Wie spät ist es?
Tja. Und dann ist plötzlich dunkel. Ich meine, es ist richtig dunkel und die Sterne funkeln. So klar sind sie zu sehen, blinzeln durch den Wald, dass ich meine, sie klirren zu hören. Kleine Diamanten, die mitunter gegeneinander prallen und so Geräusche von sich geben. Nein, sie tun es nicht, es sind Planeten, die mitunter Lichtjahre voneinander entfernt sind, aber in meinen Gedanken sind es Diamanten. Brillanten. Kleine Glasperlen, durch die Licht ins freie bricht. Ich habe sie mir gerade angesehen, als ich mich von meinem Schreibtisch ins Freie wagte. Ich arbeite noch immer und musste Dank meiner Katze eine Zwangspause einlegen. Vermutlich sind Mäuse nachtaktiv, deswegen sind es Katzen auch. Vermute ich. Aber ich jage keine Mäuse. Jedenfalls nicht momentan. Dafür habe ich durch das Beseitigen der toten Maus noch den Sternenhimmel gesehen, so hat alles seinen Sinn. Denke ich mir. Und manches braucht auch keinen Sinn, damit es gut ist, damit ein Lächeln auf meinen Lippen entsteht. So habe ich heute entschieden, dass all die vielen Windräder gar keine sind, sondern gigantische Propeller, die dafür sorgen, dass sich die Erde schneller dreht. Vielleicht, damit die Tage kürzer werden, vielleicht, damit schneller Weihnachten wird. Es ist beides nicht in meinem Sinne und ich werde sie alle heimlich umdrehen. Nachts. Lange Nächte, noch mehr Blicke in die Sterne. Dazwischen ein paar lichte Momente für die Sonne, dann wieder die Dunkelheit. Windräder. Nein, ich glaube nicht daran. Und vielleicht sorgen diese Propeller auch für mehr frische Luft und lindern durch verstärkte Kühlung den Treibhauseffekt. Unsinn? Hm. Ich mag diesen Gedanken, ich kann dabei lächeln. Auch zu später Stunde.
Die vergangenen Tage waren anstrengend, eventuell kann ich sie als katastrophal bezeichnen. Gut, die Arbeit hat mir Spaß gemacht, aber wenn ich nicht zwischenzeitlich ein paar Stunden mit C. verbracht hätte, wäre ich vermutlich wie ein Taschenmesser zusammen geklappt. Vermutlich weiß sie gar nicht, welche Wirkung sie in dieser Hinsicht auf mich hat - und das ist wohl auch gut so. Ich habe in der vergangenen Nacht so viel gekichert, wie es eine Garnison Erbsen nicht besser machen könnte. Flugzeugeinweiser. Bitte. Oder wie heißen die Menschen mit den Flaggen? Ich muss immer noch kichern, wenn ich daran denke. Die Flaggen mit den Menschen sind vielseitig zu verwenden, ich lasse mir da noch etwas einfallen. Hätte ich vorher von dieser Attacke des Kicherns gewusst, hätte ich den Tag leichter ertragen, keine Frage. So aber habe ich gelitten. Unter Zeitdruck und Kopfschmerzen. Und am Ende war alles fertig, vor allen Dingen ich. Heute habe ich mich durch den Tag gequält, wie ein Forscher sich seinen Weg mit der Machete durch den Busch bahnt. Langsam. Und überall knorrige Wurzeln, die mich zum Stolpern bringen. Ich hasse es, wenn Termine nicht eingehalten werden, wenn ich mehrfach eine Zeit ausmache und die dann am Ende nicht im entferntesten einzuhalten ist. Grausam. Mein ruhiger Einwurf, dass es meine Zeit sei, mit der andere Menschen spielen, treibt noch immer über Gräser und Wälle. Und dann diese hochintelligenten Menschen, die mir meine Arbeit erklären und ihr Lamenti mit den Worten beginnen: "Sie sind doch Profi, dann müssten Sie eigentlich wissen, dass..." Weiß ich. Furchtbar. Und in solchen Momenten weiß ich wieder ganz genau, warum ich damals nicht Lehrer werden wollte: Die Kinder sind schon nicht einfach, der Pesthauch des Todes sind die Eltern. Vielleicht. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich keine Kinder zeugen werde. Nein, der Grund ist ja klar: Ich scheue die Verantwortung. Und das zurecht, ich kann ja nicht einmal auf mich selbst acht geben und falle ungebremst in eine Glastür.
Schön. Nun ist es schon wieder zwei Uhr und ich habe immer noch so viel Arbeit auf dem Schreibtisch liegen. M. war vor einer halben Stunde noch im ICQ und nicht sonderlich überrascht, mich noch wach zu sehen. "Wieder eine Nachtschicht", war sein kurzer Kommentar. Ja. Wieder. Ich schlafe ja ohnehin nicht so gern, er weiß das, auch wenn er es nicht versteht. Ich verstehe auch nicht alles, will es aber auch nicht mehr. Seit einigen Tagen ist mein Glaube in die Menschheit erneut in den Grundfesten erschüttert worden und ich möchte mir keine Gedanken mehr darüber machen, wie sich das Leben präsentiert und welche seltsamen Blüten die Dummen züchten. Hässliche, stinkende Pflanzen, die mir immer wieder Tränen in die Augen treiben. Ach. Wie. Ärgerlich. Das ist. Und mein Kopf platzt bei diesen Gedanken. Ich sollte schnell weiter arbeiten, die Nacht ist schneller zu Ende, als es mir lieb ist. Denke ich.
