Endlos am Ende

Es wird zunehmend anstrengend, ein wenig Verzweiflung in meinen Gedanken, eine Spur von Resignation. Ich kann gar nicht so viel Nutella in meinen Mund schmieren, dass meine Depressionen versiegen. Immer wieder schlägt der Schlaf zu, raubt mir Stunden, halbe Tage, ganze Nächte - und ich kann nicht genug davon bekommen. Das Wach sein ist gefüllt mit Arbeit, endlose Arbeit, ich kämpfe gegen Windmühlen. Der Sonntag war schlichtweg eine Katastrophe, denn nach 14 Stunden Arbeit erlosch das Licht in meinem Kopf nahezu von selbst. Keine Kraft mehr. Acht Stunden Schlaf, traumlos und steinartig, bis mich das beste Ypsilon von allen mit dem Klingeln der Haustür weckte. Ich bin jedoch noch immer nicht wach, verstecke mich unter meiner Mütze, vergrabe meine Gedanken, arbeite und fühle mich elend. Immer noch mehr Arbeit, mein lieber Armin: Das ist nicht zu schaffen. Irgendwie geht es dann ja doch, auch wenn mir gestern ein Text verloren gegangen ist und ich jetzt keine Lust habe, ihn noch einmal zu schreiben. Was meine Kraft anbelangt, bin ich am Ende.

Wieder an die Arbeit, wieder das mobilisieren, von dem ich annehme, dass es gar nicht mehr da ist. Ein normaler Weg, denke ich. Wenn ich Großes vollbringen will, muss ich auch Großes leisten. Ich werde mich durchkämpfen und mir vertrauen, wenn ich behaupte, dass ich im Dezember ein paar Tage Urlaub machen werde. Das Lächeln will dennoch nicht gelingen, aber es ist eine Aussicht für mein Zellenfenster.

Müde. Grüße. An C. auf die Insel und an P. in München - unverhofft, aber lächelnd. An das beste Ypsilon von allen, dem mehr als Dank gebührt und an meine Tarnkappe, von der alle denken, sie sei eine gewöhnliche Mütze.

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