spezielle Seite für das Tages-Abo erstellt. Es wäre sicher der Durchbruch, in jeder Hinsicht. Aber die Zeit wird noch kommen, dessen bin ich mir sicher. Die Zeit, in der ich mir um viele Dinge keine Gedanken mehr machen muss und einfach schreiben kann. Einfach schreiben. Mensch. Mein Kopf. Alles an mir will, aber irgendetwas kommt immer dazwischen, meistens bin ich es selbst.

Immer wieder und dauernd und ständig: Gary Numan. Da mag mancher mich verlachen, mich belächeln oder die Augen verdrehen: Für mich ist das einfach großartig, für mich bleibt es der Held meiner Ohren. Er weiß das nicht, natürlich. Es gibt ja auch noch eine Vielzahl von anderen Menschen, die so denken wie ich. Oder so ähnlich. Immer wieder diese Musik, diese Texte. Allein bei den Titel bekomme ich eine Gänsehaut und wenn ich ihm zuhöre, dann fühle ich mich zu Hause. Me, I disconnect from you - einfach brillant. Warum ich das alles aufschreibe? Warum? Weil diese Musik mich trägt, sie ist das Netz, das mich auffängt, das Bett, das mich wärmt. Desire - hypnotisch. Music for chameleons - meine Hymne. The iceman comes oder I, assassin oder the image is - ich bin zu Hause. Mit der Musik, in der Musik. Und das beruhigt mich, denn diese Musik wird mich auch weiterhin begleiten. Einiges wird verschwinden, verblassen, wird seinen Weg gehen - die Musik ist geduldig. Und ich bin in diesen Tagen froh, dass ich Gitarre und Gesang gelernt habe, dass ich die Möglichkeit habe, mich und meine Gefühle so auszudrücken. Oh, und dabei fällt mir ein, dass ich die Musikseite hier noch einrichtig wollte. Hm.

Was tue ich noch hier? Ich wollte ins Bett. Und einen Film, einen Film wollte ich sehen. Ach ja. So. Grüße: An C. und das Gekichere mit Dir, an AltA - auf die Schrumpelbadewannenfinger komme ich bestimmt zurück, an F. - ich hoffe, Du hast die Verlinkung bemerkt - und an Gary Numan. An B., die für kuriose Formen des Lächelns sorgt und an meine Katze. So. Und nun ist aber Schluss, alles weitere kann ich auch morgen noch schaffen. Lasst euch von mir ins Lächeln treiben - danke.

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