Grüße. An C. und an das beste Ypsilon von allen, die beide dazu beigetragen haben, dass ich die vergangenen 48 Stunden gesund überstanden habe. An Gary Numan, weil diese Musik mich einfach erfüllt und an meine Katze: Herzlichen Glückwunsch zur zwölften Maus in sieben Tagen, ich habe mitgezählt. Ach, und an die Frau aus dem Nachbarort mit einem Lächeln. Ich wünsche allen das, was Gary Numan bereits die ganze Nacht besingt: Freunde. Und Schlaf, aber darüber fällt in diesem Lied kein Wort.
Die vergangenen Tage waren anstrengend, eventuell kann ich sie als katastrophal bezeichnen. Gut, die Arbeit hat mir Spaß gemacht, aber wenn ich nicht zwischenzeitlich ein paar Stunden mit C. verbracht hätte, wäre ich vermutlich wie ein Taschenmesser zusammen geklappt. Vermutlich weiß sie gar nicht, welche Wirkung sie in dieser Hinsicht auf mich hat - und das ist wohl auch gut so. Ich habe in der vergangenen Nacht so viel gekichert, wie es eine Garnison Erbsen nicht besser machen könnte. Flugzeugeinweiser. Bitte. Oder wie heißen die Menschen mit den Flaggen? Ich muss immer noch kichern, wenn ich daran denke. Die Flaggen mit den Menschen sind vielseitig zu verwenden, ich lasse mir da noch etwas einfallen. Hätte ich vorher von dieser Attacke des Kicherns gewusst, hätte ich den Tag leichter ertragen, keine Frage. So aber habe ich gelitten. Unter Zeitdruck und Kopfschmerzen. Und am Ende war alles fertig, vor allen Dingen ich. Heute habe ich mich durch den Tag gequält, wie ein Forscher sich seinen Weg mit der Machete durch den Busch bahnt. Langsam. Und überall knorrige Wurzeln, die mich zum Stolpern bringen. Ich hasse es, wenn Termine nicht eingehalten werden, wenn ich mehrfach eine Zeit ausmache und die dann am Ende nicht im entferntesten einzuhalten ist. Grausam. Mein ruhiger Einwurf, dass es meine Zeit sei, mit der andere Menschen spielen, treibt noch immer über Gräser und Wälle. Und dann diese hochintelligenten Menschen, die mir meine Arbeit erklären und ihr Lamenti mit den Worten beginnen: "Sie sind doch Profi, dann müssten Sie eigentlich wissen, dass..." Weiß ich. Furchtbar. Und in solchen Momenten weiß ich wieder ganz genau, warum ich damals nicht Lehrer werden wollte: Die Kinder sind schon nicht einfach, der Pesthauch des Todes sind die Eltern. Vielleicht. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich keine Kinder zeugen werde. Nein, der Grund ist ja klar: Ich scheue die Verantwortung. Und das zurecht, ich kann ja nicht einmal auf mich selbst acht geben und falle ungebremst in eine Glastür.
Schön. Nun ist es schon wieder zwei Uhr und ich habe immer noch so viel Arbeit auf dem Schreibtisch liegen. M. war vor einer halben Stunde noch im ICQ und nicht sonderlich überrascht, mich noch wach zu sehen. "Wieder eine Nachtschicht", war sein kurzer Kommentar. Ja. Wieder. Ich schlafe ja ohnehin nicht so gern, er weiß das, auch wenn er es nicht versteht. Ich verstehe auch nicht alles, will es aber auch nicht mehr. Seit einigen Tagen ist mein Glaube in die Menschheit erneut in den Grundfesten erschüttert worden und ich möchte mir keine Gedanken mehr darüber machen, wie sich das Leben präsentiert und welche seltsamen Blüten die Dummen züchten. Hässliche, stinkende Pflanzen, die mir immer wieder Tränen in die Augen treiben. Ach. Wie. Ärgerlich. Das ist. Und mein Kopf platzt bei diesen Gedanken. Ich sollte schnell weiter arbeiten, die Nacht ist schneller zu Ende, als es mir lieb ist. Denke ich.
Grüße. An C. und an das beste Ypsilon von allen, die beide dazu beigetragen haben, dass ich die vergangenen 48 Stunden gesund überstanden habe. An Gary Numan, weil diese Musik mich einfach erfüllt und an meine Katze: Herzlichen Glückwunsch zur zwölften Maus in sieben Tagen, ich habe mitgezählt. Ach, und an die Frau aus dem Nachbarort mit einem Lächeln. Ich wünsche allen das, was Gary Numan bereits die ganze Nacht besingt: Freunde. Und Schlaf, aber darüber fällt in diesem Lied kein Wort.