Verschwörungen

Klasse. Wirklich. Ganz großartig. Absolut abscheulich. Gibt es denn irgendeinen geheimen Pakt, den alle geschlossen haben? Gut, der Teufel war nie sonderlich beliebt, aber dass nun immer mehr Hiobsbotschaften auf mich wie saurer Regen - gibt es denn noch? Wenn ja, warum spricht niemand mehr darüber? - niedergehen, das ist nicht in Ordnung. Gut, meine Klagen werden nicht einmal vom Wind gehört, mich besucht niemand mehr. Nicht einmal die Sonne, was aber auch kein Wunder ist, wenn ich meine Fenster wieder verhängt habe. Wenn alle gegen mich sind, dann bin auch ich gegen alle. So. Nachdem ich voller Freude eine Programmiererin gewonnen hatte, die mir bei einem äußerst kniffligen Problem helfen wollte, ist diese augenscheinlich greifbare nahe Lösung nun nicht mehr erreichbar. Ich kann alles versuchen, ich kann. Aber das übersteigt zum Einen meine Kräfte, zum Anderen habe ich davon wirklich keine Ahnung. Das habe ich spätestens heute festgestellt, als ich trotzig und patzig die Lösung selbst finden wollte. Nein, da gibt es nicht den Hauch eine Chance und ich bin ernsthaft verzweifelt. Es ist nicht jetzt nicht mehr lustig, meine positiven Kräfte sind verbraucht und die Durchhalteparolen klingen mittlerweile wie Hohn und Spott in meinen Ohren. Einziger Höhepunkt des heutigen Tages ist "Down with the sickness" von disturbed - danke C. für diese Energiequelle, ohne die ich heute jämmerlich verdurstet wäre. Ja-ja, schon klar: Es gibt für alles eine Lösung. Puh, diesen Spruch kann ich nicht mehr hören, schon allein, weil ich ihn selbst oft genug bemüht habe. Aber in diesem Fall glaube ich nicht daran. Ich glaube nicht mehr daran. Ich glaube nicht mehr daran, dass ich das alles schaffe, dass ich diese kleine, nervige und vermutlich auch vollkommen unwichtige Internetzeitung irgendwie am Leben erhalte. Reden können sie alle, Ratschläge haben alle parat, aber wenn es um tatkräftige Unterstützung geht, dann stehen Mond und Sonne gerade ungünstig. Oder welche Kriterien auch immer ausschlaggebend sind. Es geht um das Überleben. Um mein Überleben. Ich bin nicht bereit, das vollkommen gelassen zu sehen. Alles hinzuwerfen ist sicher nicht die beste Lösung, aber es ist eine Lösung. Ich muss wieder zum Schreiben kommen, ganz gleich, wie ich das anstelle. Ganz gleich. Irgendwie. Und auf diese Zeitung kann ich verzichten. Mensch, was für ein Tag.

Ich bin müde, die vergangenen Stunden haben an mir gezehrt, sie haben gezerrt, sie haben mich zerrissen und ich versuche nun, mich wieder zusammenzufügen. Nicht so einfach. Mit dem besten Ypsilon von allen habe ich so lange diskutiert, dass ich Kopfschmerzen bekommen habe, dafür habe ich die ihren auf meine Art beseitigt. Unerklärlich mag es sein, aber es funktioniert. Das beste Ypsilon von allein meint, dass diese Seite viel Geld wert ist, dass ich die Texte, die Geschichten und Gedichte nicht kostenlose präsentieren solle. Geld. Geld. Geld. Nein, so möchte ich es nicht. Vermutlich sind meine gesammelten Buchstaben wirklich etwas wert, aber das soll jeder selbst entscheiden, das muss jeder nach eigenem Willen bestimmen können, was diese Seite bedeutet. Ein Cent oder ein Euro - ich weiß es nicht, aber ich mache mir mal Gedanken, wie und was ich mit diesem Gedanken anfange. Tatsache ist, dass ich, wenn ich meinen Weg konsequent weiter verfolgen will, etwas ändern muss. Und sollte ich den Gedanken, das Buch oder andere Texte zu veröffentlichen, wirklich umsetzen, dann sind meine Worte auch nicht mehr kostenlos. Denke ich. Ach, von diesen Sätzen bekomme ich Kopfschmerzen. Ich möchte eigentlich nur genug zu Essen und das Dach behalten, das mich vor dem Regen und der Sonne schützt. Und ich möchte in Ruhe jammern. So, nun ist wohl alles draußen, mein Kopf ist etwas leichter und ich finde ein wenig Ruhe.

Allen, die heute einen anstrengenden Tag hatten, wünsche ich das Lächeln auf den Lippen, dass den ganzen Körper entspannt. Ich weiß nicht woher es kommt, aber ich trage es in diesem Moment.

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