Lassen und Gelassen

Die Unschuld verloren hätten meine Gedanken - war mir gestern jemand in den Kopf, aber ich habe aufgehört, darüber nachzudenken. Unschuldig. Das weder ich noch waren es meine Gedanken. Nein, sicher nicht. Aber, und das ist genau das, was ich immer wieder sage: Ich verändere mich täglich, nichts ist wie es war, wenn Sekunden verstrichen sind. Und immer wieder stoße ich auf Unverständnis, immer wieder falle ich ins Leere, weil ich von unterschiedlichen Punkten in das Leben springe. Kein Netz, kein Seil und dort, wo sie mich alle sehnsüchtig erwarten, schlage ich nicht auf. Ein paar Meter weiter links. Ein anderer Turm. Und während ich am Boden zerschmettere, Sekunden später dann mühevoll meinen Kopf zusammensuche, um die Einzelteile irgendwann wieder neu zusammen zu setzen, kommen sie, fragen mich, warum ich denn hier gesprungen, warum ich denn immer wieder alles ändern muss. Ich muss nicht, ich will. Und ich möchte mehr sehen, mehr erleben. Versteht niemand. Oder nur wenige. Ermüdend ist es, enttäuschend. Dumme Sache, erinnert mich wieder an die Nächte, in denen ich niemanden fragen kann außer mir selbst. Und selbst ich verstehe mich nicht immer, aber ich lasse mich auch in Ruhe. Ich lasse andere Menschen auch in Ruhe, ich lasse sie so sein, wie sie sind. Und auch ich möchte auch so sein dürfen, wie ich bin.

Der Tag heute ist anstrengend, das beste Ypsilon von allen ist genervt und ich kann nicht helfen. Meine eigene Unfähigkeit lähmt mich. Furchtbar. Ich habe das Ypsilon bereits nach Hause gefahren, aber ich fühle mich nicht gut dabei. Warum auch immer. Ich weiß auch nicht, woran das liegt, aber manchmal möchte ich gern helfen. Können. Dürfen. Oh, ich darf sicher, aber mir fehlen die Mittel. Das ist ärgerlich, das macht mich müde und traurig. Unfähig zu helfen, nutzlos. Nicht einmal eine Geschichte will mir einfallen. Sie soll mir nur einfallen, ich will sie ja gar nicht schreiben. Nein. Nur einfallen. Der Gedanke. Bitte.

Ich muss weiter sortieren. Meine Gedanken. Und schlafen muss ich auch noch. Irgendwann. Arbeit. Auch noch. Vorher eine kurze Pause. Zunächst Grüße: An M., mit der ich gestern viel Spaß hatte. An das beste Ypsilon von allen. An die junge Frau mit den drei "g" in der eMail-Adresse und an meine zickende Katze. Irgendwann finde ich auch heraus, wer da auf wen abfärbt.

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