Scherben bringen...
...Schnittwunden. Nichts anders. Vielleicht bringen Scherbena auch Glück, ich werde das genauer beobachten und einigen Tagen noch einmal überdenken, was Scherben für eine Wirkung in meinem Leben. Festzustellen sind bislang nur die Schnittwunden an der rechten Hand, die zwar martialisch kleidsam, aber dennoch etwas unpraktisch sind. Zumindest was den Faktor Schmerz anbelangt. Natürlich, so etwas kann einmal passieren, keine Frage. Wenn ich munter durch die Küche hüpfe, in der linken Hand den Teller mit dem dampfenden Nahrungsbrei - oh, es waren Pfifferlinge in einer Sahnesoße - und mit der rechten Hand wieder wild gestikuliere, weil ich mir selbst das Universum erkläre. Bei all den Dingen auf dem Küchenfußboden sind meine akrobatischen Fähigkeiten gefragt, die ich auch abrief, als ich mit dem Fuß irgendwo hängen blieb. Die Sporttasche. Glaube ich. Einbeinig ist das Tanzen schwierig. Gerade dann, wenn sich beide Beine in der Luft befinden. Meine gestikulierende rechte Rettungshand fand zumindes Halt in der Hautür, der Glasscheibe nun schick aussieht. Ich mache mal ein Foto. Denke ich. Der Glaser ist schon beauftragt, das Desaster zu beheben und ich will diesen Anblick erhalten.
Schön. Das Loch ist nicht so groß, die Löcher in meiner Hand sind noch kleiner. Und mittlerweile weiß ich auch, was der junge Mann mit "Gute Besserung" meinte, vermutlich hat er das zweite Gesicht, wer weiß. Und trotz dieser Verletzung habe ich alles geschafft, trotz der Schmerzen im Handballen habe ich tapfer die Tastatur bearbeitet. Ich bin stolz auf mich. Wirklich. Und ich hatte immer genug Blut, an dem ich lecken konnte, das mich wach gehalten hat. Sehr gut. So hatte alles einen Sinn, auch der kuriose, komische Sturz in meine Glastür.
Ich bin überhaupt nicht müde, im Gegenteil: Nachdem ich nun mit allem fertig bin, spüre ich neue Kräfte in mich strömen. Das ist gut, das tut gut. Natürlich liegt noch so viel Arbeit vor mir und ich habe heute Abend auch schon wieder einen wichtigen Termin, den ich wahrnehmen muss, aber mit jedem Tag wird der Weg deutlicher. So habe ich mich nun entschieden, dem Springer Verlag bei Foto-Wünschen grundsätzlich abzusagen. Warum? Nun, ich weiß, was ich wert bin, was ich mir wert bin. Ich weiß auch, dass ich das Geld gebrauchen könnte, aber ich möchte gern gerecht und mit Respekt behandelt werden, bevorzuge die offene Kommunikation. Nachdem ich gestern zum ersten Mal "Nein" gesagt habe und mir ein Lächeln nicht verkneifen konnte - durch das Telefon war es sicher zu spüren - bin ich mir sicher, dass ich bald Ruhe haben werde. Ich brauche diesen Verlag nicht, der mich nur denn freundlich behandelt, wenn ich von Nutzen bin. Vielleicht ist das ein Spiegel, weil ich mich hin und wieder anderen Menschen auch so verhalte. Oh. Das ist ein erschreckender Gedanke. Hm. Nein. Das gefällt mir nicht, darüber werde nachdenken, wenn ich mich gleich ins Auto setze und über Land reise. Nein. Ist das so? Hin und wieder, ja. Denke ich. Aber, nein, ich bin nicht unfreundlich zu Menschen, das nicht. Hm. Darüber muss ich tatsächlich in Ruhe nachdenken. In Ruhe. Heute Abend habe ich wohl etwas Zeit. Später. Und jetzt muss ich mich ein wenig beeilen.
Grüße. An B., nein, eigentlich an Ally, weil ich es heute Abend schon wieder schaffe, doch der Tag kommt. Oder Abend. An das beste Ypsilon von allen, die sich heute auf einer Hochzeit den gierigen Blicken aussetzen muss, nach Kanada und die einheimischen Bären: Ich hätte wirklich gern ein Fell. An N. und M., die mir in den vergangenen Tagen zur Seite standen und ohne die ich es auch nicht geschafft hätte und an mich. Genau, das fehlte mal. Jetzt ist wieder Zeit für Geschichten, mein Kopf und meine Finger freuen sich schon.
| Ungewollter Durchbruch |
Ich bin überhaupt nicht müde, im Gegenteil: Nachdem ich nun mit allem fertig bin, spüre ich neue Kräfte in mich strömen. Das ist gut, das tut gut. Natürlich liegt noch so viel Arbeit vor mir und ich habe heute Abend auch schon wieder einen wichtigen Termin, den ich wahrnehmen muss, aber mit jedem Tag wird der Weg deutlicher. So habe ich mich nun entschieden, dem Springer Verlag bei Foto-Wünschen grundsätzlich abzusagen. Warum? Nun, ich weiß, was ich wert bin, was ich mir wert bin. Ich weiß auch, dass ich das Geld gebrauchen könnte, aber ich möchte gern gerecht und mit Respekt behandelt werden, bevorzuge die offene Kommunikation. Nachdem ich gestern zum ersten Mal "Nein" gesagt habe und mir ein Lächeln nicht verkneifen konnte - durch das Telefon war es sicher zu spüren - bin ich mir sicher, dass ich bald Ruhe haben werde. Ich brauche diesen Verlag nicht, der mich nur denn freundlich behandelt, wenn ich von Nutzen bin. Vielleicht ist das ein Spiegel, weil ich mich hin und wieder anderen Menschen auch so verhalte. Oh. Das ist ein erschreckender Gedanke. Hm. Nein. Das gefällt mir nicht, darüber werde nachdenken, wenn ich mich gleich ins Auto setze und über Land reise. Nein. Ist das so? Hin und wieder, ja. Denke ich. Aber, nein, ich bin nicht unfreundlich zu Menschen, das nicht. Hm. Darüber muss ich tatsächlich in Ruhe nachdenken. In Ruhe. Heute Abend habe ich wohl etwas Zeit. Später. Und jetzt muss ich mich ein wenig beeilen.
Grüße. An B., nein, eigentlich an Ally, weil ich es heute Abend schon wieder schaffe, doch der Tag kommt. Oder Abend. An das beste Ypsilon von allen, die sich heute auf einer Hochzeit den gierigen Blicken aussetzen muss, nach Kanada und die einheimischen Bären: Ich hätte wirklich gern ein Fell. An N. und M., die mir in den vergangenen Tagen zur Seite standen und ohne die ich es auch nicht geschafft hätte und an mich. Genau, das fehlte mal. Jetzt ist wieder Zeit für Geschichten, mein Kopf und meine Finger freuen sich schon.